Eine Brücke spannt sich über den Main in Frankfurt. Passanten spazieren am Mainufer entlang.
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Weil Passanten schnell reagierten, konnte eine Person im Rollstuhl aus dem Main gerettet werden. (Symbolbild)

Rettungseinsatz

Rollstuhlfahrer stürzt in den Main: Suche nach weiteren Zeugen

Dank beherztem Eingreifen von Passanten konnte ein Rollstuhlfahrer in Frankfurt aus dem Main gerettet werden. Die Polizei sucht nun einen der Helfer.

Update vom Donnerstag, 18.02.2021, 18.27 Uhr: Nachdem am Mittwoch (17.02.2021) ein Rollstuhlfahrer und eine Joggerin aus dem Main in Frankfurt gerettet wurden, sucht die Polizei Zeugen des Vorfalls. Nach neusten Erkenntnissen haben eine 35-Jährige und eine 32-Jährige sowie ein unbekannter Mann die Rettung unterstützt. Den Mann sucht die Polizei nun. Er und weitere mögliche Zeugen werden gebeten, die Polizei in Frankfurt unter der Telefonnummer 069/755-10400 zu kontaktieren, oder sich im 4. Revier oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Erstmeldung vom Donnerstag, 18.02.2021, 11.25 Uhr: Frankfurt – Ein Rollstuhlfahrer ist am Mittwochabend (17.02.2021) in Frankfurt in den Main gestürzt. Gegen 18 Uhr hatten Passanten zwischen dem Holbeinsteg und der Friedensbrücke den Sturz bemerkt. Zuerst kam dem 32-jährigen Mann eine 21 Jahre alte Joggerin zu Hilfe, berichtet die Polizei. Sie sprang ihm hinterher und konnte ihn im Wasser in Ufernähe zu fassen bekommen. Allerdings war die Strömung zu stark, um zu den Treppenaufgängen zu gelangen.

Zwei weitere Passanten, eine 22-jährige Frau und ein 23-jähriger Mann, bemerkten das Geschehen im Main. Mithilfe eines langen Schals konnten sie den Rollstuhlfahrer und die Joggerin an Land ziehen. Warum der Rollstuhlfahrer in den Main stürzte, ist bisher nicht bekannt. Die Polizei macht bislang keine Angaben zu den Hintergründen des Sturzes.

Nach Sturz in den Main in Frankfurt: Rollstuhlfahrer an Rettungsdienst übergeben

Die Feuerwehr Frankfurt unterstützte die Rettungsaktion durch den Einsatz eines Rettungsschnellbootes. Die verunglückte Person wurde laut einem Tweet der Feuerwehr über die Kaimauer ans Ufer gebracht und anschließend rettungsdienstlich versorgt. Ein Pressesprecher gibt an, der gesundheitliche Zustand der Person sei stabil gewesen. Auch die 21-jährige Joggerin wurde nach ihrer Rettungsaktion zuerst vom Rettungsdienst versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Beide wurden stationär aufgenommen, teilt die Polizei mit.

Zu Noteinsätzen in Flüssen kommt es immer wieder. Der Sonderdienst der Frankfurter Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) trainiert regelmäßig, damit die Strömungsretter Verunglückten in Main und Nidda rechtzeitig erreichen. (Theresa Ricke)

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