Sie schufen sich eine Idylle mitten in Frankfurt: Jetzt steht das Ende bevor.
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Sie schufen sich eine Idylle mitten in Frankfurt: Jetzt steht das Ende bevor.

Ostbahnhof

Wagenplatz in Frankfurt muss Hotel weichen - Räumung steht bevor

Der Wagenplatz am Ostbahnhof in Frankfurt steht vor dem Ende. Trotz Verhandlungen mit dem Besitzer des Grundstücks, haben die Bewohner jetzt ein Enddatum genannt bekommen.

Frankfurt - Als Zeichen gegen die Wohnungsnot in Frankfurt war er entstanden, jetzt muss er einem Hotel weichen. Auch die Mauereidechsen helfen nicht mehr. Der Wagenplatz am Frankfurter Ostbahnhof hat nun eine Frist vom Eigentümer des Grundstücks, der Hotelkette Premier Inn, bekommen, wie fr.de berichtet. Mit dieser stand die Gruppe „We need Homes to Stay FFM“ zuletzt sogar in Verhandlungen für eine Zwischennutzung.

Die Kette hat der Gruppe von 15 bis 20 Leuten jetzt mitgeteilt, dass sie bis zum 06.12.2021 den Platz zu räumen haben. Die ebenfalls auf dem Gelände lebenden geschützten Mauereidechsen boten bis zuletzt einen gewissen Schutz vor einer Auflösung des Wagenplatzes. Jetzt werden diese jedoch umgesiedelt, heißt es in dem FR-Bericht. Damit fehlt der Wagenplatz-Crew ein wichtiges Argument für eine Zwischennutzung.

Wagenplatz in Frankfurt: Bewohnerinnen und Bewohner wollen bis Mai bleiben

Die Hotelkette Premiere Inn möchte auf dem Platz ein Hotel bauen. Auch das Gebäude neben dem Ostbahnhof muss dafür weichen. Die Hotelkette hat für dieses nun eine Abbruchgenehmigung erhalten. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Wagenplatzes sehen in dem Hotel einen Beitrag zur schnelleren Gentrifizierung des Frankfurter Ostens.

Der Wagenplatz in Frankfurt soll einem Hotel weichen.

Die Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) hat den Bewohnern des Platzes zugesichert, einen Standort über den Winter und darüber hinauszufinden. Einem Umzug im Winter stehen die Menschen vom Wagenplatz kritisch gegenüber. Dies sei sowohl technisch als auch organisatorisch kaum möglich, sagten die Bewohner gegenüber fr.de. Ihr Ziel ist es bis Mai auf dem Platz zu bleiben und hoffen jetzt, dass die Stadt Frankfurt ihnen entgegenkommt. (Lucas Maier)

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