+
Drei Männer überfallen Spielotheken und eine Tankstelle rund um Frankfurt. Als ihnen die Polizei auf die Schliche kommt, geht alles ganz schnell.

Mit Schreckschusswaffe

Spielotheken im Visier: Junge Räuber-Bande geht auf Beutezug

Drei 25 Jahre alte Männer überfallen mehrere Spielotheken und eine Tankstelle rund um Frankfurt. Als ihnen die Polizei auf die Schliche kommt, geht alles ganz schnell. 

Frankfurt – Triste Stimmung und absolute Ebbe in der Kasse: Drei junge Männer kamen Anfang dieses Jahres in einer verrauchten Kneipe auf den glorreichen Gedanken, ihre klammen finanziellen Verhältnisse mit dem Erlös aus Raubüberfällen etwas aufzubessern. In Frage kamen vor allem Spielhallen. Eine Spielothek in der Hanauer Landstraße wurde schließlich innerhalb von nur drei Tagen gleich zwei Mal überfallen.

Beim ersten Mal hieß es lautstark "Alles Geld her", während sich der Lauf einer Schreckschusswaffe auf die verdatterte Angestellte richtete. Mit rund 2600 Euro Bargeld suchten die Täter das Weite. In Groß-Gerau lief die Sache zwei Abende später nicht so gut. Die Mitarbeiterin erklärte den Räubern, dass sie die Kasse infolge eines speziellen Systems nicht einfach öffnen könne. 

Frankfurt: Spielothek im Ostend wird Ziel von Räubern

Nach einem kleinen verbalen Disput ergriffen die Täter ohne Beute die Flucht und fuhren schnurstracks zurück nach Frankfurt, wo sie die Spielhalle im Ostend in besserer Erinnerung hatten. Diesmal war es ein Kollege des ersten Opfers, der tatenlos zusehen musste, wie einer der Räuber rund 1600 Euro aus der Kasse zusammenraffte und gemeinsam mit den Komplizen die Spielhalle verließ. 

Drei Tage später entschied man sich für eine Tankstelle in Babenhausen, wo einer der Täter wohnte. Gleichwohl hatte dieser beim Auskundschaften des Tatorts offenbar übersehen, dass auch hier ein besonderes Kassensystem installiert wurde, womit Raubüberfälle erschwert wurden. Die Tüte, die dem Angestellten entgegen geworfen wurde, blieb aus diesem Grunde leer - den Räubern blieb nichts als die Flucht.

Polizei stoppt Raubüberfall auf Spielotheken im Raum Frankfurt

So wäre die Serie wahrscheinlich bis heute fortgesetzt worden, hätte nicht die Polizei irgendwann einmal eine telefonische Überwachungsmaßnahme gestartet, die Anfang Februar zur Festnahme der Männer führte - praktisch auf dem Weg zum nächsten Überfall.

Vom Landgericht erhielten die drei jeweils 25 Jahre alten Angeklagten gestern recht moderate Urteile: Fünf Jahre und drei Monate, sowie zwei Mal knapp unter fünf Jahren Haft. Die Geständnisse und auch die Worte der Entschuldigung an die betroffenen Angestellten zahlten sich am Ende aus. Mehr aber war infolge der "hohen kriminellen Energie" für die Männer nicht drin.

(ger)

In Frankfurt stirbt eine junge Frau im Markus-Krankenhaus nach einem Kaiserschnitt. Drei Ärztinnen stehen vor Gericht – doch verantwortlich könnte jemand anderes sein.

Ein Geldbote ist vor dem Ikea in Frankfurt angeschossen worden. Der bewaffnete Täter ist weiter auf der Flucht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare