+
Das Ergebnis eines Grillwochenendes: Die Mülleimer auf der Wiese an der Hadrianstraße quellen regelmäßig über. 

Bereich an der Hadrianstraße 

Stadt sucht neue Flächen für Grillplätze

  • schließen

Mit einem Grillplatzkonzept will die Stadt nicht nur die Ausstattung der bereits bestehenden Plätze verbessern, sondern zugleich neue Flächen im Stadtgebiet suchen. Stadtweit erlaubt werden soll das Grillen nicht.

Ginnheim/Heddernheim – Die einen lieben es, die anderen hassen es: Grillen im Park. Stets kommt es zu Konflikten der verschiedenen Nutzer der Grünflächen. Für mindestens genauso viel Aufsehen sorgte allerdings jüngst die Information der Stadt, der Grillplatz an der Hadrianstraße in Heddernheim - dort kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Problemen - solle geschlossen werden. Stattdessen, so der Plan des Grünflächenamtes, sollte ein Grillplatz im Niddapark, direkt gegenüber des Spiel- und Wasserspielplatzes installiert werden. Doch der Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) sprach sich dagegen aus.

Die Schließung des Grillplatzes an der Hadrianstraße stünde allerdings gar nicht in direktem Zusammenhang mit der Überlegung eine Grillfläche im Niddapark auszuweisen, teilte jetzt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) mit. Der zuständige Ortsbeirat 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt) habe die Schließung des Platzes in Heddernheim ohnehin beschlossen.

Niddapark: Geeignete Flächen für Grillplätze

Die Fläche im Niddapark parallel zu den vorhandenen Spielanlagen sei derweil aus fachlicher Sicht geeignet für einen Grillplatz, da die notwendige Infrastruktur, wie Toiletten, bereits vorhanden ist, so die Dezernentin. Die Ausweisung als Grillplatz wäre aus Sicht des Magistrats die Chance gewesen das bereits stattfindende "wilde" Grillen zu ordnen und räumlich zu fassen.

In der Fragestunde der jüngsten Stadtverordnetenversammlung hatte Christiane Loizides, Stadtverordnete und zugleich Mitglied im Ortsbeirat 9, noch einmal darauf hingewiesen, dass sich der Niddapark keinesfalls für solch einen Grillplatz eigne. Viel wichtiger sei ein Grillplatzkonzept für das gesamte Stadtgebiet, das Nutzungskonflikte minimiert und umweltschonendes Grillen ermöglicht.

Grillplätze: Frische Ausstattung 

An solch einem Konzept werde aktuell gearbeitet, so Heilig. Neben der Ausstattung der bereits bestehenden Grillplätze mit neuem und geeignetem Mobiliar, stünde dabei die stadtweite Suche nach geeigneten Flächen im Fokus. Die gestalte sich jedoch schwierig.

Durch entsprechende Maßnahmen, wie das Angebot ausreichend dimensionierter Mülleimer sowie rücksichtsvolles Verhalten der Nutzer könnten die Beeinträchtigungen auf die Umwelt und die städtischen Grünflächen bereits jetzt minimiert werden. Vorausgesetzt, die bereitgestellten Entsorgungsmöglichkeiten würden auch genutzt. Ein Beitrag zum umweltschonenden Grillen wäre auch auf Einweg-Grills zu verzichten. Überlegungen, das Grillen stadtweit zu erlauben gebe es derzeit nicht.

Von Judith Dietermann

Auch interessant: 

Frankfurter Stadtkinder lernen die Natur kennen: Teilnehmer legen Berührungsängste ab

Von wegen "Pfui, Spinne": Vorurteile abbauen und Staunen lernen über die Vielfalt der Natur: Diese Erfahrungen machen zurzeit die Kinder der Hortgruppe 63 der Projektgruppe "Kind in Nied".

Alt-Sachsenhausen will weg von seinem Ballermann-Image

Alt-Sachsenhausen hat ein schlechtes Image. Damit möchte die FDP im Ortsbeirat nun aufräumen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare