Projektentwicklung

Frankfurt: Richtfest für "Marie" gefeiert

  • Matthias Bittner
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Die ersten Bewohner der Eigentumswohnungen ziehen 2021 ein. Ein Glockenturm wurde jetzt auf den Dachstuhl aufgesetzt und erinnert an das frühere St. Marien-Krankenhaus dort.

Jetzt ist das i-Tüpfelchen des Bauprojektes "Marie" an Ort und Stelle: Der Glockenturm wurde auf den Dachstuhl aufgesetzt. Dieser ist eine exakte Nachbildung des historischen Glockenturms, der ursprünglich auf dem Dach der Kapelle des früheren St.-Marienkrankenhauses in der Richard-Wagner-Straße zu finden war. Gleichzeitig wurde damit symbolisch das Richtfest gefeiert. Die Arbeiten am Dachstuhl und am Rohbau sind damit abgeschlossen.

Projektentwickler Instone errichtet auf dem einstigen Klinikareal 181 Eigentumswohnungen, davon sind 14 öffentlich gefördert. Außerdem entsteht in dem Gebäude eine Kindertagesstätte.

Äußerlich wird das Projekt "Marie" in Teilbereichen der ursprünglichen Architektur nachempfunden. Ebenso wird im früheren Schwesternwohnheim des ehemaligen St.-Marienkrankenhauses mit 55 geförderten Mietwohnungen und einer weiteren Kita neues Leben einziehen.

Die Fertigstellung der Gemeinschaftsflächen ist für das Frühjahr 2021 vorgesehen, im vierten Quartal 2021 werden voraussichtlich die ersten Bewohner einziehen können. Derzeit sind noch Wohnungen mit drei bis sechs Zimmern verfügbar. Um einen Eindruck vom Flair des zukünftigen Wohnensembles zu erhalten, können ab sofort zwei Musterwohnungen besichtigt werden. Infos sind unter www.marie-frankfurt.de im Internet zu finden.

Der Grundstein für das St-Marienkrankenhaus war 1904 gelegt worden. Im Gegensatz zu ehemaligen Patienten oder Müttern, die ihre Kinder im Marienkrankenhaus geboren haben, bedauerten Nachbarn den Wegzug der Klinik nicht. Rüdiger Koch, der seit mehr als 30 Jahren in der Brahmsstraße wohnt und Fraktionsvorsitzender der SPD im Ortsbeirat 3 ist, bestätigt das. Die Situation der Anwohner sei stets eine zweischneidige gewesen, sagt er. Denn Lärm durch Lüftungsanlagen und Lieferverkehr sowie "merkwürdige Gerüche" seien eine Belastung gewesen.

Die meisten Mitarbeiter und Abteilungen des St.-Marienkrankenhauses sind in einen Neubau an der Ginnheimer Straße unmittelbar neben dem Elisabethen- Krankenhaus in Bockenheim umgezogen. bit

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