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Der kleine Oscar hat den Kampf gegen den Krebs verloren.

"Ohne Schmerzen von uns gegangen"

Kleiner Oscar (6) verliert Kampf gegen den Krebs - Nachricht löst Bestürzung aus

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Oscar (6) kämpfte drei Jahre lang gegen den Krebs. Nun ist der kleine Junge gestorben. Viele Menschen in Frankfurt und darüber hinaus trauern.

Update vom Freitag, 08.11.2019, 09.08 Uhr: Auf Facebook zeigen sich viele Nutzer schockiert und trauern um den kleinen Oscar, der am vergangenen Wochenende mit nur sechs Jahren an Krebs gestorben ist. FNP.de hatte über den Kampf des Jungen und seiner Eltern berichtet. Die Frankfurter Verkehrsgesellschaft VGF und Rennfahrer Timo Glock hatten mit Spenden-Aufrufen Geld gesammelt, um Oscar eine Immuntherapie in Barcelona zu ermöglichen. 

Oscars Schicksal hat die Menschen berührt, ob sie ihn persönlich kannten oder nicht. Auf unserer Facebook-Seite hinterlassen viele Nutzer Botschaften für die Eltern und geben ihrer Trauer Ausdruck. "Ruhe in Frieden kleiner Kämpfer. Viel Kraft der Familie", schreibt eine Facebook-Nutzerin, ein anderer: "Ein kleiner aber großer Held hat uns verlassen. RIP Oscar". Die Nachricht von Oscars Tod löst Bestürzung aus. "Das tut mir leid. Wo er und seine Eltern doch so gekämpft haben", schreibt ein anderer Nutzer.

Oscars (6) Schicksal bewegt die Menschen in Frankfurt und darüber hinaus

Update vom Donnerstag, 07.11.2019, 13.59 Uhr: Der sechsjährige Oscar, dessen Schicksal die Menschen in Frankfurt und auch darüber hinaus bewegt hat, ist in der Nacht zum Freitag, 01.11.2019, gestorben. Wie die Familie auf der Facebook-Seite "United for Oscar" schreibt, sei er "um vier Uhr nachts, schlafend, friedlich und ohne Schmerzen zwischen Mama und Papa, völlig entspannt von uns gegangen". 

Seit drei Jahren kämpfte Oscar gegen den Krebs. Ein sogenanntes Neuroblastom, eine Krebserkrankung des Nervensystems, war bei dem Jungen festgestellt worden, nachdem er immer öfter Schmerzen hatte. Nach einer neunmonatigen Chemotherapie galt Oscar als krebsfrei. Doch nur ein halbes Jahr später kommt die Krankheit zurück - ein neuer Tumor wird an der Rippe entdeckt, Oscar muss wieder eine Chemotherapie über sich ergehen lassen. 

Oscar (6) kämpfte drei Jahre lang gegen den Krebs

Ein Hoffnungsschimmer für Oscar und seine Eltern war eine Immuntherapie in Barcelona, deren Kosten allerdings die Krankenkasse nicht übernahm. Deshalb starteten Jens Foerster und seine Frau Paula eine Spendenaktion für die Behandlung. Dabei bekamen sie auch Unterstützung von prominenter Seite: Rennfahrer Timo Glock versteigerte ein Fan-Paket für Oscar und die VGF verbreitete den Spendenaufruf auf den Info-Screens an ihren Bahnhöfen. 

Timo Glock zeigte sich auf Facebook bestürzt über den Tod des Jungen: "Kleiner Oscar, für dich, für deine Mama und dein Papa tut es mir unendlich leid, dass der Kampf nicht belohnt wurde!!!"

Die Trauerfeier für Oscar findet am 09.11.2019 in der Friedenskirche im Gallus statt, wie die Eltern auf ihrer Facebook-Seite berichtet. Sie bitten außerdem statt Blumen um Spenden an den Verein "Hilfe für krebskranke Kinder e.V" in Frankfurt. 

Erstmeldung vom Montag, 16.09.2019, 21.07 Uhr: Frankfurt - Oscar (6) musste in seinem noch recht jungen Leben schon viel mitmachen: Operationen, Chemotherapien, Stammzelltransplantation, Bestrahlungen, Immuntherapie. Seit drei Jahren kämpft Oscar gegen eine Krebserkrankung des Nervensystems, ein sogenanntes Neuroblastom. Doch seine Zuversicht, seine Energie und seinen Lebenswillen hat der Junge dabei nie verloren.

Oscars Krankengeschichte begann vor drei Jahren. Damals quälten ihn immer häufiger Schmerzen. Erst im rechten Bein, dann in den Schultern. Die Ärzte verordneten Antibiotika und Schmerztabletten. Doch nichts half. Am 23. Dezember 2016 gab es dann die niederschmetternde Diagnose: Neuroblastom der Stufe vier, mit Metastasen in den Unter- und Oberschenkeln, in Hüfte, Wirbelsäule, Schulter, Schädel und Knochenmark. Kurz nach Weihnachten musste der Junge in die Frankfurter Universitätsklinik zur Chemotherapie.

