1. Startseite
  2. Frankfurt

Mordverdacht in Frankfurt: Frauenleiche entdeckt - 38-Jähriger gefasst

Erstellt:

Von: Alexander Gottschalk

Kommentare

Auf einem Brachgelände am Frankfurter Ostbahnhof findet die Polizei im Januar eine Frauenleiche. Nun sitzt ein Tatverdächtiger in Haft.
Auf einem Brachgelände am Frankfurter Ostbahnhof findet die Polizei im Januar eine Frauenleiche. Nun sitzt ein Tatverdächtiger in Haft. © Daniel Vogl/dpa/Symbolbild

Im Januar wird in Frankfurt die Leiche einer 40-Jährigen gefunden. Die Polizei macht den Fall zunächst nicht öffentlich. Nun hat sie aber einen Fahndungserfolg zu verkünden.

Frankfurt - Nach dem Fund einer Frauenleiche am Frankfurter Ostbahnhof im Januar hat die Polizei am Freitag (18.02.2022) einen 38 Jahre alten Tatverdächtigen festgenommen. Der Mann sitzt nun in Untersuchungshaft, wie die Ermittlungsbehörden am Dienstag (22.02.2022) mitteilen. Es besteht Mordverdacht. Einzelheiten zu den Vorwürfen gegen den 38-Jährigen wollten die Frankfurter Beamten auf Nachfrage aus „ermittlungstaktischen Gründen“ nicht nennen.

Genau vor einem Monat, am Morgen des 22. Januar, hatte ein Passant auf einem Brachgelände am Ostbahnhof Frankfurt* einen leblosen Körper in einem Wohnwagen entdeckt. Der Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau festhalten. Im Anschluss stellte die Polizei über 14 Stunden lang umfangreiche Untersuchungen am Tatort an. Die Obduktion des Leichnams bestätigte schließlich die Annahme, dass ein Gewaltverbrechen vorlag.

Tote am Ostbahnhof Frankfurt gefunden: Sie galt zuvor als vermisst

Bei der Getöteten handelt es sich um eine 40-Jährige, die bereits seit Mitte Januar vermisst wurde. Die Frau sei „kurz zuvor aufgrund einer psychischen Erkrankung unverschuldet in die Obdachlosigkeit abgerutscht“, berichtete die Polizei Frankfurt. Den leerstehenden Wohnwagen auf dem Brachgelände habe sie in der Vergangenheit als Schlafplatz genutzt. In welchem Verhältnis das mutmaßliche Mordopfer zum Tatverdächtigen stand, ist nicht bekannt.

Ein DNA-Abgleich brachte die Mordkommission auf die Spur des 38-Jährigen. Der Tatverdacht habe sich im Zuge der Ermittlungen, die teils verdeckt geführt worden seien, „erhärtet“, hieß es aus dem Polizeipräsidium. Mithilfe einer Spezialeinheit nahmen die Beamten den Mann schließlich in einer Unterkunft in der Schielestraße im Frankfurter Ostend fest. Zu einem möglichen Motiv machte ein Polizeisprecher zunächst keine Angaben.

Leichenfund an Frankfurter Bahnhof: Fall bewusst nicht öffentlich gemacht

Die Frankfurter Polizei habe den Fall der getöteten 40-Jährigen bewusst nicht schon im Januar öffentlich gemacht, um die Ermittlungen nicht zu gefährden, erläuterte der Sprecher weiter. In anderen vergleichbaren Fällen ging man in der Vergangenheit bereits anders vor, zum Beispiel bei der „Toten vom Ikea-Parkplatz“. 2016 war eine Frau tot in der Nähe eines Frankfurter Möbelmarktes gefunden worden*. Weil die Polizei lange im Dunkeln tappte, schaffte es der Fall bis ins Fernsehen. 2021 begann schließlich der Prozess gegen die mutmaßlichen Mörder. (ag) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion