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Noch ist das Marabu-Küken im Zoo Frankfurt klein. Schon in vier Monaten soll es flügge sein.

Vogel-Babys

Riesen-Erfolg für den Zoo Frankfurt: Niedliches Marabu-Baby geschlüpft

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Die Marabus im Zoo Frankfurt haben erstmals Nachwuchs. Und auch, wenn die Vögel mit ihrer Glatze nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen, haben sie viele Fans. Besucher müssen sich allerdings beeilen, wenn sie noch was vom Küken sehen wollen.

  • Marabus im Zoo Frankfurt erstmals mit Nachwuchs
  • Zoo-Direktor stolz auf erfolgreiche Zucht der Marabus
  • Marabus sind in den Vogelhallen zu sehen 

Frankfurt – Gut Ding will ja bekanntlich Weile haben. So auch bei den Marabus im Zoo Frankfurt. Schon seit vier Jahren wohnen Henne Mara und Hahn Bu zusammen - jetzt hat es zwischen beiden geknistert. Schon Ende vergangenen Jahres beobachteten die Pfleger Paarungsversuche und Nistaktivitäten der Marabus. Am 04.01.2020 dann legte Henne Mara ihr erstes Ei.

Marabu-Pärchen seit fünf Jahren im Zoo Frankfurt

Mit fünf Jahren ist Mara nach Angaben des Zoo Frankfurt noch jung für ihren ersten Nachwuchs. Ob das der Grund war, warum ihr Gefährte Bu sie während der Brut nicht ans Nest ließ, ist nicht klar. Der Marabu-Mann hat sich nämlich vollständig alleine um das Gelege gekümmert. Normalerweise ist das bei den afrikanischen Vögeln Aufgabe beider Elternteile. Dem Nachwuchs hat es jedenfalls nicht geschadet. Am 07.02.2020 schlüpfte der kleine Vogel mit noch unbekanntem Geschlecht. Die Brut dauerte 35 Tage.

Marabu-Papa Bu kümmert sich im Zoo Frankfurt liebevoll um sein Küken.

Marabu-Familie hat schon viele Fans in Frankfurt

Und auch, wenn Marabus mit ihrem Äußeren nicht dem typischen, gefiederten Schönheitsideal entsprechen, ist die Begeisterung über den kleinen glatzköpfigen Vogel in sozialen Netzwerken groß. „Wünsche alles Gute der neuen Familie“, schreibt eine Userin bei Facebook. „Ich bin verliebt“, schwärmt eine andere auf der Seite des Zoo Frankfurt.

Direktor des Zoo Frankfurt stolz auf Marabu-Nachwuchs

„Ich freue mich, dass bei den eindrucksvollen Marabus die Erstzucht im Frankfurter Zoo gelungen ist“, erklärte die für den Zoo zuständige Dezernentin Dr. Ina Hartwig (SPD). Auch der Direktor des Zoo Frankfurt, Dr. Miguel Casares, ist erfreut über den Erfolg der Marabus. „Erfolgreiche Nachzuchten sind meist erst ab einem Alter von sechs zu erwarten“, erklärte Casares. In Zoos in Europa werden die Vögel mit den langen Schnäbeln häufig gehalten. Eine Nachzucht gelinge aber nur selten, teilte der Zoo Frankfurt mit. 

Marabus im Zoo Frankfurt stammen aus Afrika

In freier Wildbahn sind Marabus in Südasien und Afrika zu finden. Die Art, die im Zoo Frankfurt zu sehen ist, stammt aus den Steppen südlich der Sahara. Dort leben die fast kahlköpfigen Vögel oft weit entfernt von Wasserstellen. Zu ihrer Nahrung gehört vor allem Aas. Dank ihres großen Schnabels können die Verwandten der Störche tief in Kadaver eintauchen. So kommen sie gut an Gedärme und andere innere Köstlichkeiten. Dank ihres kahlen Kopfes können sich Marabus leichter reinigen als gefiederte Vögel. 

Marabu-Küken im Zoo Frankfurt in vier Monaten flügge

Während die beiden Marabu-Eltern rund 1,40 bis 1,50 Meter groß sind, ist ihr Nachwuchs im Zoo Frankfurt noch sehr viel kleiner. Schon in rund vier Monaten wird das Kleine aber selbstständig werden. Es ist zu befürchten, dass es dann auch an Niedlichkeit verloren haben wird. Bis dahin werden sich Mara und Bu um ihr Küken kümmern. 

Wer einen Blick auf den Nachwuchs werfen will, kann die Marabus im Zoo Frankfurt in den Faust-Vogelhallen im Winter von 9 bis 16.30 Uhr besuchen kommen. 

Unerfreuliche Nachrichten gab es hingegen für den Zoo Frankfurt zu Jahresbeginn: Die Besucherzahlen sind 2019 deutlich gesunken. Die Stadt nennt den Grund für den Schwund.

Die einsamen Stunden für Kamel Hira im Zoo Frankfurt sind zu Ende: Sie bekommt eine neue Mitbewohnerin. Kameldame Arya kommt aus Erfurt.

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