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So ein Sprungturm macht nicht nur im Sommer Spaß - auch im Winter wollen die Bürger im Frankfurter Süden Schwimmen. Eine Traglufthalle könnte Abhilfe schaffen. Doch das Sachsenhäuser Textorbad ist winzig und bald schließt nun auch noch das Rebstockbad. Wo sollen die Bürger denn bitte schön schwimmen?, fragt sich nun der Ortsbeirat 5.

Freibad

Stadionbad soll ganzjährig geöffnet werden - So stehen die Chancen dafür

Gegen die maue Schwimmbad-Kapazität im Frankfurter Süden kämpft der Ortsbeirat 5. Das Stadionbad soll dafür ganzjährig geöffnet werden.

Frankfurt - Das Stadionbad mit einer Traglufthalle zu überdachen, wird nicht möglich sein. Grund dafür ist der Denkmalschutz, der für das Gelände und die Becken gilt, sagt Boris Zielinski, Geschäftsführer der Bäder-Betriebe Frankfurt. Ohnehin müsste für einen Ganzjahresbetrieb das Wasser ständig erwärmt werden, was im Stadionbad aber nicht möglich wäre.

Ob eine Überdachung des Freibades in Frage komme, möchte der Ortsbeirat 5 (Sachsenhausen, Oberrad, Niederrad) wissen und hat einen entsprechenden Antrag in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Auch wie hoch der finanzielle Aufwand wäre, fragt das Stadtteilparlament die Stadt.

"Schulklassen, Vereinen und Bürgern stehen für das Schwimmen nicht genügend Kapazitäten zur Verfügung", heißt es in dem entsprechenden Antrag der FDP-Fraktion. Zumal das Rebstockbad bald nicht mehr zur Verfügung stehe. Denn Frankfurts größtes Hallenbad soll voraussichtlich im Frühjahr 2020 geschlossen, abgerissen und neu gebaut werden. Sportdezernent Markus Frank hat derweil auf Facebook eine mögliche neue große Attraktion - einen Rutschenpark - für das Rebstockbad vorgestellt.

Man habe in einer Machbarkeitsstudie geprüft, in welchem Frankfurter Bad man eine Ausgleichsfläche für das Rebstockbad schaffen könne, sagt Zielinski, um auch für Schulen und Vereine Unterricht und Training gewährleisten zu können. Die Wahl war auf das Hausener Bad gefallen, dort sei eine Überdachung möglich und das Becken sei ja beheizbar.

Schwimmen im Winter: Textorbad ist zu klein

Gerade im Süden Frankfurts ergäben sich große Defizite, zumal das Textorbad recht klein sei, erklärt die FDP. Das Stadionbad biete sich deshalb an, weil es große Kapazitäten und eine gute Verkehrsanbindung habe. Außerdem könne man der stark wachsenden Bevölkerung im Süden durch die Warmwasseraufbereitung ein adäquates Schwimmbad ganzjährig offerieren.

Thomas Murawski (SPD) schlug vor, die Forderung um den Satz "unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes und Installation einer Beckenheizung" zu ergänzen. Er wurde in das Papier eingefügt. Murawski findet das Argument des Denkmalschutzes nur vorgeschoben sei, er gelte doch nur fürs Gebäude und nicht für die Becken. Zudem stehe sowieso eine Sanierung des Stadionbades an. Die letzte Grundrenovierung liege schon lange zurück, sei 1984 passiert. "Da besteht Handlungsbedarf".

Stadionbad: Einstiges Hotel verkommt

Auch das ehemalige Hotel am Stadionbad stehe schon sehr lange leer und verkomme, noch immer gebe es hierfür nicht einmal ein Nutzungskonzept, kritisierte Murawski weiter. Der Ortsbeirat 5 wünscht eine Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes. die auch möglichst die Wiedereröffnung des traditionsreichen Cafés für die Besucher des Schwimmbades mit einschließen solle.

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Man sei nach wie vor mit einem Investor in "guten Gesprächen", die hoffentlich bald positiv abgeschlossen sind, sagte Clarissa Böckl von der Sportpark Stadion GmbH, Eigentümerin des Hotels. Auch sie freue sich, wenn endlich wieder eine sinnvoll Nutzung einziehe. Was genau geplant ist, werde man in "absehbarer Zeit" mitteilen.

VON JUDITH KÖNEKE

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