Neun Monate nach der Diagnose gilt Oscar als "krebsfrei" – ein halbes Jahr später ist die Krankheit zurück

Viele Strapazen muss er über sich ergehen lassen, bis er neun Monate später als "krebsfrei" gilt. Die Freude ist groß bei der Familie, doch schon ein halbes Jahr später wird ein neuer Tumor an einer Rippe entdeckt. Oscars Behandlungsmarathon beginnt von vorne.

"Momentan geht es Oscar recht gut", erzählt sein Vater Jens Foerster. "Er hat zwar abermals seine Haare verloren, aber er kann wieder ein bisschen laufen." Vor einigen Wochen sah das noch ganz anders aus. Der kleine Junge konnte plötzlich nicht mehr laufen. Es wurden neue Metastasen am Kopf und im Mund entdeckt. Zwei Chemotherapien waren nötig, um das Wachstum der Metastasen zu stoppen. "Das ist wichtig", sagt Foerster. "Oscar muss einen stabilen Krankheitsverlauf haben, damit er in Barcelona behandelt werden kann."

Barcelona ist der Hoffnungsschimmer für die Familie. Dort wird eine Immuntherapie angeboten, die in einer Krebsklinik in New York entwickelt wurde. Sie soll wirksamer sein als die in Deutschland angebotenen. Der Haken: Zwar handelt es sich um eine offizielle europäische Studie, doch die endgültige Zulassung fehlt noch. Deshalb übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten von mindestens 200.000 Euro dafür nicht. Deshalb haben Jens Foerster und seine Frau Paula eine Spendenaktion ins Leben gerufen.

Spenden für Impfungen in New York – Immuntherapie in Barcelona

"Ehrlicherweise muss man sagen, dass wir das Geld für die Immuntherapie zusammenhaben", sagt Foerster. Das Geld sei auch schon an die Klinik in Barcelona überwiesen, am Sonntag geht der Flug von Oscar und seinen Eltern in die spanische Großstadt. "Aber nach der Behandlung ist vor der Behandlung", sagt Foerster. Denn mit der Immuntherapie sei es nicht getan, um das Neuroblastom zu besiegen. Anschließend braucht Oscar Impfungen, die ausschließlich in der Krebsklinik in New York angeboten werden. Weitere 160.000 Euro sind nötig.

"Mit diesen Spritzen wird das Immunsystem dauerhaft in die Lage versetzt, Neuroblastom-Zellen zu erkennen", erklärt Foerster. Sprich: Eine Wiederkehr des Tumors soll vermieden werden. Der Vater sagt: "Mit der Immuntherapie und den Impfungen in Kombination wird die Gefahr, dass der Krebs wiederkommt, um 20 bis 30 Prozent reduziert."

Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) und Rennfahrer Timo Glock unterstützen Oscar

Deshalb sammelt die Familie nun weiter Geld. Unterstützung bekommt sie dabei jetzt von der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF). Seit gestern läuft auf den großen Info-Screens in den U-Bahnhöfen Hauptbahnhof, Hauptwache, Konstablerwache, Bockenheimer Warte, Festhalle/Messe und Südbahnhof ein Spendenaufruf für Oscar - zehn Tage lang, 110-mal pro Tag. "Uns hat Oscars Schicksal bewegt", sagt VGF-Sprecher Bernd Conrads. "Im Rahmen unseres sozialen Engagements unterstützen wir auch gerne Einzelschicksale, wenn es wie bei dem Jungen um Leben und Tod geht."

Hilfe kommt zudem von dem DTM-Rennfahrer Timo Glock. Über das Auktions-Portal "United Charity" (www.unitedcharity.de) versteigert er ein Fan-Paket, zu dem unter anderem ein Original-Rennanzug sowie ein signiertes Helm-Visier gehören. Die Auktion läuft noch bis zum 4. Oktober. Derweil freut sich Oscar auf Barcelona. "Er ist sehr entspannt und zuversichtlich", sagt Foerster. Hat er die Behandlung hinter sich, bekommt er einen Hund. Das hat ihm seine Mutter versprochen. Doch zuvor, da muss Oscar noch mal all seine Kraft zusammennehmen und kämpfen.

Von Julia Lorenz und Anna Grösch

Ein kleiner Junge aus Langen leidet an der selben Krebserkrankung wie der kleine Oscar. Die Eltern haben mit Unterstützung vieler Menschen in den letzten Wochen und Monaten Spenden gesammelt um dem kleinen Elliot eine Therapie in New York ermöglichen zu können. Jetzt haben sie ihr Spendenziel erreicht. 

Info: So können Sie spenden

Um über Oscars Erkrankung und die Krebstherapien zu berichten, haben Jens und Paula Foerster eine Homepage eingerichtet: www.unitedforoscar.com. Außerdem gibt es einen Account bei Facebook und Instagram. Dort informieren sie auch über die Spendenaktion, mit der sie Geld für die Immuntherapie in Barcelona sammeln. Spenden sind über den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt möglich. Die IBAN-Nummer ist: DE 1350 8501 5000 0078 1053, das Stichwort lautet "Oscar". jlo

In Limburg lebt Leona Michel (22), die ebenfalls an Krebs erkrankt ist. Ein Film im TV über ihr Leben bewegt.


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