+
Testweise wird Dienstag mit dem Mainkai eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen durch Frankfurt gesperrt.

Verkehrsversuch

Ab Dienstag ist der Mainkai gesperrt: Wir beantworten alle Fragen zur Sperrung

Testweise wird Dienstag mit dem Mainkai eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen durch Frankfurt gesperrt. Die Uferstraße in der Altstadt bleibt dann Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Autofahrer müssen sich neue Strecken suchen. Alle wichtigen Antworten zur Sperrung gibt es hier.

In welcher Zeit ist der Mainkai gesperrt?

Nach Angaben der Stadt soll die Sperrung morgigen Dienstag um neun Uhr erfolgen. Ab dann wird dort ohnehin das Mainfest aufgebaut. Gesperrt bleibt die nördliche Uferstraße 13 Monate lang bis zum Museumsuferfest im nächsten Jahr. Nach dessen Abbau dürfte die Straße dann ab dem 1. September 2020 wieder befahrbar sein.

Sperrung zwischen Untermainbrücke und der Straße Zum Pfarrturm

In welchem Bereich ist der Mainkai gesperrt?

Für motorisierten Verkehr ist die Straße zwischen Untermainbrücke und der Straße Zum Pfarrturm. Von der Straße Zum Pfarrturm bis zur Alten Brücke ist der Mainkai Einbahnstraße.

Wie funktioniert die Ausfahrt aus dem Parkhaus Dom/Römer?

Wie bisher auch. Auch die direkte Ausfahrt Richtung Osten ist weiterhin möglich über die Straße Zum Pfarrturm und dann den Mainkai.

Wie funktioniert die Zufahrt zur Anlegestelle der Passagierschifffahrt?

Es gibt weiterhin keine Autoparkplätze im direkten Umfeld. Fahrgäste sollten das Parkhaus Dom/Römer benutzen. Reisebusse können über Fahrgasse, Weckmarkt und Zum Pfarrturm zum Mainkai gelangen und dort die Passagiere ein- und aussteigen lassen.

Warum wird der Mainkai gesperrt?

Die Stadtverordnetenversammlung hat die Sperrung als 13-monatigen Testlauf beschlossen. Wie in anderen großen Städten auch, soll der schönste Teil des Mainufers Fußgängern und Radfahrern zur Verfügung stehen. Verkehrslärm und Abgase sollen dort der Vergangenheit angehören.

Wer ist auf die Idee gekommen?

Erste Ideen dazu gab es schon vor rund 50 Jahren. Allerdings war seinerzeit ein Tunnel geplant worden, um den Verkehr aufzunehmen. Dieser wurde aber nie realisiert, auch weil der Platz fehlte. Die Mainkai-Sperrung gehört zum Gesamtkonzept der Neugestaltung der Mainufer aus der Ära der Dezernenten Hilmar Hoffmann und Martin Wentz (beide SPD) aus den 80er- und 90er-Jahren - ebenso wie das Museumsufer.

Gesperrtes Mainkai: Fußgänger, Radfahrer und Skater sollen die Fahrbahn nutzen

Was soll auf dem gesperrten Mainkai passieren?

Der "ruhigen Erholung" soll die Straße dienen, wie es Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) formuliert hat. Abgesehen von den üblichen sind daher keine weiteren großen Feste dort vorgesehen. Lokale sollen ihre Außenbewirtschaftung vergrößern können, Fußgänger, Radfahrer und Skater die Fahrbahn nutzen. Auch eine Teststrecke für einen Linienverkehr mit autonomen Kleinbussen will der Rhein-Main-Verkehrverbund einrichten. Umgebaut wird die Straße erstmal nicht, weil es ja nur ein Testlauf ist.

Wo sollen die Autos jetzt fahren?

Ausdrückliche Umleitungsrouten hat das Straßenverkehrsamt nicht ausgewiesen. Autofahrer sollen sich ihre eigenen, neuen Wege suchen. Im Umfeld wurden Ampeln auf die erwarteten, neuen Verkehrsströme umprogrammiert. Außerdem haben zwei Kreuzungen neue Linksabbiegespuren bekommen, damit es für den Umfahrungsverkehr etwas leichter wird: Vom Untermainkai in die Neue Mainzer Straße sowie von der Schweizer Straße in die Walter-Kolb-Straße.

von Dennis Pfeiffer-Goldmann

Lesen Sie auch:

Sperrung des nördlichen Mainufers: Hier unsere fünf Umleitungstipps

Am Dienstagmorgen um neun Uhr ist Schluss: Dann dürfen keine Autos, Motorräder, Laster und Busse mehr über den Mainkai rollen. Hier die fünf Umleitungstipps unserer Redaktion.

Mainkai für Autofahrer ab Dienstag gesperrt: Das müssen Sie wissen

Ab Dienstag wird der Mainkai am nördlichen Mainufer für den Autoverkehr gesperrt sein. Das müssen Sie zur Sperrung wissen. Zu der Zeit der Sperrung des Mainkais werden dort autonome Busse getestet, wie fr.de* berichtete. 

*fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare