1. Startseite
  2. Frankfurt

Studieren in Frankfurt: Preise für WG-Zimmer gehen durch die Decke

Erstellt:

Von: Vincent Büssow

Kommentare

Skyline Frankfurt
In Frankfurt kostet ein WG-Zimmer so viel, wie fast nirgendwo sonst. Für Studierende wird das zum Problem. (Archivbild) © Fabian Sommer/dpa

Eine neue Studie hat den Wohnungsmarkt für Studierende untersucht. Nach einer Corona-Pause steigen die Preise wieder stark – vor allem in Frankfurt.

Frankfurt – Dass Wohnen in Frankfurt einiges kostet, ist kein Geheimnis. Eine neue Studie hat sich jetzt, mit Blick auf Studierende, den Preisanstieg von WG-Zimmern angeschaut und das tatsächliche Ausmaß festgestellt. Nach zwei Jahren Corona-Pause schießen die Preise jetzt nämlich in ganz Deutschland durch die Decke – mit Frankfurt an der Spitze.

Bundesweit kosten ein WG-Zimmer in einer Studentenstadt Anfang 2022 rund 414 Euro, wie die am Montag (21.02.2022) veröffentlichte Studie des Moses-Mendelssohn Instituts ermittelt hat. Nachdem die Zimmerpreise im vergangenen Jahr von etwa 400 Euro auf 391 Euro gesunken waren, stellt die aktuelle Entwicklung einen deutlichen Anstieg dar. Grund für die zwischenzeitliche Atempause auf dem Wohnungsmarkt war die Corona-Pandemie, durch die die Nachfrage nach Studentenzimmern sank. Da aktuell aber viele Universitäten wieder Präsenzveranstaltungen anbieten, ist der Effekt mittlerweile verpufft.

Studieren in Frankfurt: WG-Zimmer sind überdurchschnittlich teuer

Frankfurt liegt dabei weit über dem bundesweiten Durchschnitt: Mit einer Steigerung von 520 auf 550 Euro gingen die Preise in der Bankenmetropole zuletzt sogar schneller in die Höhe als in München, wo ein WG-Zimmer 680 Euro kostet. Studierende müssen in Frankfurt somit inzwischen mehr für das Wohnen bezahlen als in Hamburg und Berlin, wo das Zimmer monatlich etwa 500 Euro kostet. Laut der Studie sollen die Preise auch in Zukunft weiter steigen.

Die coronabedingten Effekte, die zu der aktuellen Preis-Explosion von Studentenzimmern in Frankfurt und darüber hinaus geführt haben, sollen im Laufe des Jahres noch verstärkt werden. So soll der Andrang auf Hochschulstädte im Sommersemester nochmal steigen, wobei die Situation durch Studierende aus dem Ausland sowie diejenigen, die ihr Studium wegen der Corona-Pandemie verlängern müssen, weiter verschärft wird.

Zuletzt hatte die Debatte über schärfere Vorgaben auf dem Wohnungsmarkt in Frankfurt für Unsicherheit gesorgt. Auch hier besteht die Gefahr, dass die Mieten teurer werden. (vbu/dpa)

Auch interessant

Kommentare