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Der 32-jährige Fahrer des Autos sitzt in Untersuchungshaft. (Symbolbild)

Auto-Attacke

Versuchter Mord in Frankfurt - Mann rast mit Auto auf Kontrahenten los 

Ein Mann fährt mit seinem Wagen auf zwei Kontrahenten zu. Die Staatsanwaltschaft wertet diese Attacke nun als Mordversuch.

  • Mann rast mit Auto hinter Kontrahenten her 
  • Angreifer verletzt Kontrahenten nicht
  • Vorfall wird als Mordversuch angesehen

Frankfurt - Anklage wegen versuchten Mordes und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr - damit endete für einen Autofahrer und Gast in einem Nachtlokal an der Hanauer Landstraße nun eine lebensgefährliche Konfrontation mit zwei Männern, mit denen es wegen diverser Belanglosigkeiten zu einem Streit gekommen war.

Frankfurt: Zunächst Drohung und dann Jagd mit Auto

Man hatte sich in der Nacht zum Tag der deutschen Einheit (3. Oktober) zunächst vor dem Nachtlokal getroffen, wo es zu diversen Drohungen kam. Von dieser Auseinandersetzung war der 32 Jahre alte Mann offenbar derart beeindruckt, dass er die beiden Männer mit seinem Wagen verfolgte und schließlich auf dem Parkplatz im Hof der früheren Union-Brauerei - heute ein Kultur- und Kneipenzentrum - ausmachte. Schon heulte der Motor des PS-starken Mercedes auf. Reifen quietschten und zumindest der 35 Jahre alte Kontrahent konnte sich mit einem Hechtsprung zur Seite in Sicherheit bringen. Sein zwei Jahre älterer Kumpel landete dagegen auf der Motorhaube, von der aus er auf den Boden fiel und sich mehrere Prellungen und Schürfwunden einhandelte. 

Doch auch jetzt ließ der wutentbrannte Autofahrer noch nicht locker. Er setzte das Fahrzeug zurück und fuhr erneut auf die Männer zu, die allerdings zur Seite sprangen. So hatte das gefährliche Manöver wenigstens keine schlimmeren Folgen - nach einer ambulanten ärztlichen Behandlung konnten sie den Heimweg antreten.

Versuchter Mord in Frankfurt: "Arg- und Wehrlosigkeit" der beiden Opfer

Nach dreieinhalb Monaten Ermittlungen hielt Oberstaatsanwältin Nadja Niesen gestern die Anklageschrift in den Händen. Der Vorwurf des versuchten Mordes gründet auf der "Arg- und Wehrlosigkeit" der beiden Opfer und der Tatsache, dass diese auch vom Angeklagten gezielt ausgenutzt worden sei. Zumindest der Ältere hatte vor dem Zusammenprall mit dem Wagen nichts von der Attacke hinter seinem Rücken mitbekommen. Aber auch dem Jüngeren blieben für seinen Hechtsprung nur wenige Sekunden Zeit.

Der Täter wurde noch am selben Tag festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen äußerte er sich nur knapp. Er will auf dem Parkplatz seine Lebensgefährtin gesucht haben und dabei nur aus Zufall mit den beiden Männern zusammengetroffen sein. Die Frau war zuvor bereits in dem Nachtlokal dabei, hatte an der Auseinandersetzung jedoch keinen Anteil. Wann sich die Schwurgerichtskammer mit dem Fall befassen wird, steht derzeit noch nicht fest, die erste Jahreshälfte wird jedoch anvisiert. 

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Ein anderer schockierender Fall in Frankfurt: Ein 35-jähriger Mann muss sich in Frankfurt nach dem brutalen Mord an seiner Ex-Freundin vor Gericht verantworten. Im Nidda-Park in Frankfurt kam es zu einem Mordfall: Niddapark-Mord - Angeklagter schwer belastet

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