Frankfurts Oberbürgermeister will Transparenz schaffen und so Vorwürfe gegen ihn entkräften.
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Frankfurts Oberbürgermeister will Transparenz schaffen und so Vorwürfe gegen ihn entkräften.

Einkommen

Peter Feldmann startet Transparenz-Offensive

  • Julia Lorenz
    vonJulia Lorenz
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Der Frankfurter Oberbürgermeister legt seinen Steuerbescheid 2018 vor. „Es ist wichtig, dass die Menschen wissen, wer was bekommt.“

Frankfurt - Peter Feldmann (SPD) will Deutschlands erster gläserner Oberbürgermeister werden. Das verkündete er gestern vor Beginn der Sitzung des Stadtparlaments. Was sich dahinter verbirgt? Künftig will Feldmann seine Steuerbescheide, aus denen auch sein Einkommen und seine Einkünfte aus Nebentätigkeiten hervorgehen, im Internet veröffentlichen.

Feldmann weist Vorwürfe gegen ihn zurück

„In den letzten Monaten wurde viel über meine Familie geredet“, sagte Feldmann. Vor allem für seine Ehefrau Zübeyde sei dies keine einfache Zeit gewesen. „Es wurde behauptet, ich hätte ihr einen Job beschafft und dafür gesorgt, dass sie besser verdient und einen Dienstwagen bekommt.“ Das stimme aber nicht. Selbst die Staatsanwaltschaft hätte mitgeteilt, dass er keinen Einfluss auf ihren Awo-Job genommen habe. „Bei den Menschen bleibt aber hängen, die da oben sind doch alle gleich und bereichern sich nur“, sagte Feldmann. Deshalb seine Transparenz-Offensive: „Ich will, dass die Menschen ihrem Oberbürgermeister vertrauen.“

Mehr als 6100 Euro netto für Frankfurts Oberbürgermeister

Als erstes legte er seinen Steuerbescheid aus dem Jahr 2018 vor. Daraus geht hervor, dass Feldmann als Stadtoberhaupt ein Bruttojahresgehalt von 168 930 Euro erhalten hatte. Seine Frau hatte damals keine Einkünfte, weil sie in Elternzeit war. Das zu versteuernde Jahreseinkommen betrug 141 993 Euro, die Einkommenssteuer wurde auf 44 071 Euro festgesetzt. Hinzu kamen Bruttoeinnahmen von 85 269,94 Euro durch Aufsichtsratsmandate unter anderem bei Fraport. Netto blieben davon laut Feldmann 6150 Euro monatlich übrig. Feldmann hofft, dass auch andere seinem Beispiel folgen. „Es ist wichtig, dass die Menschen wissen, wer was bekommt.“ (Von Julia Lorenz)

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