In Frankfurt gilt dieses Silvester in einigen Bereichen ein Verbot für Böller und Raketen.
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In Frankfurt gilt in diesem Jahr an Silvester in einigen Bereichen ein Verbot für Böller und Raketen.

Corona-Pandemie

Silvester in Frankfurt: Wo das Verbot für Feuerwerk gilt

  • Tim Vincent Dicke
    vonTim Vincent Dicke
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Wegen Corona darf an Silvester in vielen Teilen in Frankfurt nicht geböllert werden. Eine Übersicht, welche Bereiche betroffen sind.

  • Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie spricht die Stadt Frankfurt ein spezielles Feuerwerksverbot aus.
  • Die Polizei soll bei Verstößen konsequent eingreifen und Vergehen an Silvester 2020 ahnden.
  • Diese Teile in der Stadt sind von dem Verbot betroffen: eine Übersicht.

Frankfurt – Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie hat Frankfurt per Allgemeinverfügung für viele Bereiche der Stadt ein öffentliches Feuerwerksverbot ausgesprochen. Sicherheitsdezernent Markus Frank sagte: „Ich bin mir sicher, dass wir hierdurch zwar einen schmerzlichen aber unverzichtbaren Weg gehen, damit wir alle in ein besseres und gesünderes Jahr 2021 starten können.“

Frankfurt konkretisiert mit den Sperrzonen die verbindlichen Vorschriften des Landes Hessen zur Eindämmung des Coronavirus. Die Landesregierung forderte bereits zuvor, auch für Silvester Maßnahmen zur Beschränkung des Zusammentreffens großer Personengruppen zu beschließen.

Frankfurt: Verbot von Feuerwerk an Silvester, um Menschenansammlungen in Corona-Pandemie zu verhindern

In den letzten Jahren beobachteten die Behörden immer wieder, dass insbesondere auf dem Eisernen Steg, aber auch auf dem Holbeinsteg, viele Personen den Jahreswechsel feierten. Nicht alle Feiernden fanden auf den Brücken Platz – zwischen den naheliegenden Uferbereichen sammelten sich große Menschenmengen.

So wird es dieses Mal an Silvester in Frankfurt nicht aussehen. Die Stadt beschließt ein Feuerwerksverbot.

Die Stadt schätzte die Zahl der Personen an diesen Orten auf mehrere Zehntausend. Auch an anderen Orten, öffentliche Plätze sind besonders beliebt, treffen sich im Normalfall viele Feiernde, um ins neue Jahr zu rutschen.

In der Pandemie wollen die Behörden dieses Massenphänomen unbedingt vermeiden: Frankfurt ist nicht mehr weit von der höchsten Corona-Eskalationsstufe des Landes Hessen entfernt – es drohen nächtliche Ausgangssperren.

Feuerwerksverbot an Silvester wegen Corona: Diese Bereiche in Frankfurt sind betroffen

Um ein Infektionsrisiko der Feierwütigen zu vermeiden, spricht die Stadt Frankfurt daher ein Verbot von Feuerwerk in zahlreichen Bereichen aus. Das Böllerverbot gilt ab dem 31.12.2020 18 Uhr, um 3 Uhr am 1.1.2021 wird es wieder aufgehoben. Folgende Orte sind von dem Verbot betroffen:

  • Äußerer Anlagenring
  • Nördliches Mainufer zwischen Friedensbrücke und Honsellbrücke/Osthafenbrücke (bestehend aus den südlichen Gehwegen der Verkehrsanlagen Mainkai und Untermainkai, sowie dem vorhandenen Tiefkai und den Grünanlagen), einschließlich Hafenpark und Skaterpark
  • Südliches Mainufer zwischen Friedensbrücke und Flößerbrücke (bestehend aus dem nördlichen Gehweg der Verkehrsanlage Schaumainkai sowie dem vorhandenen Tiefkai und den Grünanlagen)
  • Alt-Sachsenhausen mit Großer Rittergasse, Kleiner Rittergasse, Frankensteiner Straße, Paradiesgasse mit Paradieshof, Klappergasse, Neuer Wall, Affentorplatz, Elisabethenstraße, Deutschherrenufer zwischen Walter-Kolb-Straße bis einschließlich Frankensteiner Platz, Dreieichstraße zwischen Deutschherrenufer und Willemerstraße sowie Willemerstraße von Dreieichstraße bis einschließlich Affentorplatz
  • Hauptbahnhof mit Bahnhofsvorplatz
  • Bahnhofsviertel im Bereich von Hafenstraße, Mainzer Landstraße, Taunusanlage/Gallusanlage/Untermainanlage und Mainufer/Forellenweg
  • Südbahnhof mit Vorplatz und Diesterwegplatz im Bereich von Hedderichstraße, Diesterwegstraße, Stegstraße, Brückenstraße und Fortführung der Hedderichstraße
  • Schweizer Platz im Bereich Schneckenhofstraße, Schweizer Straße, Oppenheimer Landstraße, Gutzkowstraße, Diesterwegstraße, Fortführung der Schweizer Straße und Fortführung der Oppenheimer Landstraße
  • Carlo-Schmid-Platz und Bockenheimer Warte im Bereich Gräfstraße, Gabriel-Riesser-Weg, Bockenheimer Landstraße und Fortführung der Gräfstraße
  • Matthias-Beltz-Platz im Bereich Neuhofstraße/Egenolffstraße und Friedberger Landstraße
  • Friedberger Platz im Bereich Rotlintstraße, Günthersburgallee, Bornheimer Landstraße und Friedberger Landstraße
  • Luisenplatz im Bereich Luisenstraße, Heidestraße, Bornheimer Landstraße, Fortführung der Luisenstraße und Fortführung der Bornheimer Landstraße
  • Friedberger Landstraße zwischen Matthias-Beltz-Platz und Friedberger Platz
  • Bornheimer Landstraße zwischen Friedberger Platz und Luisenplatz
  • Höchst im Bereich zwischen Leunastraße, Bolongarostraße, Mainberg bis zu den Liegenschaften Kranengasse 7/Seilerbahn 2 und des Mainufers
  • Berger Straße zwischen Friedberger Anlage und Gronauer Straße
  • Platensiedlung im Bereich Stefan-Zweig-Straße/Abfahrt von Rosa-Luxemburg-Straße, Sudermannstraße und Franz-Werfel-Straße
  • Karl-Kirchner-Siedlung im Bereich Homburger Landstraße, Weilbrunnstraße, Kantapfelstraße und Obere Kreuzäckerstraße

Corona-Feuerwerksverbot an Silvester in Frankfurt: Polizei greift bei Verstößen konsequent ein

Um die Unterschreitung der Mindestabstände zu vermeiden, wird darüber hinaus das Betreten des Eiserner Steges und Holbeinsteges vom 31.12.2020, ab 20 Uhr, bis zum 1.1.2021, um 3 Uhr untersagt.

Neben den speziellen Feuerwerksverbotszonen ist das Abbrennen von Feuerwerk wegen erhöhter Brandgefahr auch grundsätzlich in anderen städtischen Bereichen verboten. Zu Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen müssen 200 Meter Abstand gehalten werden.

Die Polizei überwacht das Feuerwerksverbot in Frankfurt, bei Verstößen werden die Beamten konsequent eingreifen und Verstöße ahnden, hieß es von der Stadt. (Tim Vincent Dicke)

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