Rund 2000 Quadratmeter Kreuzung wollen die Straßenbauer an der Lyoner Straße neu gestalten. Los geht es im Herbst. Die Arbeiten sollen ein halbes Jahr dauern. Rund 1,2 Millionen Euro sind dafür veranschlagt. Fotos: Enrico Sauda
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Rund 2000 Quadratmeter Kreuzung wollen die Straßenbauer an der Lyoner Straße in Frankfurt neu gestalten. Los geht es im Herbst. Die Arbeiten sollen ein halbes Jahr dauern. Rund 1,2 Millionen Euro sind dafür veranschlagt.

Verkehr

Achtung, Baustellen! An knapp 100 Stellen soll 2021 in Frankfurt gebaut werden

  • Thomas J. Schmidt
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Welche Straßen in Frankfurt dieses Jahr neu gestaltet werden und wo mit Behinderungen zu rechnen ist. Zwei Dauerbaustellen drohen.

Frankfurt - An rund 100 Stellen wird das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) in diesem Jahr arbeiten. Beeinträchtigungen für den Verkehr erwartet Markus Bürgel vom ASE vor allem an zwei Stellen: An der Wilhelmshöher Straße und an der Lyoner Straße. Dort, an der Lyoner, wird, so die Planung, von Oktober 2021 bis März 2022 für voraussichtlich 1,2 Millionen Euro eine neue, barrierefreie Anbindung des Mainuferwegs an die Lyoner Straße geschaffen. „Die bestehende Brücke wird abgerissen“, erläutert Bürgel. Rund 2000 Quadratmeter Kreuzung sollen neu gestaltet werden, um Radfahrern das leichtere Passieren zu ermöglichen. Dazu wird auch eine Rampe errichtet, um den Höhenunterschied vom Mainuferweg zur Kreuzung zu bewältigen.

Eine neue Ampelanlage ist ebenfalls erforderlich. „Wir investieren das Geld in eine zeitgemäße Verkehrsinfrastruktur, bei der dem Radverkehr eine besondere Bedeutung zukommt. Ganz im Sinne der Verkehrswende“, betont Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD). Dies betrifft nicht nur die Lyoner Straße, aber diese besonders. „Den Radweglückenschluss zwischen Rheinstraße und Hohenstaufenstraße gehen wir in diesem Jahr genauso an, wie den Radweg zwischen Nieder-Erlenbach und Nieder-Eschbach.“

Frankfurt: Wilhelmshöher wird Dauerbaustelle

Die zweite Großbaustelle wird die Bürger Seckbachs für mehrere Jahre begleiten: Am 15. März beginnt die lange angekündigte Erneuerung der Wilhelmshöher Straße. Im ersten Abschnitt beginnt die Erneuerung von der Atzelbergstraße bis Heinz-Herbert-Karry-Straße - 530 Meter, deren Erneuerung wohl drei Jahre dauern wird.

Hinzu kommen, wie in jedem Jahr, eine Vielzahl von Straßenreparaturen - sei es oberflächlich, sei es grundhaft. „Wir werden an zahlreichen Stellen im Stadtgebiet arbeiten“, kündigt die Leiterin des ASE, Michaela Kraft, an. Insgesamt stehen für die rund 100 Baumaßnahmen 29 Millionen Euro zur Verfügung. Dabei werden alleine acht Millionen, verteilt über mehrere Jahre, in der Wilhelmshöher Straße investiert. 1,3 Millionen Euro kostet voraussichtlich die Errichtung einer 118 Meter langen Rampe an der Südseite der Main-Neckar-Brücke. Die nahe der Uniklinik gelegene Eisenbahnbrücke kann dann leichter von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden, um den Theodor-Stern-Kai zu überwinden. Eine weniger steile Rampe wäre auch an der Nordseite nötig, doch kann Michaela Kraft noch nicht sagen, wann diese realisiert werden kann. Die geplante Bauzeit an der Südseite der Eisenbahnbrücke beginnt im April und dauert ein halbes Jahr.

Ebenso langwierig, aber erheblich teurer, wird der Bau einer neuen Fußgängerbrücke in Heddernheim. 2,3 Millionen Euro veranschlagt das ASE, um den maroden Heddernheimer Steg am Nordwestzentrum abzureißen und, zum Teil auf bestehenden Fundamenten, eine neue Stahlbrücke zu errichten.

Frankfurt: Mit dem Rad besser über die Kreuzung

Um für Radfahrer und Fußgänger das Queren zu erleichtern, werden zahlreiche Kreuzungen in der Stadt erneuert. So kommt der Radwegelückenschluss zwischen Rheinstraße (Westend) und Hohenstaufenstraße (Gallus) in diesem Jahr. Die Kreuzung der Friedrich-Ebert-Straße wird umgebaut, dicke rote Fahrradstreifen werden sie queren. Die Kosten für diese Maßnahme betragen 490 000 Euro, die Bauzeit läuft von Juli bis Oktober. Die Eschersheimer Landstraße erhält zwei neue Querungen für Fußgänger über die U-Bahn-Linie, eine in Höhe Dornbusch-Marbachweg, die andere am Sinaipark-Klimsch-Anlage. Die Gesamtkosten betragen 2,8 Millionen Euro, zum Teil sind erhebliche Umbauten erforderlich. Erfolgen sollen sie zwischen Herbst 2021 und Frühjahr 2022.

Unter anderem werden auch die Bushaltestellen der Linie 32 und die Bushaltestelle des Gymnasiums West am Römerhof barrierefrei umgebaut. Neue Baugebiete erschließt das Amt in Heddernheim (An der Sandelmühle), in Nieder-Eschbach (Georg-Büchner-Straße), in Bergen-Enkheim (Röhrborngasse), in Bockenheim (Schönhof) und in Niederrad (Saonestraße). Straßenneubau ist vorgesehen in Alt-Bonames 2 bis 14 und Homburger Landstraße 62 bis 626, jeweils mit Grunderneuerung und Verbreiterung der Gehwege. Die Arbeiten beginnen im März. In Sossenheim wird weiter am Kreisverkehr Dunantring/Sossenheimer Weg/Kurmainzer gebaut, ebenfalls in Eschersheim die Kurhessenstraße mit Kreisverkehr (ab Oktober). Der Neubau am Osthafenplatz endet voraussichtlich im Dezember. Er hat schon im Vorjahr begonnen. (Thomas J. Schmidt)

Für Ärger sorgt in Frankfurt weiter die Mainkai-Sperrung. Die Bürgerinitiative „Sachsenhausen wehrt sich“ spricht von einem „Chaotenprojekt“.

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