+
Mit seinem kecken Hüftschwung im Mittelteil fällt der Omniturm zwischen Commerzbank-Tower und Main-Tower auf. Ende des Jahres sollen die Büros in dem neuen Turm bezogen sein. 

Wohnen und Arbeiten in einem 

Der neue Omniturm bietet 147 Mietwohnungen - aber die sind teuer 

Wer im neuen Omniturm in Frankfurt wohnen will, muss einiges auf den Tisch liegen. So viel kostet die Miete. 

Frankfurt - Um am exponierten Innenstadt-Standort zwischen Commerzbank-Tower und Main-Tower nicht übersehen zu werden, ist eine markante Architektur das A und O. Der international mehrfach preisgekrönte Architekt Bjarke Ingels hat das beherzigt und mit dem Omniturm einen echten Hingucker geschaffen. Markenzeichen des 190 Meter hohen Gebäudes mit 45 Stockwerken ist die einem "Hüftschwung" gleichkommende spiralförmige Achsenverschiebung aus dem Zentrum heraus aus halber Höhe.

Durch diese Verschiebung ist der Wohnbereich zwischen 15. und 22. Etage teilweise um bis zu vier Meter von der Grundlinie des Gebäudes versetzt. Der Vorteil: Das ermöglicht breite Terrassen für die künftigen Bewohner.

Bis die einziehen dauert es allerdings noch. Nach Angaben von Gerd Johannsen, Pressesprecher von Commerz Real, die den Turm für ihren Immobilienfonds Hausinvest erworben hat, hat die Vermarktung erst begonnen. Die Nachfrage sei allerdings groß. 147 hochwertige Mietwohnungen* mit rund 8200 Quadratmeter Fläche gibt es in dem Hochhaus. Die durchschnittliche Miete pro Quadratmeter kostet laut Johannsen 30 Euro.

Omniturm in Frankfurt: Erste Mieter bereits eingezogen 

44 200 Quadratmeter, das entspricht rund 83 Prozent der Mietfläche, sind für Büronutzung vorgesehen. Mehr als 60 Prozent der Büroflächen sind langfristig an die US-Bank Morgan Stanley, die internationale Wirtschaftskanzlei Hogan Lovells, den globalen Immobiliendienstleister CBRE sowie eine weitere internationale Bankengruppe vorvermietet. 6500 Quadratmeter mietet der Co-Working-Anbieter Spaces. Rund 600 flexible Arbeitsplätze wird es hier geben. Morgan Stanley ist bereits eingezogen, die anderen wollen Ende des Jahres ihre Büros bezogen haben.

Frankfurt: 30 Euro Miete kostet der Quadratmeter im Omniturm 

Omniturm, der Name ist angelehnt an das lateinische Wort omni, was alle bedeutet, ist eine Anspielung auf das gleichzeitige Wohnen und Arbeiten in dem Gebäude. Neben Büros und Wohnungen wird es in dem Turm auch Restaurants und Geschäfte geben. Die ersten drei Etagen sind öffentlich zugänglich.

Baubeginn für den Omniturm war vor drei Jahren. Bei der Grundsteinlegung im Mai 2017* pries Rob Speyer, Vorstandschef des amerikanischen Immobilienunternehmens Tishman Speyer, welches das Projekt realisierte, den Omniturm als erstes Hochhaus in der Mainmetropole an, das Arbeiten und Leben auf diese Weise kombiniere. Gebäude mit unterschiedlichen Nutzungsarten bezeichnet man auch als Hybride.

Frankfurt: Omniturm setzt ökologische Maßstäbe 

Doch nicht nur bezüglich der Nutzung setzt der Omniturm Maßstäbe, auch energetisch. Tishman Speyer strebt nach Fertigstellung für den Wolkenkratzer ein LEED-Nachhaltigkeitszertifikat in Platin an. LEED steht dabei für "Leadership in Energy and Environmental Design". Dieses Verfahren setzt weltweit Maßstäbe bei der Entwicklung und Planung sogenannter "Green Buildings", also ökologisch extrem leistungsstarker Gebäude.

Dem schicken Omniturm musste übrigens ein in den 1950er-Jahren errichteter Bau auf dem einstigen Metzler-Areal weichen. Auf dem 2300 Quadratmeter großen Grundstück war das traditionsreiche Frankfurter Bankhaus Metzler in den vergangenen 200 Jahre ansässig.   Von Matthias Bittner 

In Frankfurt hat die Polizei einen Betrüger festgenommen. Dieser hatte den Mangel an Wohnungen schamlos ausgenutzt.


*fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare