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FNP-Leser haben entschieden: Das sind Frankfurts wichtigste Wahrzeichen

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Frankfurt am Main hat viel zu bieten. Leserinnen und Leser der FNP stimmen auf Facebook ab: Was sind die wichtigsten Wahrzeichen der Stadt?

Frankfurt – Ob Frankfurter Römer, Museumsufer, einzigartige Skyline oder Ebbelwoi, die Mainmetropole hat einiges zu bieten. Jedes Jahr zieht es rund Sechs-Millionen Gäste in die Stadt. Doch was gefällt den Frankfurtern selbst an ihrer Stadt? Auf Facebook haben FNP Leserinnen und Leser ihrer ganz persönlichen Ansichten geteilt.

Frankfurt und seine Wahrzeichen: Der Römer

Der Frankfurter Römer ist ein Klassiker unter den Wahrzeichen, der Stadt. Es überrascht nicht, dass das historische Rathaus, vielen als Erstes in den Sinn kommt. Seit Mitte des 15. Jahrhunderts ist der Römer einer der zentralen Dreh- und Angelpunkte des Stadtgeschehens und tief mit der Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner verbunden. Hier ist das Zentrum der Stadtpolitik, es wird geheiratet und hinter der Sandsteinbalustrade des Balkons feiert die Eintracht ihre Triumphe.

Auch die dunkelsten Kapitel der Stadtgeschichte haben in den alten Mauern ihre Spuren hinterlassen. Im Frühjahr 1944 wurde der Bau bei einem Luftangriff der Alliierten fast vollständig zerstört, nur die markante Treppengiebelfassade blieb stehen. Und warum heißt der Römer eigentlich Römer? Die Namensherkunft ist nicht vollständig geklärt, doch Historikerinnen sind sich weitestgehend einig, dass der Name von italienischen Händlern herrührt.

Schon im Mittelalter war Frankfurt eine wichtige Messestadt. Kaufleute aus Italien stellten im Erdgeschoss des Rathauses ihre Waren aus und waren im Obergeschoss einquartiert. Der Ruhm der Ewigen Stadt war auch den Frankfurtern ein Begriff und so galt – wer aus Italien kam – auch nach dem Zerfall des Imperiums noch immer als „Römer“.

Frankfurt und seine Wahrzeichen: Die Skyline

Wenn man mit der S3 von Darmstadt nach Frankfurt fährt und dabei aus dem Fenster schaut, kann man kurz vergessen, dass man in Europa ist. Aus der Ferne sieht die Frankfurter Skyline mit etwas Fantasie fast so aus wie Downtown Chicago. Dort im Mittleren Westen der USA wurde die Fahrstuhlbremse erfunden, ein absoluter Schlüsselmoment im Hochhausbau und damit Wegbereiter des Wolkenkratzers. 18 der 19 Wolkenkratzer Deutschlands stehen in Frankfurt und insgesamt 30 Gebäude erreichen eine strukturelle Höhe von über 100 Metern. „Mainhattan“ hat damit die einzige echte Skyline der Bundesrepublik.

Die kleinste Metropole der Welt: Frankfurt FOTO: dpa
Die kleinste Metropole der Welt: Frankfurt © Arne Dedert/dpa

Frankfurt und seine Wahrezeichen: Die Eintracht

Frankfurt ohne die Eintracht – unvorstellbar. Fußballerisch spielen die Adler ganz oben mit. Die SGE ist berühmt und mancherorts auch berüchtigt für die ungehemmte Leidenschaft ihrer Fans. Der 1899 gegründete Traditionsverein hat vom gelegentlichen Abstiegskampf bis zur Champions League fast alles mitgemacht, was der europäische Fußball zu bieten hat.

Eintracht Frankfurt ist Gründungsmitglied der Bundesliga, jedoch warten die Fans seit 1959 vergeblich auf die Rückkehr der Meisterschale. Glänzen konnte die Frankfurter Elf im Finale der Europa League 2022, das sie nach spannendem Elfmeterschießen für sich entschied. Doch die Eintracht ist nicht nur ein Fußballverein. Als einer der größten Sportvereine weltweit bietet die Eintracht ihren Mitgliedern auch Turnen, Leichtathletik, Boxen, Tischfußball, Eissport und 14 weitere Abteilungen. Seit 2018 gibt es sogar eine e-Sports-Abteilung.

Frankfurt und seine Wahrzeichen: Das Bahnhofsviertel

Beinahe so häufig wie die Eintracht wurde in den Kommentaren der Umfrage das Bahnhofsviertel genannt. Überregional bekannt ist es vor allem durch Negativ-Schlagzeilen. Etwa fünfzig Prozent der Raubstraftaten in der Stadt wurden laut Polizeistatistik im vergangenen Jahr im Bahnhofsviertel verübt. Drogendelikte und andere Straftaten bereiten den Frankfurter Behörden regelmäßig Kopfzerbrechen und auch der Druck aus der Bevölkerung der Lage Herr zu werden nimmt zu.

Und doch ist es für viele Frankfurter auch ein reizvoller Ort, der sich gegen zunehmende Gentrifizierung bewährt. Nachtklubs, Laufhäuser, Bars und internationale Gastronomie, alles auf engstem Raum machen das Bahnhofsviertel zu einem einzigartigen Ort im Herzen der Stadt, wie es ihn in ganz Deutschland vielleicht nur noch in Berlin zu finden gibt.

Frankfurt und seine Wahrzeichen: Die Alte Oper

DEM WAHREN SCHOENEN GUTEN – So steht es in Stein gemeißelt im Fries unterhalb des Giebelreliefs. Ein abgewandeltes Zitat von Goethe, dem vielleicht wichtigsten Sohn der Stadt. Die Alte Oper steht für Hochkultur. Dabei beschränkt sich das jährliche Programm nicht nur auf Opernvorstellungen. Ganz im Gegenteil: Der 1880 fertiggestellte Prunkbau öffnet heute vor allem für Konzerte, Kongresse und Gastspiele seine Türen.

Wie auch schon der Römer wurde die Alte Oper bei einem Luftangriff 1944 schwer beschädigt. Alteingesessene Frankfurter erinnern sich noch an die Ruine, die bis 1968 auf dem Opernplatz stand. Dort, wo früher Gras gewachsen ist, erklingt seit der Wiedereröffnung 1981 Musik. Nicht selten steht die Alte Oper auf dem Tournee-Kalender international gefeierter Stars.

Mindestens so wichtig wie die Alte Oper war den Frankfurter Leserinnen und Lesern auch noch ihr Ebbelwoi und die Grie-Soß. Am besten genießt man diese kulinarischen Wahrzeichen der Stadt in einer der zahlreichen traditionellen Apfelweinkneipen oder an einem lauen Sommerabend direkt am Main mit Blick auf die Skyline im Sonnenuntergang.

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