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Nach einer Schießerei am Stoltzeplatz in Frankfurt im Mai 2016 ist nun die Revision des verurteilten Hells-Angels-Mitglieds gescheitert.

Hells Angels

Schießerei am Stoltzeplatz: Revision im Rocker-Prozess ist gescheitert

Nach einer Schießerei am Stoltzeplatz in Frankfurt ist nun die Revision des verurteilten Mitglieds der Hells Angels gescheitert.

Frankfurt - Am Himmelfahrtstag 2016 wurde auf dem voll besetzten Stoltzeplatz in Frankfurt scharf geschossen. Ein Mann wurde dabei lebensgefährlich, ein weiterer leicht verletzt. Angeklagt wurde Athanasios A. (58) alias „Zaki“ aus dem Rockermilieu. Er wurde vor dem Landgericht im März 2018 zu zehn Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

Frankfurt: Schießerei auf dem Stoltzeplatz

Seine Anwälte hatten Revision gegen das Urteil wegen versuchten Mordes, versuchten Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz eingelegt. Die Rechtsanwälte Manuel Mayer und Michael Oberwinder hatten auf Freispruch wegen Notwehr plädiert, die Staatsanwaltschaft auf zehn Jahre und fünf Monate Haft. 

Mayer bestätigt, dass die Revision gescheitert ist. „Ohne Begründung. Mit einem einzigen Satz.“ Mayer und sein Anwaltskollege überlegen nun, ob sie in die nächste Instanz gehen. Direkt nach dem Urteil kündigte Mayer an: „Wir werden das Urteil anfechten bis zum Bundesgerichtshof.“

Nach Schießerei auf dem Stoltzeplatz in Frankfurt: Revision gescheitert

Das Urteil wurde nach zehn Monaten Verhandlung im Hochsicherheitssaal des Landgerichts Frankfurt unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen am 14. März 2018 verkündet. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass A. „aus Rache und für die Ehre“ auf den Fahrer des weißen Geländewagens geschossen hatte. 

Mit den Schüssen am Stoltzeplatz in Frankfurt sollte dem 41-Jährigen, der wenige Monate zuvor aus den Hells Angels ausgeschlossen worden war, eine Abreibung verpasst und die Ehre des eigenen Charters wieder hergestellt werden. Das Opfer, Munir H. soll zwei Monate vor der Schießerei bei einer Auseinandersetzung dem Vizepräsidenten des verbotenen Hells-Angels-Charters Westend die Nase gebrochen haben

Schießerei auf dem Stoltzeplatz in Frankfurt: Hells Angels üben Selbstjustiz

Der Angeklagte und seine Gruppe hätten Selbstjustiz geübt und seien Teil einer Parallelgesellschaft, die bewusst Regeln breche und nach ihren eigenen Gesetzen lebe. Die Anwälte sind sich sicher, dass der Verurteilte aus Notwehr geschossen habe. Auch er hatte einen Streifschuss am Bauch erlitten.

bi

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