Die Skyline von Frankfurt am Main. 
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Frankfurt ohne Skyline? Niemals. Doch nicht alles, was Frankfurts Skyline einst ausmachte, ist heute noch vorhanden. 

Wolkenkratzer

Frankfurt: Diese Hochhäuser sind bereits wieder von der Skyline verschwunden

  • Yasemin Kamisli
    VonYasemin Kamisli
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Frankfurt ist ohne Skyline kaum denkbar. Aber nicht alles, was Frankfurts Skyline einst ausmachte, ist heute noch vorhanden.

Frankfurt – Was wäre die Stadt Frankfurt bloß ohne die Skyline? Ein Wahrzeichen, welches sich über die Zeit entwickelte und demnach auch veränderte. In einer Pressemitteilung zeigt die Stadt, dass ein Teil der Hochhäuser in Frankfurt gar nicht mehr existiert.

Setzt man sich mit der Veränderung der Skyline auseinander, fragt man sich, was eigentlich das erste Hochhaus in Frankfurt war? Schon die ersten Hochhäuser übertrafen die durch die Hessische Bauordnung festgelegte Mindesthöhe von 22 Metern: Sei es der 33 Meter hohe Mouson-Turm als erstes Hochhaus der Stadt (1926) oder auch das von der Goethe-Universität genutzte IG Farben-Haus (1928) mit 35 Metern.

Frankfurter-Skyline: Diese Hochhäuser sind heute verschwunden

Hochhäuser adé! Wie die Stadt Frankfurt mitteilt, verschwanden in der Vergangenheit hin und wieder bedeutende Hochhäuser. Eines davon sei das 69 Meter hohe Fernmeldehochhaus mit seinen markanten Antennen gewesen: Mitten in der damals noch flachen Innenstadt bildete dies in der Nähe der damaligen Zeil einen „optischen Fixpunkt“. Aufgrund von Bedarfsmangel wurde das Fernmeldehochhaus dann verkauft – heute stehen auf diesen Plätzen das Hotel Jumeirah, das Bürohochhaus Nexttower und das Einkaufsszentrum Myzeil mit Höhen bis zu 135 Metern.

Frankfurt 1965: das Zürich-Hochhaus mit der zerstörten Alten Oper

Auch das Zürich-Hochhaus war nach Angaben der Stadt Frankfurt mit seinen rund 68 Metern eines der höchsten Gebäude in der Stadt. Es habe noch eine besondere Bedeutung gehabt, da es „den Beginn einer Epoche“ markierte. Das Zürich-Hochhaus soll den sogenannten „International Style“ in die Metropole gebracht haben. Auch der 116 Meter hohe AfE-Turm sei aufgrund von Dysfunktionalität gesprengt worden – damals galt es als Universitätsgebäude als das höchste Haus der Stadt. Hochhäuser wie das Gebäude der SGZ-Bank, das Shell-Hochhaus oder auch das AEG-Hochhaus wurden ebenfalls entfernt.

Frankfurter Stadtentwicklung: Hauptsache „hoch hinaus“

Heute ist ein Frankfurt ohne Skyline kaum noch denkbar. Wie die Stadt Frankfurt berichtete, sei das erste Bürogebäude im Westend durch die zerstörte Alte Oper und der grundsätzlich flach-bebauten Innenstadt besonders zur Geltung gekommen: „Das war schon stilbildend und sehr markant an diesem Ort“, so Architekturhistoriker Philipp Sturm in der Pressemitteilung.

In „Mainhattan“ ist aktuell der Commerzbank Tower mit einer Höhe von 259 Metern das höchste Gebäude der Metropole. In der Stadtentwicklung verlor Frankfurt jedoch einige Hochhäuser.

Hier die signifikantesten ehemaligen Hochhäuser in der Geschichte Frankfurts:

  • Dresdner-Bank-Hochhaus (1978): 166,3 Meter (2008 zum „Silberturm“ umgebaut)
  • Plaza Büro Center (1976): 162 Meter (2009 zum „Westend Gate“ umgebaut)
  • AfE-Turm (1972): 116,4 Meter (zerstört)
  • SGZ-Bank (1972): 115 Meter (zerstört)
  • Shell-Hochhaus (1966): 90 Meter (zerstört)
  • Zürich-Haus (1962): 68 Meter (zerstört)
  • AEG-Hochhaus (1951): 43 Meter (zerstört)
  • Quelle: skylineatlas.de

Wie die Stadt Frankfurt mitteilte, seien in Zukunft keine weiteren Abrisse von Hochhäusern vorgesehen. (Yasemin Kamisli)

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