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Es soll sieben Millionen Euro für neue Radwege geben (Symbolbild).

Mit Ausbau geht es voran

Sieben Millionen Euro für neue Radwege in Frankfurt - ab 2021 sogar noch mehr 

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Die Stadt Frankfurt plant für dieses Jahr sieben Euro zusätzlich für Radwege ein. Einige Projekte sind schon in der Umsetzung. Ab 2021 soll es noch mehr werden.

  • Sieben Millionen Euro soll zusätzlich in neue Radwege in Frankfurt fließen
  • Einige Projekte sind schon in der Umsetzung
  • Für die Zukunft ist noch mehr Geld eingeplant

Frankfurt - Der vom Stadtparlament beschlossene Ausbau von Radwegen steckt bisher zum großen Teil in der Stadtverwaltung im Stadium der Prüfung. Das ergeben mehrere aktuelle Magistratsberichte.

34 neue Radwege hatten die Initiatoren des Bürgerbegehrens "Radentscheid" im vorigen Jahr gefordert. Das Stadtparlament erklärte das Begehren zwar für unzulässig. Es beschloss Ende August allerdings dennoch die Umsetzung - vor allem, da der "Radentscheid" von den Unterschriften von rund 40 000 Einwohnern getragen wurden.

Bereits im April hatte die Römerfraktion "Die Fraktion" einzelne Anträge für jeden der 34 Vorschläge gestellt. Deren Beratung ist im Verkehrsausschuss bisher zurückgestellt, da die Vorhaben ja auch in den "Radentscheid"-Beschluss einflossen. Den trug die "Fraktion" mit - zusammen mit der Koalition CDU, SPD, Grünen und der Linken.

Frankfurt: Einige Radwege schon in der Umsetzung

Zurückgezogen hat die "Fraktion" ihre 34 Anträge aber bislang nicht. Nun meldet der Magistrat für zunächst die Hälfte der Vorschläge den Stadtverordneten teils schon die Umsetzung. So seien auf der Kurt-Schumacher-Straße zwischen Alter Brücke und Battonstraße Radfahrstreifen angelegt worden, in der Gegenrichtung solle das 2020 erfolgen.

2021 könne der Ausbau in der Schwarzwaldstraße zwischen Rennbahnstraße und Kennedyallee erfolgen. Hier gebe es "eine abgestimmte Vorplanung" und die Ausführungsplanung habe nun Priorität. Zusätzlich hat Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) bereits in dieser Zeitung angekündigt, in diesem Jahr Radfahrstreifen entlang der Nord-Süd-Achse Kurt-Schumacher-/Konrad-Adenauer-/Friedberger Landstraße zu markieren. Dafür muss zwischen Battonstraße über Konstablerwache bis Matthias-Beltz-Platz eine Autofahrspur entfallen.

Frankfurt: Um Radwege kümmert sich eine Projektgruppe

Für die übrigen Vorhaben verweist der Magistrat darauf, dass diese im beschlossenen Arbeitsprogramm stünden. Das betrifft konkret Adalbertstraße, Heerstraße, Dreieichstraße, Darmstädter Landstraße zwischen Affentorplatz und Wendelsplatz, Siemensstraße, die Achse Batton-, Berliner und Weißfrauenstraße, die Bockenheimer Landstraße zwischen Bockenheimer Warte und Carlo-Schmid-Platz, Homburger Landstraße zwischen Am Dachsberg und August-Schanz-Straße, die Friedberger Landstraße zwischen Rat-Beil-Straße und Nibelungenplatz, Deutschordenstraße, Eschersheimer Landstraße zwischen Humserstraße und Grünhof, im Marbachweg sowie auf Ignatz-Bubis- und Alter Brücke.

Um all diese Vorhaben werde sich die neue "Projektgruppe Fahrradfreundliche Stadt" kümmern - ebenso mit allen im August beschlossenen Projekten. Acht Stellen hatte das Stadtparlament für diese Rad-Gruppe freigegeben. Die Stellen hatten bis Ende vorigen Jahres besetzt sein sollen - das war zumindest das Ziel des Magistrats im August.

Für den Radverkehr will die Stadt 2020 knapp sieben Millionen Euro extra ausgeben und von 2021 an jährlich mehr als 14 Millionen zusätzlich. Bereits gestartet ist eine eigene Fahrradstaffel der städtischen Verkehrspolizei. Dafür hatte das Stadtparlament zehn neue Stellen geschaffen.

Der Verkehrsausschuss tagt: Nächste Sitzung am 21. Januar (Dienstag), 17 Uhr, im Römer, Sitzungssaal 307 im dritten Stock, Eingang Bethmannstraße 3.

Von Dennis Pfeiffer-Goldmann

Im Jahr 2021 spätestens beginnt der Bau des lange vermissten Radweges nach Nieder-Erlenbach. Nach 40 Jahren Forderungen soll der Radweg endlich gebaut werden.

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