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Vor vier Jahren duellierten sich die Frankfurt Pirates noch in der GFL 2 mit dem heutigen Erstligisten Universe ? vor mehreren tausend Zuschauern in der WM-Arena. Die Wege der Teams trennten sich dann, nun peilen die goldschwarzen ?Piraten? die Rückkehr in die Zweitklassigkeit an. Archivfoto: Schüler

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Frankfurt Pirates: Vom Abstiegskandidaten zum Aufstiegsanwärter

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Am vergangenen Wochenende startete die Regionalliga Mitte in die neue Saison. Nur fünf Teams nehmen 2018 in dieser Spielklasse teil. Für die Frankfurt Pirates gibt es nur ein Ziel: Rückkehr in die German Football League 2 (GFL 2).

In der vergangenen Saison wären sie fast havariert, die „Piraten“. Nach Abschluss der ersten Saisonhälfte lagen die Frankfurt Pirates auf dem letzten Platz der Regionalliga Mitte, alle Partien gingen zu ihren Ungunsten aus. Doch dann startete die Mannschaft von Clubchef und Trainer Keith Williams eine Aufholjagd und schaffte noch auf sportlichem Weg den Klassenerhalt mit drei Siegen aus fünf Partien. „Wir hatten zunächst keinen vernünftigen Quarterback, einige waren auch verletzt“, sagt der gebürtige US-Amerikaner. Doch mit Andrew Matthews aus Las Vegas war dann der richtige Mann gefunden für die Spielmacherposition.

In dieser Saison erwartet Coach Williams stabilere „Piraten“ auf dem Feld. Er sieht sein Team gewappnet für den Kampf um den ersten Platz, der den Aufstieg in die GFL 2 garantiert. „Wir müssen Darmstadt schlagen“, sagt der Mann aus dem US-Bundesstaat Missouri. Die Diamonds belegten 2017 hinter dem ungeschlagenen Aufsteiger Montabaur den zweiten Rang. Etwa 50 Spieler stehen in seinem Kader, über Try-outs gab es einige Neuzugänge. Zum Auftakt klappte das Zusammenspiel schon mal recht gut. Im ersten Heimspiel besiegten die „Piraten“ die Kassel Titans mit 30:6. Im anderen Match ließ Darmstadt dem Neuling Trier Stampers keine Chance (41:0).

Vorige Runde bestand die Regionalliga Mitte noch aus sechs Mannschaften, diesmal sind es nur fünf – acht ist eigentlich die Sollstärke. Aus der Südstaffel der GFL 2 kam kein Team in die Regionalliga Mitte runter, aus der Oberliga Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar ersetzt Meister Trier Stampers den Absteiger Kaiserslautern Pikes. In dieser Saison stellt Hessen eine eigene Oberliga, daran nehmen ebenso nur fünf Teams teil.

Auch das zweite Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Trier findet auf dem Sportplatz an der Miquelallee statt. „Der neue Platz ist noch nicht fertig“, sagt Keith Williams. Künftig ist der Römerhof die Spielstätte, das ist die Anlage de PSV Grün-Weiß. „Hoffentlich können wir im Juni dort spielen.“ Am zehnten Tag des Monats empfangen die Pirates dann die Mainz Golden Eagles. Das abschließende Heimspiel könnte ein „Endspiel“ werden, denn am 22. Juli erwarten die „Piraten“ die Darmstädter „Diamanten“. Dann zählt es, Beute zu machen – für die Rückkehr in die Zweitklassigkeit.

(fri)

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