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Pickepackevoll mit Autos ist die Wilhelmshöher Straße - hier zu sehen: der alte Ortskern zwischen Supermarkt und Gasthaus "Zur Krone" - nicht nur in der werktäglichen Hauptverkehrszeit.

Seckbach

Neuer Verkehrsführung: Eine Route soll zur Einbahnstraße werden

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Die Grünen stellen einen neuen Plan für die Verkehrsführung in Frankfurt vor, um die Verbindungsroute in Seckbach zu entlasten.

  • Die Grünen Seckbach fordern neue Verkehrsführung
  • Wilhelsmhöher soll zur Einbahnstraße werden
  • Verbindungsroute soll damit entlastet werden

Frankfurt - Die Wilhelmshöher auf eine Spur mit Einbahnstraßenregelung reduzieren - das fordern die Seckbacher Grünen als Sofortmaßnahme, um den Verkehrsstrom auf ihrer Hauptstraße zu reduzieren. Die Wilhelmshöher Straße ist sanierungsbedürftig und stark von Pendelverkehr geprägt. Ab Herbst wird sie in einem ersten Bauabschnitt grunderneuert. Die Idee der Grünen knüpft an diese Pläne an. Mit Flyern und bei einer Infoveranstaltung wollen sie diese Überlegungen dieser Tage vorstellen.

Frankfurt Seckbach: Sanierungszeit als Testphase nutzen

"Während der 30 Monate langen Bauzeit ist die Wilhelmshöher sowieso nur eingeschränkt befahrbar", sagt Ingo Stürmer, der die Federführung beim Projekt hat. Dann wird die Wilhelmshöher zwischen Arolser Straße und Altebornstraße komplett gesperrt, der Verkehr über die Atzelbergstraße umgeleitet. Deshalb sei diese Zeit gut für eine Testphase. "Danach schauen wir, wie die Idee ankommt."

Viele Ideen präsentieren die Grünen in jenem Flugblatt, von dem sie 5000 Exemplare in Seckbach verteilt haben. Auch ein DIN A 3 großer Plan liegt bei, in dem sie ihre Ideen eingetragen haben, etwa Einbahnstraßenreglungen, Ampeln, Verkehrsberuhigungen oder einen kleinen Platz mit Dorflinde zwischen "Krone" und Metzgerei Völp. Auch die U-Bahn soll endlich unter Seckbach hindurch gebaut werden.

Kern der Überlegungen ist, als Sofortmaßnahme die Wilhelmshöherstraße an zwei Stellen zur Einbahnstraße in Ost-Richtung zu machen: zum einen im alten Ortskern, teilweise oder komplett zwischen Im Trieb und Leonhardsgasse, zum anderen zwischen Budge-Stiftung und Vilbeler Landstraße. Die Busline 43 können man über den Lohrberg oder durch die Zeuläckerstraße schicken. Eine Pförtnerampel an der Budgestiftung könne eine Alternative zur Einbahnstraße sein.

"Das Grundproblem sind doch die oft geringen Abstände zwischen den Häusern, vor allem im alten Ortskern", sagt Ingo Stürmer. So schmal sei es, dass dort nach heutigen Vorschriften keine Bürgersteige gebaut werden dürften. "Wenn dieser Abschnitt einspurig wäre, weil Einbahnstraße, könnte man die Bürgersteige endlich auch so breit bauen, dass sie sicher sind."

Frankfurt Seckbach: Straße zerschneidet den Stadtteil

Dass die zwei Kilometer lange Pendlerstraße den Stadtteil zerschneidet, missfällt vielen. Geschäfte und Gastronomie leiden, die Autos kommen dem Bürgersteig gefährlich nahe. Der Ortsbeirat 11 verabschiedet regelmäßig Anträge mit Änderungen, die eine Verkehrsberuhigung herbeiführen sollen. Bis auf Details, sagt Stürmer, seien die Grünen mit der Planung für die Grundsanierung zufrieden. Für die folgenden zwei Bauabschnitte wolle man aber mehr rausholen, als die Stadt bisher vorsieht. Etwa eine einspurige Wihelmshöher.

Die Gegenrichtung wird auf Parallelstraßen umgeleitet. An anderen Stellen soll es weiterhin Begegnungsverkehr geben, auch das entschleunige, heißt es. Zu Stoßzeiten stauen sich die Autos auf der Wilhelmshöher regelmäßig, 12 000 Autos befahren die Straße täglich. Viele davon Pendler, die dann ausweichen müssten.

"Wir überlegen uns, wie Seckbach in zehn Jahren aussehen soll", sagt Stürmer. Man soll sich auf den Straßen begegnen können. Deshalb sind auf der Karte, die bei einer Infoveranstaltung am 30. Januar vorgestellt werden soll, auch eine U-Bahn-Station "Marienkirche", eine "Vilbeler Landstraße" und "Weißer Turm" in Bergen-Enkheim und ein Radweg entlang des Rieds eingezeichnet. "Seckbach ist eine Fußgängerzone wert", sagt Stürmer. Der Info-Abend, an dem die Grünen ihre Ideen präsentieren, findet am Donnerstag, 30. Januar, um 19.30 Uhr im Seckbacher Rathaus, Hofhausstraße 2, statt. 

S. Vorgrimmler/A. Haupt

Eine neue Software, die im Auftrag der Stadt Frankfurt derzeit erarbeitet wird, soll dafür sorgen, dass der Verkehr fließt und die Grenzwerte eingehalten werden. Es soll Ende 2019  einsatzbereit sein.


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