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Wegen hoher Temperaturen, Trockenheit und Brandgefahr hat die Stadt Frankfurt und ein Grillverbot in öffentlichen Grünanlagen verhängt. Shishas sind ebenfalls nicht erlaubt.

Brandgefahr

Grillverbot in Grünanlagen wird verlängert - Shishas ebenfalls verboten

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Wegen hoher Temperaturen, Trockenheit und Brandgefahr hat die Stadt Frankfurt ein Grillverbot in öffentlichen Grünanlagen verhängt.

Update, 18. Juli, 7.02 Uhr: Die Stadt Frankfurt teilte mit, dass das Grillen auf öffentlichen Grillplätzen weiterhin verboten bleibt. Ebenfalls nicht erlaubt sind Shishas, die mit glühender Kohle betrieben werden.

Erstmeldung, 27. Juni, 15.47 Uhr: Frankfurt - Die Stadt zieht Konsequenzen: Wegen der hohen Temperaturen und anhaltender Trockenheit hat Frankfurt ein Grillverbot in städtischen Grünanlagen verhängt. "Auf all unseren Grillplätzen stehen Bäume, auch das Gras kann sich blitzartig entzünden. Das Risiko ist einfach zu groß", teilte Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) am Donnerstag mit. Auch Darmstadt appelliert an seine Bürger, auf "alle Aktivitäten, die Brände begünstigen, zu verzichten."

In Frankfurt und Darmstadt hat der Stadtwald nach der jüngsten Hitzewelle schon die zweithöchste Stufe im Waldbrand-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes erreicht. Beide Städte rechnen damit, dass am Wochenende sogar die höchste Warnstufe ausgerufen wird. "Die Situation verschärft sich mit jedem Tag, an dem die Trockenheit anhält", sagte Darmstadts Umweltdezernentin Barbara Akdeniz (Grüne). Trotz Verbots ein Grillfeuer zu entzünden, kann ein hohes Bußgeld nach sich ziehen. Die genaue Höhe liegt vom Einzelfall ab. Die Beamten drohen aber nicht gleich mit Strafen, sondern suchen die Kommunikation mit den Leuten und werben um Verständnis.

Gefährlich seien auch aus dem Autofenster geworfene Zigarettenstummel und liegengelassene Flaschen. Denn auch Glas könne Ursache für Waldbrände sein. Frankfurt verbietet auf Grünflächen außerdem die Nutzung von Shishas, die mit glühender Kohle betrieben werden. Rauchen im Wald sei ohnehin verboten, ebenso wie das Grillen.

In Wiesbaden gilt aktuell noch kein Grillverbot, sagte ein Sprecher der Stadt der Deutschen Presse-Agentur. In der Landeshauptstadt ist momentan erst die dritte von fünf Stufen des Waldbrand-Gefahrenindex erreicht. Am erneut heißen Wochenende könnte sich aber auch hier die Lage laut Deutschem Wetterdienst verschärfen. Gleiches gilt für Kassel, auch wenn die Lage in Nordhessen allgemein etwas weniger angespannt als im Süden ist.

smr

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