Frankfurt: Kommt die Sperrstunde für Alt-Sachsenhausen?
+
Frankfurt: Kommt die Sperrstunde für Alt-Sachsenhausen?

Corona-Krise

Zu viel Ärger im Kneipenviertel: Sperrstunde in Alt-Sachsenhausen droht

  • Thomas J. Schmidt
    vonThomas J. Schmidt
    schließen

In Frankfurts Kneipenviertel Alt-Sachsenhausen wird an den Wochenenden wild gefeiert – trotz Corona-Auflagen. Nun droht eine Sperrstunde die Party-Laune zu verderben.

  • Frankfurts Kneipenviertel Alt-Sachsenhausen macht der Stadt immer wieder Probleme.
  • Gerade während der Corona-Krise fallen Missstände auf, es gibt viele Kontrollen.
  • Nun droht die Stadt Frankfurt, für Alt-Sachsenhausen eine Sperrstunde zu erlassen.

Frankfurt – Am heutigen Dienstag (29.09.2020) entscheiden die Stadt Frankfurt und die Landespolizei über die Einführung einer Sperrstunde in Alt-Sachsenhausen. „Ich bin sehr dafür. Es ist aus meiner Sicht notwendig“, sagte Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU) am Montag (28.09.2020) im Rechtsausschuss. In den vergangenen Wochen habe es in dem Stadtteil immer wieder große Kontrollen mit Landespolizei, Stadtpolizei und Lebensmittelüberwachung gegeben. Und immer seien dabei Missstände aufgefallen, wurden Gaststätten beanstandet. „Morgen“ - also am heutigen Dienstag - „tausche ich mich mit der Landespolizei aus und wir treffen eine Entscheidung“, sagte Frank. Sehr wahrscheinlich laufe es auf eine Sperrstunde in dem Stadtteil hinaus.

Corona-Krise in Frankfurt: Sperrstunde in Alt-Sachsenhausen naht

Grund für die Beanstandungen sind unter anderem die Verstöße gegen die Corona-Verordnung. Schon am Opernplatz habe man sehen können, so der Dezernent, dass das Publikum mehrfach am Abend wechselte und dann gegen ein, zwei Uhr auch die Stimmung kippte, aggressiver wurde. „Nachdem wir dort eine Sperrstunde eingeführt haben, wurde es besser.“ Vielleicht, weil Jugendliche aus umliegenden Orten gewusst hätten, dass es sich nicht mehr lohne, hinzufahren, wenn um ein Uhr eh alles zu sei.

Sperrstunde in Frankfurts Kneipenviertel Alt-Sachsenhausen: „Für Sicherheit sorgen“

Auf einen solchen Effekt hofft Frank auch in Alt-Sachsenhausen. Für die Gastwirte tue es ihm zwar leid. „Aber wir müssen für die Sicherheit sorgen. Wir drücken alle ein Auge zu und machen für die Gastwirte möglich, was möglich ist.“ So etwa im Winter mit Überdachungen, Windschutz und Heizpilzen. Sowohl das Planungsdezernat als auch das Verkehrsdezernat helfen so, die Gastwirte über den Winter zu retten. Aber diese müssten sich an die Regeln halten. Wenn dies, wie in Alt-Sachsenhausen, nicht immer so sei, dann müssten die Gastwirte mit den Konsequenzen leben (tjs)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare