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Eines von zehn männlichen Paaren. Die grünen sind gegenüber den roten in der Minderheit.

Christopher Street Day Frankfurt

Frankfurt: Schwule und lesbische Ampelpärchen zum CSD

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Der Fußgängerüberweg an der Straßenbahnhaltestelle Konstablerwache ist einer der meistfrequentierten der Stadt. Tausende Passanten haben gestern ziemlich gestaunt: Die Ampeln zeigen nämlich

Der Fußgängerüberweg an der Straßenbahnhaltestelle Konstablerwache ist einer der meistfrequentierten der Stadt. Tausende Passanten haben gestern ziemlich gestaunt: Die Ampeln zeigen nämlich nicht die üblichen roten und grünen Ampelmännchen, sondern Paare, die eindeutig gleichgeschlechtlich sind.

Damit will die Stadt zum heute beginnenden Christopher Street Day (CSD), dem traditionellen Fest der Homosexuellen-Bewegung, ein Zeichen setzen. „Es ist ein Symbol“, sagte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne), der den CSD vor Jahren selbst mitorganisiert hat.

Aber dieses Symbol sei dringend nötig. Denn bei der Akzeptanz von Homosexualität gebe es noch großen Nachholbedarf. Majer berichtete von hasserfüllten Mails, die er nach der Ankündigung der gleichgeschlechtlichen Ampelpaare erhalten habe. Politisch habe er aber breite Unterstützung für die Aktion, die rund 1000 Euro kostet. Insgesamt wurden an 20 Lichtzeichen die Masken ausgetauscht. Eingesetzt wurden zehn weibliche und zehn männliche Paare.

Abgeschaut hat Majer sich das neue Ampel-Design aus Wien. Dort hat die Stadt anlässlich des Eurovision Song Contests im Mai zahlreiche Ampeln im Stadtgebiet umgerüstet. Dort fand die Aktion so viele Anhänger, dass die zuständige Stadträtin entschied, die Homo-Ampeln beizubehalten. Das aber ist laut Majer in Deutschland aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Am Dienstag werden die Paare wieder abmontiert.

(mu)

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