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Chihuahua brutal gequält

Entführt und dann misshandelt

Frau quält und würgt Hund in U-Bahn - Dann greifen andere Fahrgäste ein

Eine Frau hat einen kleinen Hund in der U-Bahn schwer misshandelt. Sie hatte das Tier zuvor vor einem Supermarkt entführt.

Update vom Dienstag, 17.12.2019, 16.05: Wegen des Diebstahls und der Misshandlung eines Hundes ist eine Frau vom Landgericht Frankfurt dauerhaft in die Psychiatrie eingewiesen worden. Die Richter gaben in der am Dienstag bekannt gewordenen Entscheidung dem Antrag der Staatsanwaltschaft statt. Neben der Tierquälerei waren der psychisch kranken 25-Jährigen noch zwölf weitere Straftaten zur Last gelegt worden.

Frankfurt: Frau misshandelt Chihuahua in U-Bahn

Passanten hatten die Polizei verständigt, nachdem die Frau Anfang dieses Jahres den Chihuahua in einer U-Bahn in Frankfurt erheblich geschlagen und mit dem Halsband gewürgt hatte. Zudem hatte sie unter anderem zwei Passantinnen Goldketten vom Hals gerissen und in einem Büroraum im Bankenviertel 500 Euro Bargeld gestohlen. Ein psychiatrischer Sachverständiger ging in seiner Expertise von einer schizophrenen Psychose und damit von einer Gemeingefährlichkeit der Frau aus. Die Strafkammer verfügte deshalb ihre Unterbringung in der Klinik. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Erstmeldung vom Dienstag, 22.10.2019, 19.48 Uhr: Frankfurt - Innerhalb weniger Monate nur fiel eine 25 Jahre alte Frau 13 Mal den Ordnungsbehörden und der Polizei im Quartier rund um den Hauptbahnhof sowie im Bankenviertel auf. Meistens waren es Raub- und Körperverletzungsdelikte sowie Diebstähle, die sie begangen hatte. 

Vor ihren gewalttätigen Übergriffen war Ende vergangenen Jahres noch nicht einmal ein argloses Chihuahua-Hündchen sicher, das von seinem Frauchen an der Leine vor einem Supermarkt angebunden worden war. Die Drogenabhängige machte die Leine los und „entführte“ praktisch den Mini-Hund. 

Frankfurt: Frau misshandelt Hund in U-Bahn - Vielzahl von anderen Taten

In einem U-Bahn-Wagen misshandelte sie das winselnde Tier so erheblich, dass andere Fahrgäste einschritten und die Polizei riefen. Seit gestern muss sich die Frau wegen der Vielzahl von Taten vor dem Landgericht verantworten. 

Die vom Staatsanwalt verlesene Liste war recht lang und reichte von einfachen Diebstählen über Raub und Wohnungseinbrüchen bis eben zu jenem Vorfall mit dem Hund „Sammy“ in der U-Bahn. Weil die von Gerichts-Vizepräsident Stefan Möller geleitete Strafkammer jedoch alle Fälle der Reihe nach behandeln will, kam es am ersten Verhandlungstag seitens der Angeklagten noch nicht zu Erläuterungen bezüglich der Tierquälerei. 

Frankfurt: Überfälle und Tierquälerei an Chihuahua - Frau droht Unterbringung in Psychiatrie nach Hund-Entführung

Stattdessen wurden die beiden ersten Anklagepunkte ausgiebig erörtert – es handelte sich um zwei Goldketten, die ihren arglosen Trägerinnen vom Leib gerissen wurden. Schon bei ihren ersten Ausführungen wurde dabei deutlich, wohin die Reise für die sehr redselige Frau auf der Anklagebank gehen wird. 

Die Staatsanwaltschaft stellte den Antrag auf dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie. Schon nach ihrer letzten Festnahme Anfang des Jahres war die Frau der Klinik in Haina überstellt worden. Sie räumte die Raubüberfälle ein und wollte sich auch bei den Opfern entschuldigen. 

Besonders dreist war sie im November vergangenen Jahres vorgegangen, als sie in der Taunusanlage eine größere Gruppe Mittagspäusler aus dem nahen „Trianon“-Hochhaus beobachtete. Als die Angestellten wieder ihren Büros zustrebten, gelang es ihr doch tatsächlich, an dem Pförtner vorbei ins Innere des Hochhauses zu schlüpfen. 

Frankfurt: Geldböse geklaut - Prozess nach Quälerei von Hund 

Mit dem Fahrstuhl in einem der obersten Stockwerke angekommen, erspähte sie in einem leeren Büro eine Geldbörse: „Die 500 Euro Bargeld lachten mich an und sagten ,Nimm uns doch mit‘. Was sollte ich da anderes machen.“ Unter der Belegschaft war die Aufregung nach dem Diebstahl natürlich groß. „Ich dachte, die Frau sei eine externe Englisch-Lehrerin“, sagte eine Bankangestellte achselzuckend im Zeugenstand. 

Die Beschuldigte hingegen quasselte vor Gericht etwas von einer Berufsausbildung, die sie in der Bank habe beginnen wollen, und von ihrer Drogensucht. Möglicherweise liegt darin auch die Wurzel für die „schizophrene Psychose“, die ihr der Sachverständige diagnostizierte. Der Prozess wird noch bis Mitte November andauern.

Von Matthias Gerhardt

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