Frankfurt plant eine Sanierung der Paulskirche. Aber vor 2023 wird es nicht losgehen.
+
Frankfurt plant eine Sanierung der Paulskirche. Aber vor 2023 wird es nicht losgehen.

Umbau

Frankfurt: Paulskirche wird saniert - Standort für Demokratiezentrum gesucht

  • Thomas J. Schmidt
    vonThomas J. Schmidt
    schließen

Mit den Planungen für die Sanierung der Paulskirche soll im Herbst begonnen werden. Unklar bleibt bisher aber, wo das Demokratiezentrum stehen wird.

  • Frankfurt: Stadt plant Sanierung der Paulskirche
  • Sanierungs-Projekt startet nicht vor 2023
  • 39 Millionen Euro für Sanierung in Frankfurt

Frankfurt - Im Herbst könnten die Planungen zur Sanierung der Paulskirche beginnen. Wie Elisabeth Heiner, Referentin bei Baudezernent Jan Schneider (CDU), sagte, sei das Pflichtenheft für die Planung fertiggestellt. "Jetzt - Juni oder Juli - erfolgt die Ausschreibung, im Herbst sollten wir das Planungsteam beisammen haben, dann geht es los." Erst am Ende der Planungen können auch die Kosten qualifiziert werden. Bislang gibt es lediglich einen Kostenrahmen von 39 Millionen Euro. Die Hälfte will der Bund übernehmen, unter der Voraussetzung, dass sich auch das Land beteiligt. "Wir sind mit beiden im Gespräch", sagte Elisabeth Heiner. Im Haushalt sind Planungsmittel von 2,7 Millionen Euro eingestellt, die jedoch erkennbar nicht ausreichen werden. Auch diese Hürde muss noch genommen werden, ehe die Planungen beendet werden können.

Frankfurt: Sanierung der Paulskirche - keine großen Änderungen

Die Sanierung der Paulskirche wird keine großen Änderungen an der Gestalt zur Folge haben. Die Stadtverordneten haben im vergangenen Jahr beschlossen, dass die Nachkriegs-Architektur der kriegszerstörten und bis 1948 wiederaufgebauten Paulskirche beibehalten wird. Allerdings muss das Gebäude im Inneren auf den neuesten Stand gebracht werden. Fragen des Brandschutzes und der Klimatechnik stellen sich ebenso wie die der Bestuhlung und Möbilierung. Baubeginn wird 2023 sein - nach der Feier 175 Jahre Paulskirchenparlament. Ursprünglich sollte die Sanierung da bereits abgeschlossen sein.

Sanierung in Frankfurt: Bürgerbeteiligung ist vorgesehen

Parallel geplant wird das auf 35 Millionen Euro projektierte Demokratiezentrum. Es ist nicht beim Baudezernenten, sondern bei Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) angesiedelt. Mit ihm hat sich unlängst der Städtebaubeirat befasst und empfohlen, eine Planungswerkstatt mit breiter Bürgerbeteiligung einzuführen. Feldmann ist damit einverstanden: "Die Stellungnahme des Städtebaubeirates unterstütze ich. Ich vertraue auf den zuständigen Dezernenten, dass er die notwendigen Schritte für die Sanierung unternimmt, damit die Planungen wie vom Amt für Bau und Immobilien avisiert Mitte 2023 endlich beginnen können." Nach Aussagen seines Sprechers Nils Bremer ist der beginn der Bürgerbeteiligung für Herbst vorgesehen. Vereinzelte Diskussionsprozesse hat es bereits gegeben.

Sanierung in Frankfurt: Standort ist noch offen

Der Städtebaubeirat sieht zuallererst den Standort des Demokratiezentrums noch offen und plädiert am ehesten dafür, die alte Kämmerei zu einem solchen Haus der Demokratie umzubauen statt auf dem Paulsplatz ein Demokratiezentrum auf Stelzen zu stellen. Vermutlich könne jedoch nur im Erdgeschoss Krämerei eine barrierefreie Nutzung möglich werden. Die Planungswerkstatt könne aber auch die Situation Paulsplatz/Berliner Straße und die Frage der Wohnbebauung dort neu aufgreifen.

Oberbürgermeister Feldmann scheiterte Anfang des Jahres mit dem Umzug in die Paulskirche in Frankfurt.

Die TV-Serie "Bad Banks" feierte ihre Premiere in der Paulskirche in Frankfurt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare