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U-Bahn in Frankfurt (Symbolbild).

Station wird 2020 umgebaut

U-Bahn-Station soll barrierefrei werden - FDP hat was dagegen

Nach jahrelangen Diskussionen um den Aufzug, der die U-Bahn-Station Westend barrierefrei machen soll, stellt sich nun die FDP im Ortsbeirat 2 noch einmal gegen das Projekt. 

Ein gerader Aufzug oder ein Schrägaufzug? Lange dauerten die Diskussionen an. Während ein Schrägaufzug extrem aufwendig zu bauen wäre, muss der günstigere und gerade verlaufende Aufzug direkt auf einer Verkehrsinsel inmitten der Bockenheimer Landstraße nach oben kommen. Lange wurde in den Gremien über die Verkehrssicherheit bei einer solchen Lösung gesprochen, doch galt diese als einzige umsetzbare Lösung.

Die FDP im Ortsbeirat 2 befürchtet nun, dass wegen des Radentscheids, die Pläne für den Aufzugbau nicht durchführbar sind. Die Radspuren, die gebaut werden sollen, würden die Bockenheimer Landstraße schließlich verändern.

Frankfurt-Westend: FDP will Baumaßnahmen an U-Bahn-Station zusammenlegen

"Wir wollen außerdem, dass die Baumaßnahmen für den Aufzug und die Radspuren zusammengelegt werden, damit die Straße nicht zwei Mal gesperrt werden muss", erklärt Maria-Christina Nimmerfroh, Fraktionsvorsitzende der FDP im Ortsbeirat. Die Akzeptanz der Bevölkerung für ständige Straßensperren sinke immer weiter. "Einfach zu sperren und zu gucken, was passiert, geht nicht", findet Nimmerfroh. "In der Ortsbeiratssitzung Ende September haben wir den Magistrat mit einer Mehrheit dazu aufgefordert, hierzu Stellung zu nehmen."

Die Lösung des Mittelaufzuges werde von einer Mehrheit des Ortsbeirates grundsätzlich befürwortet. Doch auch an dieser Stelle macht sich die FDP Sorgen. "Wir halten diese Berliner Lösung für untragbar", erklärt Nimmerfroh. Vor allem in der Hauptstadt sind Aufzüge, die auf Verkehrsinseln mitten auf der Straße ans Licht kommen, häufig zu sehen.

Frankfurt-Westend: FDP hält Aufzugbau an U-Bahn-Station für aufwendiges Unterfangen

Zu unsicher und gefährlich sei das aber, so die FDP. "Wir befürchten außerdem, dass die dafür geplante Fahrbahnverlegung wegen des Radentscheids hinten und vorne nicht passen wird", sagt die Fraktionsvorsitzende.

Thomas Erhart, Referent von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD), sieht die Sorgen unbegründet: "Es sind nunmal zwei verschiedene Baumaßnahmen, aber wir berücksichtigen sie beide." Der Aufzugseinbau sei ein extrem aufwendiges Unterfangen.

Frankfurt-Westend: 2020 soll U-Bahn-Station umgebaut werden

Rund zwei Jahre wird es bis zur Fertigstellung dauern, teilte Erhart bereits im Juli mit. "Die beiden Baumaßnahmen werden sich wahrscheinlich zwischenzeitlich überschneiden." Die Radspuren der Bockenheimer Landstraße seien derzeit noch im Vorplanungsstadium. "Deshalb wollen wir mit dem Bau des Aufzugs auch nicht länger warten, wir können das ja nicht ewig in die Länge ziehen", sagt Erhart.

2020 solle es losgehen mit dem Umbau der U-Bahn-Station Westend. Die Finanzierungsvorlage für den Aufzug sei fertig, so Erhart, Zuschüsse für nächstes Jahr beantragt.

Frankfurt-Westend: U-Bahn-Station ist als letzte noch nicht Barrierefrei

Zudem beteuert der Referent, dass die Planung der Radwege die Pläne zum Fahrstuhlbau nicht störe: "Geplant für den Aufzugsbau ist eine leichte Verschiebung der nördlichen Fahrbahn auf Höhe der U-Bahn-Station. Die Planungen zum Radentscheid berücksichtigen dies." Die Station Westend ist die letzte in der Innenstadt, die noch nicht barrierefrei ist. Das Land schießt 1,4 Millionen Euro zu, die Gesamtkosten belaufen sich auf etwas mehr als drei Millionen Euro.

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Von Niklas Mag

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