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Die Fahrbahn ist uneben, an vielen Stellen ist sie geflickt: seit vielen Jahren fordern die Seckbacher die Sanierung ihrer Hauptstraße, 2020 geht es endlich los. 

Hauptverkehrsstraße erneuert

Die Wilhelmshöher Straße wird endlich saniert

Zweieinhalb Jahre lang wird die Wilhelmshöher Straße zwischen Heinz-Herbert-Karry- und Atzelbergstraße gesperrt: Von Mai 2020 an wird sie saniert. Doch dies ist nur der erste Bauabschnitt. 

Seckbach – Im Mai 2020 soll sie endlich beginnen: Die grundhafte Sanierung und Umgestaltung der Wilhelmshöher Straße. Dann will die Stadt für 4,45 Millionen Euro zunächst jenen 750 Meter langen Abschnitt von Seckbachs Hauptstraße angehen, der sich von der Heinz-Herbert-Karry-Straße bis zur Atzelbergstraße erstreckt. Dabei werden die oft schmalen Bürgersteige an vielen Stellen breiter. Und die parkenden Autos verschwinden in baulich von der Fahrbahn getrennten Parkbuchten.

Mindestens 1,5 Meter werden die Gehwege nach der Sanierung der Straße überall breit sein. Die Fahrbahn ist dabei überall mindestens sechs Meter breit. "Dies ermöglicht den Begegnungsfall Lkw/Lkw und Bus/Bus mit eingeschränkten Bewegungsspielräumen", heißt es in der Bau- und Finanzierungsvorlage, die die Verwaltung nun den Stadtverordneten zur Abstimmung vorlegt. Das bedeutet: Wenn große Fahrzeuge wie Busse oder Lastwagen einander auf diesem Abschnitt begegnen, wird es zwar eng - sie kommen aber aneinander vorbei, ohne über den Gehweg fahren zu müssen. Über Letzteres beschweren sich immer wieder Seckbacher, weil das die Fußgänger auf dem Bürgersteig gefährdet. Das Problem tritt allerdings vor allem im Ostteil der Wilhelmshöher Straße auf, der im ersten Bauabschnitt noch nicht saniert wird.

Frankfurt Seckbach: Neue Gehwege

Neu gestaltet werden bei den Arbeiten die Grundstückszufahrten: Hier werden die Gehwegplatten diagonal verlegt, wodurch sie besser kenntlich werden. "Die Einmündung der Straße Am Atzelberg wird zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für den Fußgängerverkehr als Gehwegüberfahrt gestaltet, das heißt, der Gehweg wird nicht wie üblich unterbrochen, sondern durchgängig geführt", heißt es in der Vorlage. Auch nach der Sanierung der Straße soll hier Tempo 30 gelten.

Umgebaut werden auch die Bushaltestellen "Hufelandhaus" und "Altebornstraße" auf beiden Straßenseiten: Sie erhalten die heute üblichen, erhöhten Busbordsteine, durch die der Fahrzeugboden der Busse und der Bordstein auf derselben Höhe liegen. Ein Problem gibt es dabei allerdings: "Schwierige örtliche Gegebenheiten, wie geringe Abstände zwischen benachbarten Grundstückszufahrten, bewirken, dass die hohen Busbordsteine nicht immer auf der gesamten Bushaltestellenlänge hergestellt werden können", schreibt der Magistrat. Nur zwei der drei Bustüren seien daher barrierefrei nutzbar. "Die Einschränkung lässt sich leider auch durch eine Verlegung von Bushaltestellen nicht ausräumen und wurde daher von VGF, Traffiq und städtischen Behindertenbeauftragten akzeptiert."

Grundhafte Sanierung 

Die Straße selbst wird dabei "grundhaft saniert", so der Fachausdruck. Das bedeutet, dass nicht nur die Fahrbahnoberfläche erneuert wird. Zusätzlich wird der Unterbau ausgebaggert und neu aufgebaut. Diese Gelegenheit, dass die gesamte Trasse erneuert wird, nutzen auch Versorgungsträger "vernünftigerweise für umfangreiche Leitungserneuerungen", heißt es in der Vorlage. Vorgesehen sind die Erneuerung des Abwasserkanals inklusive der Hausanschlüsse, der Wasser- und Gasleitungen, der Umlegung von Telefonleitungen und Stromtrassen, des Rückbaus der Gasbeleuchtung und Ersatzes durch LED-Leuchten.

Die Koordinierung all dieser Arbeiten sei so komplex, dass die Stadt entschied, die Sanierung der Wilhelmshöher Straße in Bauabschnitte aufzuteilen - und jener westlich der Atzelbergstraße ist der erste. Dieser Teil der Wilhelmshöher Straße ist recht einfach zu umfahren: Während die Hauptstraße für die grundhafte Sanierung komplett gesperrt ist, kann man den Verkehr durch die Atzelbergstraße umleiten. "Die Bauzeit beträgt nach dem derzeitigen Kenntnisstand voraussichtlich rund 30 Monate", also zweieinhalb Jahre, heißt es in der Bau- und Finanzierungsvorlage.

Andreas Haupt

Die Sanierung der Paulskirche wird hingegen noch dauern. Bei Krisengespräch zum nationalen Denkmal einigen sich OB Feldmann und Baudezernent Schneider, das 175-jährige Jubiläum zu beachten.

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