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In Niederrad, hier in der Kalmitstraße, wird bei Veranstaltungen im Waldstadion oft alles zugeparkt. Am Pfingstwochenende ballt sich das Chaos.

Großveranstaltung

Wegen "World Club Dome" und Wäldchestag: Frankfurt droht ein Park-Chaos

Die Großveranstaltung World Club Dome zieht am Pfingstwochenende 160 000 Besucher aus der ganzen Republik ins Waldstadion. Zeitgleich ist Wäldchestag. Weil die Parkplätze mit Sicherheit nicht ausreichen werden, ist Chaos auf den Straßen programmiert.

Frankfurt - Wer am Wochenende zum Traditionsfest Wäldchestag fahren will, sollte sein Auto besser zu Hause lassen. Denn Parkplätze sind rar. Der Waldparkplatz und der Parkplatz an der Isenburger Schneise werden schnell belegt sein. Denn ein Teil des Waldparkplatzes und der Stellfläche an der Isenburger Schneise sind am Wochenende vom "World Club Dome" reserviert.

Wäldchestag und World Club Dome: Parkplätze für 14 Euro

Auf dem Waldparkplatz und an der Mörfelder Landstraße zwischen Niederräder Landstraße und Oberforsthaus können Wäldchestag-Besucher für 14 Euro pro Pkw parken. Der Waldparkplatz ist nur am Samstag und Pfingstsonntag benutzbar, der Parkplatz Isenburger Schneise nur am Pfingstmontag und am Dienstag, dem eigentlichen Wäldchestag. Der Parkplatz Gleisdreieck fällt ganz weg, denn der ist als Campingplatz für die Festivalgäste ausgewiesen. Diese reisen ab morgen Nachmittag an.

Die Veranstalter des "World Club Dome" werben mit dem "größten Club der Welt" auf 700 000 Quadratmeter Fläche in der Commerzbank-Arena, im Stadionbad und auf den Grünflächen dazwischen. Das Techno-Festival startet am Freitag und endet am Sonntagabend. Auf fünf Bühnen, darunter zwei Hauptbühnen im Stadion und auf dem Außengelände sowie die "Forest Stage" im Wald, werden die gut 160 000 Festivalbesucher von früh bis spät von bekannten DJs wie Paul Kalkbrenner und dem Frankfurter Sven Väth beschallt.

Nebenan im Stadionbad rocken die "Pool Sessions", ein Ableger des großen Festivals. Techno-Bühnen und Performances auf dem Zehn-Meter-Sprungturm, Flammensäulen und Feuerwerken sollen einen "Hauch von Ibiza" durch Niederrad wehen lassen. Das Freibad ist deshalb von Freitag bis einschließlich Montag für den normalen Publikumsverkehr geschlossen. Schon jetzt sind Teile der Liegeflächen für den Aufbau abgesperrt, der Abbau und die Aufräumarbeiten können sich nach Angaben des Stadionbads bis zum 15. Juni hinziehen.

Die Niederräder ächzen schon jetzt unter dem zu erwartenden Verkehrschaos, den zugeparkten Straßen im ganzen Stadtviertel und natürlich dem Krach, den das Festwochenende mit sich bringen wird. In einem Niederrad-Forum auf Facebook fragen sich Nutzer, wie es möglich ist, dass die Großveranstaltung World Club Dome ausgerechnet parallel zum Wäldchestag stattfinden kann. "Nicht mal ins Schwimmbad kann man sich flüchten, das ist ein Witz, oder?", schreiben Nutzer. Das Stadionbad habe ohnehin "nur Dreck und Ärger" mit der Veranstaltung, die Feiernden hinterließen jede Menge Müll und zertrampelte Wiesen.

"Auf die Veranstaltungstermine in der Commerzbank-Arena haben wir keinen Einfluss", sagt dazu Michael Jenisch, Sprecher des Ordnungsamts. Es sei eine Ausnahme, dass eine Großveranstaltung und der Wäldchestag dieses Jahr zusammenfällt. Er sieht darin aber kein Problem: "Es gibt genug Parkmöglichkeiten, und wer keinen Stellplatz findet, parkt eben ein paar Meter weiter im Stadtteil."

Wäldchestag und World Club Dome: Anwohner sind genervt

Genau das nervt die Niederräder in regelmäßigen Abständen zur Genüge. Bei Fußballspielen findet man als Anwohner im Stadtteil keinen Stellplatz, kurvt gut und gerne mal zwanzig Minuten herum, bis etwas frei wird. "Es wird sicher für die Niederräder ein anstrengendes Wochenende", bedauert auch Ines Philipp von der Tourismus- und Congress GmbH, die den Wäldchestag organisiert. Sie meint, es würden ohnehin nur wenige Besucher mit dem Auto anreisen. "Die Tradition ist, dass man mit der Straßenbahn oder dem Rad zum Wäldchestag fährt."

Als Anreiz, mit dem Fahrrad zu kommen, nennt die Sprecherin die "Bike Area" gleich am Eingang: Dort werden die Drahtesel bewacht, ein Platz kostet zwei Euro für Erwachsene, einen Euro für Kinder.

Die Stadt empfiehlt zudem, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Bis zur Station "Am Oberforsthaus" fahren die Straßenbahnlinien 20 und 21 sowie die Buslinien 61 und 61 V.

VON STEFANIE WEHR

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Auch bei Großkonzerten in der Commerzbank-Arena kommt es regelmäßig zu Staus und Verkehrschaos, wie beispielsweise im September 2019 als Herbert Grönemeyer in der ausverkauften Commerzbankarena spielte. Viele Fans standen im Stau - einige gaben schließlich auf.

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