Die Linie U8 verbindet den Riedberg mit der Innenstadt. Der Takt soll von 15 auf zehn Minuten verkürzt werden.
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Die Linie U8 verbindet den Riedberg mit der Innenstadt von Frankfurt. Der Takt soll von 15 auf zehn Minuten verkürzt werden.

VGF und Traffiq

Besserer Anschluss für den Riedberg: Was VGF und Traffiq in Frankfurt ändern

  • Dennis Pfeiffer-Goldmann
    vonDennis Pfeiffer-Goldmann
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Die U-Bahnlinie 8 fährt ab 13. Dezember häufiger. Geplant ist ein 24-Stunden-Netz aus Metrobuslinien. Das bringt einige Veränderungen für Frankfurt-Riedberg mit sich.

  • In Frankfurt soll der Riedberg einen besseren Anschluss bekommen.
  • Betroffen sind die U7, U8, U9 und die Straßenbahnlinien 11, 12 und 19.
  • Die Änderungen sollen mit dem nächsten Fahrplanwechsel kommen.

Frankfurt - Etwas mehr Platz für Fahrgäste in U-Bahnen und Straßenbahnen will die Stadt Frankfurt ab dem nächsten Fahrplanwechsel bieten. Besonders auf U7, U8 und U9 sowie den Straßenbahnlinien 11, 12 und 19 werden mehr Wagen eingesetzt. Zudem wird der Riedberg spürbar besser an die Innenstadt angeschlossen.

So soll die U8 ab dem 13. Dezember tagsüber alle zehn Minuten statt nur alle Viertelstunde aus dem neuen Stadtteil bis zum Südbahnhof fahren. Weil auf dem gemeinsam genutzten Abschnitt ab Heddernheim die Kapazität fehlt, muss dafür das Angebot der U1 etwas reduziert werden. Sie fährt dann ebenso alle zehn Minuten statt bisher alle 7,5 Minuten.

Frankfurt-Riedberg: VGF soll Aufgabe übernehmen - U 8 wird weiter ausgebaut

Der Magistrat hat für diese Veränderungen die weitere Direktvergabe des Betriebs auf den lokalen Schienenstrecken an die städtische Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) auf den Weg gebracht. Das Stadtparlament muss darüber noch beraten und Ja sagen.

Das Angebot der U8 wird demnach noch weiter ausgebaut. Am Wochenende beginnt der enge Tagestakt auf der Linie früher als bisher. Und wegen der starken Nachfrage wird das Angebot in der Nacht verdoppelt: In den Nächten zu Samstagen, Sonn- und Feiertagen rollt die U8 alle 15 Minuten zwischen Südbahnhof und Riedberg.

Auf mehr Platz können sich Fahrgäste in der U7 Enkheim-Heerstraße freuen. Vier der zehn Züge während der Hauptverkehrszeiten sollen ab dem Fahrplanwechsel mit vier statt bislang nur drei Wagen fahren. Länger werden auch die U9-Züge zwischen Ginnheim und Nieder-Eschbach. Sie verkehren morgens in der Hauptverkehrszeit stets statt nur abwechselnd mit zwei Wagen. Möglich werden sollen die längeren U-Bahnen, weil die VGF mit der Lieferung von zusätzlichen Mittelwagen rechnet. 22 davon hatte sie 2018 nachgeordert bei Hersteller Bombardier. Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) rechnet damit, dass diese wohl ab Herbst geliefert werden.

Im Zuge des VGF-Bauvorarbeiten sollen mehrere Gleise erneuert werden. Diese Strecken sind betroffen.

Frankfurt-Riedberg: Traffiq will ein 24-Stunden-Busnetz einführen

Auf größere Veränderungen zum Fahrplanwechsel müssen sich vor allem die Fahrgäste in den Bussen einstellen. Denn zum 13. Dezember will die städtische Nahverkehrorganisation Traffiq ein 24-Stunden-Netz aus Metrobuslinien einführen. Diese fahren tagsüber alle zehn Minuten, sonst alle Viertelstunde und nachts hindurch alle halbe Stunde. Dafür wird auch das Nachtnetz komplett umgekrempelt. Die meisten bisherigen Nachtbusse werden ersetzt durch die neuen Metrobuslinien sowie neue Nachtbusse, die direkt entlang der U-Bahn- und Straßenbahnlinien verkehren und deren Nummern tragen - außer natürlich in den Nächten zu Samstagen, Sonn- und Feiertagen, wenn die Bahnen selbst rollen.

Damit das Angebot von Trams und Metrobussen für die Fahrgäste einheitlich wird, passt Frankfurt daher auch die Taktzeiten der Straßenbahnlinien 14 und 15 an. Diese fahren von Bornheim in den Gallus und vom Südbahnhof nach Niederrad unter der Woche abends sowie an Samstagen tagsüber häufiger, nämlich alle zehn statt bisher alle 15 Minuten.

Frankfurt-Riedberg wird besser angeschlossen: Andere Straßenbahnen brauchen länger

Andere Straßenbahnen haben dagegen das Problem, dass sie nur noch langsamer als bisher durch die Stadt kommen. Besonders im Bereich Hauptbahnhof Frankfurt*/Baseler Platz sowie in der Garten- und der Schweizer Straße benötigen die 11, 12, 16, 17, 19 und 21 oft länger als im Fahrplan vorgesehen. Deshalb werden nun einige Minuten Fahrzeit hinzugegeben. Dadurch werden auf den Linien 11, 12 und 19 jeweils ein weiterer Zug nötig.

Das Mehr an der Schiene taxiert Verkehrsdezernent Oesterling laut der Beschlussvorlage auf knapp 3,1 Millionen Euro. Hinzu kommen diverse Sonderleistungen wie Zusatzverkehre zu Großveranstaltungen, ebenso der barrierefreie Umbau von Haltestellen. Dafür sollen weitere 4,8 Millionen Euro fließen.

Auf der langen Liste des Haltestellenumbauprogramms in Frankfurt stehen sowohl Stationen, bei denen der Umbau bereits läuft, wie auch diejenigen, für die das geplant ist. Dazu gehören beispielsweise der Stopp Karmeliterkloster in der Altstadt und der Halt Hahnstraße/Lyoner Quartier in Niederrad. Ausgebaut werden sollen auch beispielsweise die Haltestellen Frauenfriedenskirche, Niederräder Landstraße, Frauenhofstraße, Haardtwaldplatz, Hessendenkmal, Hospital zum Heiligen Geist und Schwarzwaldstraße. (Von Dennis Pfeiffer-Goldmann)

Das ist längst noch nicht alles. Frankfurt könnte bald die Supertram bekommen.

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