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Festnahme nach Angriff auf Person aus queerer Community: Video liefert offenbar Hinweis auf Tatderächtige

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Von: Sebastian Richter

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In Frankfurt wird eine Person aus der queeren Community angegriffen. Die Polizei hat drei Tatverdächtige geschnappt – ein Video lieferte wohl den entscheidenden Hinweis.

Frankfurt – Nach einem homofeindlichen Übergriff in der Innenstadt vor etwa zwei Monaten hat die Polizei Frankfurt drei mutmaßliche Täter festgenommen. Wie die Beamten am Mittwoch (5. Oktober) berichten, seien zuvor Wohnungen durchsucht worden. Videoaufnahmen brachten demnach den entscheidenden Hinweis.

Der Haupttäter soll ein 21 Jahre alter Mann aus Griesheim gewesen sein. Außerdem ergaben sich Hinweise auf eine 22-jährige mutmaßliche Mittäterin – ebenfalls aus Griesheim – und einen 22-jährigen Tatverdächtigen aus Hattersheim. Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten Beweismittel sicher, „unter anderem die bei der Tat getragene Kleidung“, wie es in einem Bericht der Polizei heißt. Die Kleidung konnte offenbar durch ein Video, das von der Tat gemacht wurde, identifiziert werden.

Eine Regenbogenfahne weht vor der Justitia-Statue am Frankfurter Römer. Die Polizei hat mehrere Tatverdächtige festgenommen, die für einen homophoben Angriff verantwortlich gemacht werden. (Archivfoto)
Eine Regenbogenfahne weht vor der Justitia-Statue am Frankfurter Römer. Die Polizei hat mehrere Tatverdächtige festgenommen, die für einen homofeindlichen Angriff verantwortlich gemacht werden. (Archivfoto) © Arne Dedert/dpa

Queerfeindlicher Angriff in Frankfurt: Polizei nimmt Tatverdächtige fest

Der Vorfall ereignete sich bereits am 6. August 2022. Dabei wurde ein 22 Jahre alter Geschädigter aus der LGBT*IQ-Community in Frankfurt von mehreren Personen zunächst beleidigt und anschließend mit einer abgebrochenen Flasche an der Hand verletzt sowie mit Pfefferspray besprüht, wie die Polizei schreibt.

Für die Ermittler bestätigte sich der Verdacht, dass der Angriff einen „homophoben Hintergrund“ habe, heißt es weiter. Die drei Tatverdächtigen sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Gegen sie wird wegen Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Im Juli hatte die Polizei angekündigt, auf die in letzter Zeit vermehrt auftretenden queerfeindlichen Angriffe zu reagieren. Dafür will die Polizei ihre Präsenz in der Innenstadt erhöhen. (spr)

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