Bodo Pfaff-Greiffenhagen ist Anwohner und Ortsbeiratsmitglied und beobachtet den Verkehr in der Wittelsbacherallee mit großer Sorge.
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Bodo Pfaff-Greiffenhagen ist Anwohner und Ortsbeiratsmitglied und beobachtet den Verkehr in der Wittelsbacherallee mit großer Sorge.

Raserei im Ostend

Freie Fahrt für Raser: Stadt lehnt Blitzanlage ab - Anwohner sind besorgt

Die Ecke Wittelsbacher/Freiligrathstraße bereitet Fußgängern im Frankfurter Ostend Sorgen. Die Stadt sieht dagegen keine Gründe für Maßnahmen.

  • Anwohner im Ostend sind wegen einer Kreuzung besorgt.
  • An der Ecke Wittelsbacher/Freiligrathstraße fühlen sich viele gefährdet.
  • Die Stadt Frankfurt sieht kein Problem.

Frankfurt - Die Wittelsbacherallee lädt an manchen Stellen zum Rasen ein. Das beunruhigt vor allem Fußgänger, die die Straße überqueren müssen. Vor allem zwei Ampelanlagen bereiten Bodo Pfaff-Greiffenhagen (CDU) seit Jahren große Sorgen. Denn wo sich die Allee mit der Freiligrathstraße trifft, durchfahren Autos gleich zwei Ampelanlagen nacheinander, die nur wenige Meter Abstand haben.

Fahrt nach Frankfurt rein ist besonders gefährlich

Das Problem dabei ist schnell erkannt: Stadteinwärts fahrende Autos treffen zwar zuerst auf die Ampel an der Ecke Freiligrathstraße, doch die dahinterliegende Ampel an der Ecke Bornheimer Landwehr zeigt zuerst das rote Licht an. „Das führt dann dazu, dass viele Autofahrer die erste Ampel übersehen oder diese noch schnell bei Gelb überfahren wollen“, vermutet Pfaff-Greiffenhagen, Mitglied im Ortsbeirat 4.

Seit vielen Jahren wohnt er hier und hat bereits seinen Kindern früh eingeimpft, an dieser Fußgängerampel ganz besonders vorsichtig zu sein. Doch nicht nur die Schaltung der Ampeln sei problematisch, findet er, generell müsste der Verkehr auf der großen Einfahrtsstraße entschleunigt werden: „Viele hoffen hier auf die grüne Welle und geben Gas. Ich habe an dieser Stelle schon viele gefährliche Situationen erlebt, denn der Überweg ist natürlich von Fußgängern stark frequentiert.“

Frankfurt-Ostend: Anwohner in Sorge - „Wird erst dann etwas gemacht, wenn mal etwas passiert“

Diskutiert werde ständig über die Geschwindigkeit auf der Wittelsbacherallee, erzählt Pfaff-Greiffenhagen. Auch im Ortsbeirat sei schon öfter ein Blitzer Thema gewesen, der den Verkehr vor den beiden gefährlichen Ampelanlagen entschleunigen könnte. „Bisher war aber kein Wille zur Veränderung da. Wir Anwohner haben die Sorge, dass erst dann etwas gemacht wird, wenn hier wirklich mal etwas passiert.“

Dem Straßenverkehrsamt ist die Stelle auf der Wittelsbacherallee bekannt, doch sieht die Stadt die Lage nicht dramatisch: „Weder an der Ampel an der Freiligrathstraße noch an der Ecke Bornheimer Landwehr gibt es Unfallhäufungen, auch nicht bezüglich der Missachtung des Rotsignals“, heißt es auf Anfrage. Dies wäre jedoch die Voraussetzung für die Installation eines Blitzers an dieser Stelle. „Da diese nicht gegeben ist, scheidet die Installation einer solchen Anlage aus.“

Stadt Frankfurt: Übersehen der Ampel ist „quasi nicht möglich“

Generell seien beide Ampeln für die Autofahrer gut zu erkennen, jeweils links, rechts und über der Straße würden die Signalgeber hängen. „Ein Übersehen dieser drei Signalgeber ist quasi nicht möglich“, so das Straßenverkehrsamt.

Jedoch sei nicht auszuschließen, dass einige Autofahrer bewusstes Fehlverhalten an den Tag legten, dem nur schwer beizukommen sei. Deshalb wolle man sich die Situation vor Ort nun noch einmal genau anschauen: „Wir werden überprüfen, ob durch das Eindrehen der Signalgeber die Situation für den Autofahrer etwas verbessert werden kann.“ Von Niklas Mag

Auch wenn die Kreuzung nicht als Unfallschwerpunkt gilt: Wenige Meter weiter kam es bereits zu einem schweren Unfall.

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