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Ausblick auf die anderen Hochhäuser der Frankfurter Skyline.

"One Forty West"

One Forty West: Wohnungen stehen zum Verkauf - zu absurd hohen Preisen

In Frankfurt wird das "One Forty West", ein Luxus-Hochhaus, gebaut. Ab jetzt können die Wohnungen gekauft werden, die Preise sind aber exorbitant hoch.

Frankfurt - Ein Wohnhochhaus für gehobene Ansprüche. So wird das „One Forty West“ beschrieben. Die Lage an der Senckenberganlage ist top und auch im Inneren soll das Gebäude einiges hermachen. Auch wenn davon noch nicht viel zu sehen ist, denn seit vier Wochen ist erst der Rohbau beendet. Grund genug für den Investor Commerz Real, um zu einem Rundgang durch das Gebäude einzuladen.

Sicherheit geht vor auf der Baustelle rund um den Rohbau des „One Forty West“ an der Senckenberganlage. Kräne, Lastenaufzüge und allerlei andere Geräte beherrschen das Bild ebenso wie große Erdhaufen, Material, das gelagert wird und zahllose Bauarbeiter mit Schutzhelmen. Entsprechende Kopfbedeckungen bekommen nun auch die Pressevertreter aufgesetzt, ebenso Sicherheitsschuhe und eine gelbe Warnweste.

Frankfurt: Luxus-Hochhaus als „künftige Ikone des Frankfurter Stadtbilds“

Der Sprecher der Commerz Real, Gerd Johannsen, führt die Anwesenden eine Beton-Treppe nach oben in den ersten Stock. Hier soll einmal der Ballsaal zu großen Festivitäten laden. „Willkommen in einer künftigen Ikone des Frankfurter Stadtbildes“, sagt Johannsen. „Das Gebäude hat eine besonders interessante Architektur, ist aber auch durch seine hybride Nutzung besonders.“ Eigentums- und Mietwohnungen sowie ein Hotel soll der knapp 140 Meter hohe Turm später beherbergen.

So soll das "One Forty West" in Frankfurt aussehen, wenn es fertig ist.

„Der Verkauf hat begonnen und läuft sehr gut“, sagt Mario Schüttauf. Er ist Manager des Fonds Hausinvest und federführend beim Vertrieb der Wohnungen, die im Gebäude entstehen. Man habe bewusst gewartet, bis der Rohbau steht. Er selbst sei kein Freund davon, etwas zu verkaufen, das nur auf dem Reißbrett zu sehen ist.

Doch, betont Schüttauf, es gehe dem Investor nicht nur um den Verkauf der Wohnungen. Genauso wichtig sei eine Belebung des Quartiers zwischen dem Senckenbergmuseum und der Ludwig-Erhard-Anlage. „Wir wollen Verantwortung für das Quartier übernehmen und uns auch um das ,One Forty West' herum engagieren.“

Ausblick auf die anderen Hochhäuser der Frankfurter Skyline.

Genaue Pläne gebe es noch nicht, doch liege eine Zusammenarbeit mit dem Senckenbergmuseum auf der Hand. „Das Museum hat unglaublich viele Exponate. Möglicherweise könnten einige davon zukünftig im öffentlichen Raum platziert und erlebbar gemacht werden.“ Somit sei das „One Forty West“ nicht nur ein Silo, in dem die Menschen leben könnten. Viel mehr sollen die Wohnungen durch ein belebtes Quartier einen Lebensmittelpunkt bieten.

Frankfurt: Stattliche Preise für Wohnung im Luxus-Hochhaus

Wer hier einziehen möchte, muss allerdings tief in die Tasche greifen. Während die Preise der Mietwohnungen noch nicht festgelegt werden können, spricht Schüttauf von Kaufpreisen von 13.000 Euro pro Quadratmeter. Mindestens. Etwa die Hälfte der Wohnungen werde zum Verkauf, die andere zur Miete angeboten. Die Wohnflächen bewegen sich zwischen 40 und 135 Quadratmetern Größe.

Auf der Baustelle des "One Forty West" in Frankfurt herrscht Hochbetrieb.

Doch bevor es so weit ist, stehen die weiteren Bauphasen auf dem Programm. Das erklärt Frank-Peter Meßmer, Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung der Groß und Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft. 30 Meter tief seien die Wände in der Erde verwurzelt, sagt er. Die Fassade des Gebäudes soll bis Jahresende fertig sein.

Frankfurt: Fantastische Aussicht aus dem Luxus-Hochhaus

Für die anwesenden Pressevertreter geht es dann mit einem Lastenaufzug in die obersten Stockwerke des „One Forty West“. Und wenn ein so hoher Quadratmeterpreis gerechtfertigt ist, dann sicherlich durch die fantastische Aussicht auf die Frankfurter Skyline.

Die Fertigstellung des „One Forty West“ ist für das dritte Quartal 2020 geplant. Das Investitionsvolumen beträgt 270 Millionen Euro.

Niklas Mag

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