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Drei Brände wurden in der Liebigschule entfacht. Derzeit ist ein Wachdienst engagiert, der das Gelände kontrolliert. 

Stadt reagiert

Nach Brandstiftung: Stadt prüft Videoüberwachung für die Liebigschule 

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Nach drei Bränden an Müllcontainern auf dem Gelände der Liebigschule in Frankfurt prüft die Stadtverwaltung den Einsatz von Kameras.

  • Liebigschule in Frankfurt Praunheim leidet unter Brandstiftung
  • Stadtverwaltung prüft Einsatz von Kameras
  • Wachdienst soll Täter abschrecken

Frankfurt Praunheim - Es war stets am Wochenende und zu nachtschlafender Zeit, als der oder die Täter zuschlugen und Müllcontainer auf dem Gelände der Liebigschule an der Kollwitzstraße entzündeten. Glück im Unglück, denn so kamen zumindest keine Personen zu Schaden. Dreimal binnen zwei Jahren nun schon gingen Container am Gymnasium in Flammen auf.

Deswegen hat die Stadt Frankfurt jetzt reagiert. "Derzeit begeht ein Wachdienst das Schulgelände und informiert die Polizei, sobald Personen auf dem Schulgelände gesichtet werden", sagt Bau- und Immobiliendezernent Jan Schneider (CDU) und reagiert damit auf die besorgte Nachfrage des bildungspolitischen Sprechers der FDP, Stefan von Wangenheim. Er wollte wissen, ob es möglich sei, das Gelände abends und nachts mit Videokameras zu überwachen, um mögliche Brandstifter zu überführen. Die Option einer Kameraüberwachung werde derzeit unter Einbeziehung des städtischen Datenschutzbeauftragten geprüft, so Schneider.

Frankfurt Westhausen: Dreimal Container an der Liebingschule angezündet

Es war Freitag, 29. Dezember 2018, als zum ersten Mal Container angezündet wurden. Diese standen im Eingangsbereich der Liebigschule, das Feuer ging nicht auf Gebäude über und konnte recht schnell gelöscht werden.

Weniger glimpflich ging es ein Jahr später aus. Am Samstag, 7. Dezember 2019, musste die Feuerwehr Frankfurt wieder zum Gymnasium an der Kollwitzstraße ausrücken, weil Container brannten. Die Flammen griffen zudem auf den sogenannten IPI-Bau, in dem in erster Linie die Fünftklässler unterrichtet werden, über. Teile der Außenfassade und eine Eingangstür wurden beschädigt, es entstand ein Sachschaden in Höhe von 25 000 Euro.

Frankfurt Westhausen: Wachdienst und Grünschnitt gegen Brandstifter

Das jüngste Feuer an der Liebigschule wurde vor gerade einmal zwei Wochen gelegt: in der Nacht auf Montag, 16. Februar. Kinder, die mit einer Aufsichtsperson in der Schule übernachteten, entdeckten die kokelnden Mülltonnen im Eingangsbereich. Sie riefen nicht nur die Feuerwehr, sondern löschten die Tonnen auch ab. Darin hatten sich glücklicherweise noch keine Flammen gebildet. Durch die schnelle Reaktion der Kinder kam es zu keinen weiteren Schäden. Ob der Vorfall mit den vorangegangenen Brandstiftungen zusammenhängt, sei Gegenstand der Ermittlungen, so die Polizei Frankfurt.

Neben dem Wachdienst sei zudem "ein umfangreicher Grünschnitt" erfolgt, sagt Schneider. Zur Abschreckung möglicher Täter und damit das Gelände der Liebigschule besser einsehbar sei. Des Weiteren seien die Mülleimer auf dem Schulhof fest verankert worden, und es sollten Leuchten mit Bewegungsmeldern auf dem Schulgelände installiert werden.

von Judith Dietermann

Ein weiteres Problem an der Liebigschule im Frankfurter Nordwesten ist der „Elternlieferverkehr“ an der Siedlung Westhausen. 

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