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Wollen in den Römer: Kevin Bornath (l.), Ortsvorsteherin Susanne Serke und Frank Nagel. Foto: Maik Reuß

Frankfurter Westen

Wahlen in Frankfurt: Dem Westen im Römer mehr Bedeutung verleihen

  • Holger Vonhof
    vonHolger Vonhof
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Drei CDU-Kandidaten haben aussichtsreiche Listenplätze

Die CDU im Frankfurter Westen will ihre Präsenz in der Stadtverordnetenversammlung stärken, und das ist bitter nötig. Derzeit vertritt den Westen unter den 23 amtierenden CDU-Stadtverordneten im Römer nur einer: Prof. Johannes Harsche. Er scheidet jedoch mit Ende der Legislaturperiode aus dem Amt.

Den besten Listenplatz unter den 30 von der CDU nominierten Kandidaten zur Stadtverordnetenversammlung hat Frank Nagel - er steht auf Platz 11. Der 55-Jährige wohnt zwar im Westend, führt aber seit sechs Jahren den CDU-Stadtbezirksverband Schwanheim / Goldstein mit seinen knapp 100 Mitgliedern und ist seit fünf Jahren Vorsitzender des Fachausschusses Verkehr der Frankfurter CDU. Der selbstständige Unternehmer gilt als Spezialist für Verkehrsfragen. Als besonderes Anliegen gilt es ihm, die Sicherheit für die schwächsten Verkehrsteilnehmer, nämlich Fußgänger und Fahrradfahrer, zu verbessern. Er will "die Aufenthaltsqualität für Anwohner und Fußgänger erhöhen, auch um den Frankfurter Westen noch weiter nach vorne zu bringen".

Außerdem ist es sein erklärtes Ziel, den Einzelhandel im Frankfurter Westen zu stärken und die Nahversorgung unabhängig vom Main-Taunus-Zentrum vor Ort zu sichern. Dabei ist es ihm wichtig, die Verbindungen nicht nur zu den jeweils benachbarten Stadtteilen, sondern auch zu den Gemeinden im Main-Taunus-Kreis auf der Straße und auf der Schienen zu verbessern. Unter der Hand wird Frank Nagel als "magistrabel" gehandelt, sprich als mögliches Magistratsmitglied. Die Fachrichtung ist klar: Verkehrsdezernent.

Die in Sossenheim lebende Susanne Serke (41) hat sich in der zu Ende gehenden Legislaturperiode als Ortsvorsteherin bewiesen, leitet also die Sitzungen des Ortsbeirats. Sie ist seit 2011 Mitglied des Gremiums und seit 2007 Mitglied der CDU. Die Bankkauffrau ist seit 2008 Mitglied im Vorstand der CDU-Sossenheim und seit 2011 stellvertretende Vorsitzende des Stadtbezirksverbands, der von ihrem Mann, dem Landtagsabgeordneten Uwe Serke, geführt wird.

Vereine, Ehrenamt und Kultur fördern

Sie sieht ihre Schwerpunkte in der Unterstützung der Vereine, des ehrenamtlichen Engagements und der Kultur in den Stadtteilen, setzt sich aber auch für die Stärkung des Sicherheitsgefühls ein und in der Bekämpfung des Müllproblems. Sie will wie Nagel den öffentlichen Personennahverkehr verbessern und dafür im Frankfurter Westen besonders die Planungen für die Regionaltangente West (RTW) vorantreiben. Zur Verbesserung der Verkehrssituation gehört für sie "die Beseitigung des Bahnübergangs in Nied ebenso wie der barrierefreie Umbau des Bahnhofs Griesheim". Auf Listenplatz 13 ist sie auf einem sehr aussichtsreichen Platz für den Römer. Sie kandidiert aber auch wieder für den Ortsbeirat, denn die Arbeit vor Ort ist ihr wichtig: "Der Frankfurter Westen ist meine Heimat. Ich bin hier geboren und aufgewachsen, hier ist mein Lebensmittelpunkt. Frankfurt, aber insbesondere die westlichen Stadtteile und ihre Menschen liegen mir am Herzen."

Der dritte West-Kandidat der CDU ist der Zeilsheimer Kevin Bornath, 30 Jahre alt und derzeit in Sindlingen wohnend. Er war bis 2019 Vorsitzender der Jungen Union Frankfurt-West und ist jetzt Vorsitzender des CDU-Stadtbezirksverbands Zeilsheim, wo er seit 2009 Mitglied und Vorstandsmitglied ist. Bornath hat Listenplatz 19, dürfte also auch in die Stadtverordnetenversammlung einziehen, wenn die CDU ähnlich viele Mandate erringt wie bei der letzten Kommunalwahl und es durch Kumulieren und Panaschieren keine grundlegenden Verschiebungen auf der Liste gibt.

Bornath, der nach seinem Lehramtsstudium für den CDU-Bundestagsabgeordneten Matthias Zimmer gearbeitet als auch als engagierter Jungunternehmer seinen "Handkäs'-Shop" vom Zeilsheimer Froschbrunnenfest bis ins Stadion zu den Bundesliga-Spielen gebracht hat, versucht ausgewogene Standpunkte zu vertreten, die im Sinne aller sind. Er möchte eine klar vernehmbare Stimme sein - "nicht die lauteste, aber die entschiedenste; jene, auf die Menschen hören, weil sie wissen, dass mit ihr auch die Vernunft spricht", sagt er. Für den Frankfurter Westen möchte er sich stark machen, weil dieser bei vielen Entscheidungen zu kurz gerate, sagt er, "obwohl hier ein Siebtel der Frankfurter Einwohner zu Hause sind" und mit dem Industriepark der Wohlstand generiert werde. Holger Vonhof

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