Die Leuchtschrift „Unfall“ auf dem Dach eines Polizeiwagens.
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Unfallflucht in Frankfurt: Ein alkoholisierter Mann verursachte zwei Unfälle in Bornheim und flüchtete (Symbolbild).

Unfallflucht

Frankfurt: Mann baut zwei Unfälle und flüchtet – es ist Alkohol im Spiel

  • Paul Bröker
    VonPaul Bröker
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In Frankfurt-Bornheim verursacht ein alkoholisierter 62-Jähriger zwei Unfälle und flüchtet. Aus Protest gegen die Polizeimaßnahmen entleert er vor dem Revier seinen Darm.

Frankfurt – Polizeibeamte des 6. Reviers haben gestern Abend (09.12.2021) in Frankfurt einen 62 Jahre alten Mann festgenommen, der nach derzeitigem Stand als Verursacher für gleich zwei Unfälle im Frankfurter Stadtteil Bornheim infrage kommt. Das berichtet die Frankfurter Polizei.

Nach dem ersten Unfall mit einem Bus flüchtete der Mann offenbar. Dann verursachte er mit seinem Auto einen weiteren Unfall, bei dem er mit einem Pkw zusammenstieß, heißt es weiter.

Unfallflucht in Frankfurt: 62-jähriger Mann war stark alkoholisiert

Gegen 22.45 Uhr ging auf der Wache des 6. Polizeireviers der Anruf eines Autofahrers ein. Der Fahrer eines VW Tiguan meldete, auf der Ringelstraße an einem Unfall beteiligt gewesen zu sein. Da sich der Unfallverursacher aus dem Staub machen wollte, fuhr umgehend eine Polizeistreife zum gemeldeten Unfallort.

Kurze Zeit später stoppten die Beamten einen Ford Mondeo mit dem mutmaßlichen Unfallverursacher. Am Steuer saß ein 62-jähriger Mann, der augenscheinlich stark alkoholisiert war. Ein bei ihm durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,5 Promille.

Doch damit nicht genug: Die Streife erreichte kurz darauf die Meldung, dass das von den Beamten angehaltene Fahrzeug zuvor in der Saalburgallee mit einem Linienbus zusammengestoßen war. Hierbei gelang dem Fahrer die Flucht. Der bei beiden Unfällen entstandene Sachschaden liegt laut Polizeiangaben im vierstelligen Bereich.

Frankfurt: Unfallverursacher verrichtet aus Protest seine Notdurft vor dem Polizeirevier

Für den 62-jährigen Fahrer, der im Verdacht steht, beide Unfälle verursacht zu haben, ging es in der Folge auf eine Polizeiwache. Die Beamten stellten sein Fahrzeug und seinen Führerschein sicher. Nachdem ihm Blut entnommen worden war, wurde der Mann wieder entlassen.

Die Maßnahmen der Polizei, mit denen er offenbar nicht einverstanden war, quittierte der Mann mit der Verrichtung seiner Notdurft vor dem Polizeirevier. Zur Verkehrsunfallflucht und dem Verdacht der Trunkenheitsfahrt kam somit noch ein weiteres Delikt hinzu: eine Ordnungswidrigkeit.

Nicht immer enden Autounfälle nur mit Blechschäden: Vor einem Monat passierte ein tödlicher Unfall in Frankfurt. Dabei übersah eine Autofahrerin einen Fußgänger. (Paul Bröker)

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