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Statistik

Frankfurt wächst bis Herbst auf 750.000 Einwohner

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Das Bevölkerungswachstum in Frankfurt setzt sich nur leicht gebremst fort. Im vergangenen Jahr ist die Einwohnerzahl um 11 469 auf 741 093 gestiegen. Damit leben in der Stadt jetzt 100 000 Menschen mehr als noch vor zehn Jahren.

Es ist gerade einmal vier Jahre her, dass Frankfurt die Marke von 700 000 Einwohnern geknackt hat. Jetzt schickt sich die Mainmetropole an, zur Dreiviertelmillionenstadt zu werden. „Voraussichtlich im Herbst wird die Grenze von 750 000 Einwohnern überschritten“, sagte Jan Schneider (CDU), der für das Bürgeramt zuständige Stadtrat. Die jüngsten Zahlen hat die Stadt am Dienstag veröffentlicht. Demnach lebten in Frankfurt Ende vergangenen Jahres exakt 741 093 Menschen, 11 469 mehr als ein Jahr zuvor. Die Wachstumsrate lag bei 1,6 Prozent und damit mehr als doppelt so hoch wie 2016. In den Jahren zuvor ist die Stadt jeweils um rund 2,2 Prozent gewachsen.

Die neuen Frankfurter kamen im vergangenen Jahr überwiegend nicht aus Deutschland: Das Einwohnerplus setzt sich zusammen aus 2840 Deutschen (25 Prozent) und 8629 Personen mit ausländischem Pass (75 Prozent). Davon wiederum kommen 3579 aus Ländern der EU. Der Ausländeranteil in ganz Frankfurt hat sich von 28,8 Prozent auf 29,5 Prozent erhöht. Insgesamt 101 708 Frankfurter (Anteil 13,7 Prozent) kommen aus einem Staat der Europäischen Union. „Damit wurde erstmals die Schwelle von 100 000 Bürgern aus EU-Staaten überschritten“, betont Schneider. Die meisten EU-Ausländer haben einen kroatischen Pass (16 075), gefolgt von italienischen (15 107) und polnischen (13 156) Staatsangehörigen.

Besonders stark war der Zuzug im ersten Halbjahr 2017, als jeden Monat im Schnitt 1100 Einwohner hinzukamen. Von Juli bis Dezember lag der monatliche Zuwachs nur noch bei 812 Personen. Am stärksten sind erwartungsgemäß die Stadtteile mit den größten Neubaugebieten gewachsen. Riedberg-Kalbach legte um 1540 Einwohner (plus 8,4 Prozent) zu, das Gallus um 1491 (plus 4 Prozent). Dahinter folgt das Ostend mit einem Zuwachs um 1004 Einwohner (plus 3,6 Prozent). Eine überdurchschnittliche Entwicklung verzeichnen die städtischen Statistiker auch im Riederwald mit 215 zusätzlichen Einwohnern (plus 4,6 Prozent) und in Rödelheim (675, plus 3,7 Prozent). Es gibt aber auch Stadtteile, die im vergangenen Jahr schrumpften: Die Innenstadt verlor 151 Einwohner (minus 2,3 Prozent), das Bahnhofsviertel 76 (minus 2 Prozent) und Sindlingen 71 (minus 0,8 Prozent).

Durch das starke Wachstum liegt das Gallus mit insgesamt 39 130 Einwohnern in der Rangliste der größten Frankfurter Stadtteile nur noch knapp hinter Bockenheim (39 991). Noch größer sind allerdings Sachsenhausen (60 258) und das Nordend (53 264). Beide Stadtteile sind aber in der Statistik jeweils in zwei verschiedene Bezirke geteilt.

Der kleinste Stadtteil ist das Bahnhofsviertel, wo nur 3708 Einwohner gemeldet sind. Der Frauenanteil dort ist mit 38 Prozent der niedrigste in ganz Frankfurt. Außerdem ist das Bahnhofsviertel der einzige Stadtteil, in dem mehr Ausländer (56 Prozent) als Deutsche leben.

Stadtweit betrachtet ist das weibliche Geschlecht mit einem Anteil von 50,4 Prozent leicht in der Mehrheit. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben einen Anteil von 16,7 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Die Gruppe der Senioren über 65 Jahren ist mit einem Anteil von 15,7 Prozent etwas kleiner.

(mu)

 

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