Im Ostend von Frankfurt ruft eine Frau die Polizei. Sie sieht zwei maskierte und bewaffnete Gestalten in einen Kiosk gehen und befürchtet einen Überfall.
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Im Ostend von Frankfurt ruft eine Frau die Polizei. Sie sieht zwei maskierte und bewaffnete Gestalten in einen Kiosk gehen und befürchtet einen Überfall. (Symbolbild)

Kiosk im Ostend

Überfall auf Kiosk: Polizei stoppt Dreharbeiten

Im Frankfurter Ostend rief eine Frau die Polizei. Sie sah zwei maskierte und bewaffnete Gestalten in einen Kiosk gehen und befürchtete einen Überfall. Als die Beamten eintrafen, stellte sich die Geschichte aber als ganz anders heraus.

  • Vermeintlicher Überfall auf Kiosk in Frankfurt Ostend
  • Frau alarmiert Polizei Frankfurt
  • Polizisten finden Kameraequipment und Stativ

Frankfurt - Gegen 20.40 Uhr am Montagabend (10.02.2020) meldete eine Passantin über den Notruf, eben in der Hanauer Landstraße in Frankfurt zwei Männer vor einem Kiosk gesehen zu haben. Einer von ihnen habe sich eine Sturmhaube übergezogen, der andere habe offensichtlich eine schwarze Pistole in der Hand gehalten. Als sie fertig waren, hätten beide den besagten Kiosk im Ostend betreten. Sie befürchtete einen Überfall.

Frankfurt Ostend: Frau ruft Polizei Frankfurt wegen vermeintlichen Überfall

Nach ihrem Anruf fuhren sofort mehrere Polizeistreifen zu dem beschriebenen Kiosk. Dabei erkannten die Beamten der Polizei Frankfurt von außen tatsächlich zwei Männer im Inneren des Kiosks. Einer maskiert, der andere mit einer Pistole bewaffnet. Die Polizisten näherten sich dem Laden daraufhin mit gezogenen Dienstwaffen.

Im Kiosk trafen sie auf mehrere Männer, die nun von der Polizei dazu aufgefordert wurden, sich sofort auf den Boden zu legen. Einer von ihnen, ein 25-Jähriger aus Maintal, trug die Sturmhaube nach oben geschoben als Mütze auf dem Kopf. Die Schusswaffe, eine täuschend echt aussehende Softairwaffe vom Modell „Desert Eagle“, fanden die Beamten auf dem Verkaufstresen des Kiosks.

Frankfurt Ostend: Vermeintlicher Überfall auf Kiosk – Polizei stoppt Dreharbeiten

Außer dem 25-Jährigen aus Maintal gab sich zusätzlich ein 33-jähriger Frankfurter den Beamten zu erkennen. Beide gaben an, Komiker zu sein. Die ganze Aktion mit dem vermeintlichen Überfall auf den Kiosk im Ostend von Frankfurt habe lediglich als Videodreh gedient. Ein dazu passendes Drehbuch trug der 25-Jährige auch bei sich. Außerdem waren im Geschäft sowohl ein Stativ, eine Kamera als auch Beleuchtungsequipment vorhanden.

Das Einverständnis des Kioskbesitzers zu dem Videodreh lag nach dessen Aussage vor, eine offizielle Drehgenehmigung jedoch nicht. Zudem hatten es alle Beteiligten versäumt, das örtlich zuständige Polizeirevier vorher über den Dreh zu informieren. Darüber hinaus zeigten sie sich der Polizei zufolge vollkommen uneinsichtig. Die Polizei stellte sowohl die Waffe als auch die Sturmhaube sicher.

Gegen die Verantwortlichen wird jetzt ein Strafverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens und einem Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstoß gegen das Waffengesetz eingeleitet.

aba

Ende 2020 fallen 257 Wohnungen im Ostend aus der Sozialbindung in Frankfurt. Damit geht die Zahl der Belegungsrechte auf weniger als 500 Wohnungen zurück. Der Ortsbeirat hofft nun auf die Stadt Frankfurt.

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