Dutzende Stieglitze soll ein Mann in Frankfurt wild gefangen haben. (Symbolbild)
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Dutzende Stieglitze soll ein Mann in Frankfurt wild gefangen haben. (Symbolbild)

50 pro Monat

Mann fängt geschützte Singvögel in Frankfurt – und verkauft sie weiter

  • Svenja Wallocha
    VonSvenja Wallocha
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In Frankfurt hat ein Mann offenbar über Monate geschützte Singvögel gefangen, um sie anschließend zu verkaufen. Nun ermittelt die Polizei.

Frankfurt – Einen Stieglitz hört man eher, als dass man ihn sieht. Wenn er sich zeigt, fällt vor allem das schwarz-rote Köpfchen auf. Die kleinen Singvögel gehören zu den geschützten Arten. Sie dürfen also nicht gefangen oder als Wildvögel verkauft werden. Ein Mann aus Frankfurt tat es trotzdem – monatelang und in großem Stil.

Der Besitzer einer Kleingartenanlage in Frankfurt-Sachsenhausen hat offenbar gewerbsmäßig Stieglitze gefangen, um sie anschließend zu verkaufen. Wie die Tierschutzorganisation Peta mitteilte, habe der Mann die Singvögel mit einem Artgenossen angelockt und so bis zu 50 Tiere pro Monat eingefangen.

Frankfurt: Mann fängt über Monate Stieglitze – Geschützte Vogelart

„Stieglitze sind bei einigen vermeintlichen Vogelliebhabern und -liebhaberinnen wegen ihrer bunten Farben und dem schönen Gesang begehrt, doch in einem Käfig verkümmern sie und sterben oft viel zu früh. Wie alle Singvögel stehen sie unter Schutz und dürfen nicht eingefangen werden“, so ein Peta-Sprecher. Die Organisation meldete den Vorfall bei der Veterinärbehörde, außerdem wurde Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt erstattet.

Wie auch der Nabu auf seiner Homepage schreibt, sind Stieglitze wegen ihres Gesangs bis heute ein beliebter Stubenvogel. Wer sie wild fängt und verkauft, muss mit einem Strafverfahren und sogar einer Haftstrafe rechnen. Auch in Frankfurt kämpft der Vogel ums Überleben. (svw)

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