Westlich der Nordweststadt (rechts) könnte der neue Stadtteil auf beiden Seiten der A5 entstehen.
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Westlich der Nordweststadt (rechts) könnte der neue Stadtteil auf beiden Seiten der A5 entstehen.

Josefstadt

Planungen für neuen Stadtteil starten in die nächste Runde – Jetzt sind die Bürger gefragt

Bis zu 30.000 Menschen sollen einmal auf beiden Seiten der A5 bei Frankfurt wohnen. Die Experten haben jetzt ihre Konzepte zum Bau neuer Quartiere überarbeitet. Nun sollen die Bürger wieder mitsprechen - zumindest digital.

Frankfurt. Die Bürgerbeteiligung zum "Neuen Stadtteil der Quartiere" im Nordwesten Frankfurts geht von heute (Montag) an in die nächste Phase. Verschiedene Möglichkeiten der Beteiligung warten auf Interessierte. "Die Planungsteams haben ihre Planungen weiterentwickelt und ganz unterschiedliche Ansätze erarbeitet", sagt Planungsdezernent Mike Josef (SPD).

Erfreulich sei, dass alle Teams Siedlung und Freiraum zusammendächten und den neuen Stadtteil aus der Landschaft heraus entwickelten. "Mir ist wichtig, dass wir die Planungen zum ,Neuen Stadtteil der Quartiere'' umfassend diskutieren. Nur so kommen wir zu guten Lösungen", erklärt Josef.

Frankfurt: Studien zum neuen Stadtteil im Nordwesten bis 23. August einsehbar

Unter www.ffm.de/nordwest sind vom 3. bis 23. August die weiterentwickelten Studien zu Stadt und Landschaft einsehbar. Das Feedback zum Format der ersten Online-Beteiligung hat das Stadtplanungsamt berücksichtigt. "Wir müssen und wollen in diesen Zeiten dennoch besondere Vorsicht walten lassen und die Gesundheit der Menschen nicht gefährden", erklärt Martin Hunscher, Leiter des Stadtplanungsamtes. "Um sich zu den fachlichen Themen austauschen zu können, stehen im Beteiligungszeitraum Mitarbeitende des Stadtplanungsamtes als virtuelle Gesprächspartner zur Verfügung."

Frankfurt: Ausstellung zur „Josefstadt" im Planungsdezernat

Eine begleitende Ausstellung im Planungsdezernat (Kurt-Schumacher-Straße 10) rundet die zweite Beteiligungsphase ab. Dort werden neben den fachlichen Grundlagen die Konzepte und die Gedanken der Planungsteams ebenfalls ausgestellt und können vor Ort kommentiert werden.

Im Dezember 2017 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, vorbereitende Untersuchungen für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme im Frankfurter Nordwesten durchführen zu lassen. In diesen Untersuchungen sind seit März 2020 sieben Planungsteams mit der Frage beauftragt, wie neue Quartiere und Grünflächen im Frankfurter Nordwesten aussehen können. Die ersten Konzepte wurden bereits im Mai der Öffentlichkeit vorgestellt.

Frankfurt: Jury bewertet Pläne für neuen A5-Stadtteil

Nun haben die Planungsteams auf Basis der Anregungen der Jury und der Bürgerschaft ihre Konzepte konkretisiert. Die aktuellen Zwischenstände zeigen in einem detaillierteren Maßstab, wo Quartiere und Grünflächen entstehen und vor allem wie sie aussehen können. Die Teams haben insgesamt rund sechs Monate Zeit für die Erstellung ihrer Entwürfe.

Die Experten-Jury wird im November eine Empfehlung zu den Studien abgeben. Sachverständige aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft begleiten die Jury hierbei. Die Empfehlung der Jury bildet die Grundlage für die wirtschaftlichen Berechnungen in den vorbereitenden Untersuchungen der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme, über deren "ob" im Anschluss die Stadtverordnetenversammlung entscheiden muss.

Frankfurt: Bürgerdialog zu neuem Stadtteil für November angepeilt

Das Planungsdezernat hat im Sommer 2019 mit dem Stadtplanungsamt einen umfangreichen Dialogprozess zum "Neuen Stadtteil der Quartiere" initiiert. Zur Auftaktveranstaltung im November 2019 kamen rund 350 Menschen ins Planungsdezernat. Der Einladung zum ersten Bürgerdialog im Februar 2020 folgten 150Personen nach Praunheim. Anfang Mai sollte ein zweiter Bürgerdialog, im Sommer durch "aufsuchende Formate" vor Ort und ein dritter Bürgerdialog im November durchgeführt werden. Mit der Corona-Pandemie seit März konnte dieses Beteiligungskonzept nicht mehr umgesetzt werden. Der Dialogprozess wurde aufgrund der Kontakbeschränkungen auf der städtischen Beteiligungsplattform "Frankfurt fragt mich" in zwei digitalen Beteiligungsrunden fortgesetzt.

Trotz der sensiblen Rahmenbedingungen soll der dritte Bürgerdialog voraussichtlich am 7. November nicht nur digital, sondern auch in einer öffentlichen Veranstaltung mit Hygienekonzept durchgeführt werden. Erst nach diesem Bürgerdialog wird die Jury Empfehlungen zu den Studien zu Stadt und Landschaft aussprechen. (ffm)

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