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Wolfgang Hilger, ehemaliger Chef der Hoechst AG, ist gestorben. 

Trauer um Ex-Chef der Hoechst AG – Wolfgang Hilger ist tot

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Hoechst AG  ist im Alter von 90 Jahren gestorben. 

Frankfurt – Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Hoechst AG, Professor Wolfgang Hilger, ist tot: Er sei am Sonntag "friedlich eingeschlafen", teilt die Familie mit. Hilger starb im Alter von 90 Jahren zu Hause in Glashütten. 

Hilger, gebürtig aus Leverkusen, hatte sich nach seinem Chemiestudium für die Hoechst AG als berufliche Wirkungsstätte entschieden, weil sein Vater bei der Bayer AG arbeitete und er nicht "der junge Hilger" sein wollte. 1958 trat er in die Farbwerke ein, arbeitete zuerst in der Forschung, dann in der Produktion und der Technischen Direktionsabteilung. 1985 übernahm Wolfgang Hilger den Vorsitz im Vorstand von Rolf Sammet. Er stellte die Weichen auf Wachstum: Ein Meilenstein war 1986 der Erwerb des amerikanischen Chemiekonzerns Celanese. Durch die Zusammenarbeit mit Schering brachte er den Geschäftsbereich Landwirtschaft zur Blüte; "Hoechst High Chem" war das Schlagwort.

Zu Hilgers Amtszeit gehört aber auch das Jahr 1993, in dem der "Rosenmontagsstörfall" und der Umgang des Vorstands damit viel Vertrauen zerstörte. Dieser Image-Verlust lieferte in den Jahren darauf die Argumente, die Hoechst AG zu zerteilen. Hilger schied noch davor, 1994, aus dem Vorstand aus. 

hv / ubo

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