Im Schlaf ist in Frankfurt ein 26 Jahre alter Mann mit einer Brechstange angegriffen worden. Der mutmaßliche Täter wurde wegen versuchten Mordes angeklagt. (Symbolbild)
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Im Schlaf ist in Frankfurt ein 26 Jahre alter Mann mit einer Brechstange angegriffen worden. Der mutmaßliche Täter wurde wegen versuchten Mordes angeklagt. (Symbolbild)

Prozess am Landgericht Frankfurt

Im Schlaf mit Brechstange auf Kopf geschlagen: Versuchter Mord in Frankfurter Wohnheim

Ein 26-Jähriger wachte in seinem eigenen Blut auf. Der mutmaßliche Täter steht seit Montag vor dem Landgericht Frankfurt. Die Staatsanwaltschaft sieht das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt.

  • Versuchter Mord in Männerwohnheim in Frankfurt
  • Opfer wachte in eigenem Blut auf
  • Angriff mit schwerer Brechstange

Update vom Montag, 03.02.2020, 17.17 Uhr: Ein 21-Jähriger steht seit Montag wegen Mordverdachts vor dem Landgericht Frankfurt. Ihm wird vorgeworfen, versucht zu haben, seinem 26-jährigen Mitbewohner mit einer schweren Brechstange den Schädel einzuschlagen. Die Anklage lautet: Versuchter Mord. 

Das Opfer soll während der Tat geschlafen haben, daher sieht die Staatsanwaltschaft das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt an – schlafende Menschen seien in der Regel "arg- und wehrlos". Der Angeklagte selbst sprach von Notwehr, das Opfer habe ihn vorher angegriffen. Der 26-Jährige wiederum gab an, in einer Blutlache aufgewacht zu sein. 

Da der mutmaßliche Täter zum Tatzeitpunkt noch nicht 21 Jahre alt war, soll ein Gutachten klären, ob er nach Strafrecht für Erwachsene behandelt wird. Ein Psychiater hatte ihm zuvor die volle Schuldfähigkeit attestiert. Die beiden Männer waren Zimmergenossen in einem Wohnheim in Frankfurt gewesen. 

Anklage wegen versuchtem Mord in Frankfurter Wohnheim

Erstmeldung vom 23.04.2019: In Frankfurt ist am Ostersonntag ein 26-Jähriger offenbar im Schlaf angegriffen und schwer verletzt worden. Ein 20-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen.

26-Jähriger wacht mit Kopfschmerzen auf und sieht Blut

Was war passiert? Der 26-Jährige wachte gegen 23 Uhr mit starken Kopfschmerzen in seinem Bett auf. Dann stellte er fest, dass er am Kopf blutete. Die Verletzung wurde ihm augenscheinlich durch äußere Gewalteinwirkung zugefügt. Er musste stationär in ein Krankenhaus aufgenommen werden.

Erste Ermittlungen führten zu einem 20-jährigen Tatverdächtigen, dem Mitbewohner des Opfers. Er wurde am Montagabend am Hauptbahnhof festgenommen. Er wird verdächtigt, dem 26-Jährigen im Schlaf die Kopfverletzungen beigefügt zu haben.

(red/dpa)

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