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Gelbe Karten an E-Scootern weisen auf falsches Parken hin

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E-Scooter in Frankfurt
Viele fühlen sich in Frankfurt durch E-Scooter beeinträchtigt. Die Stadt will deswegen Beschränkungen einführen. © Jan Huebner/Imago

Der Blinden- und Sehbehindertenbund will in Wiesbaden und bald auch Frankfurt mit einer Aktion darauf hinweisen, dass falsch geparkte E-Scooter gefährlich sind.

Wiesbaden – Falsch geparkte E-Scooter in Hessen werden ab sofort von Aktivisten mit gelben Karten versehen. Hinter der Aktion steht der Blinden- und Sehbehindertenbund Hessen (BSBH). Immer häufiger parken die Nutzer der Zweiräder diese achtlos auf dem Gehweg. Das stelle insbesondere für Menschen mit Sehbehinderung ein großes Verletzungsrisiko dar, erklärte BSBH-Geschäftsführer Klaus Meyer der Deutschen Presse-Agentur. Durch die E-Scooter komme es vermehrt zu Unfällen. 

Daher sollten unter dem Motto „Gelbe Karten für Stolperfallen“ am Samstag in Wiesbaden die ersten Elektroroller mit Karten versehen werden, um ein Zeichen zu setzen. Auch in Frankfurt ist demnächst eine ähnliche Aktion geplant.

E-Scooter-Unfälle in Hessen: Betreiber reagiert auf steigende Anzahl

Laut Statistischem Landesamt Hessen gab es 2021 rund 446 registrierte Unfälle mit Elektrokleinstfahrzeugen. Darunter fallen neben E-Scootern auch elektrische Tretroller und Segways. Der E-Scooter Anbieter Tier erklärte auf Anfrage: „Selbstverständlich beobachten wir jede Zunahme an Unfällen genau und reagieren mit verschiedenen Maßnahmen“.

So werde abends ab 22 Uhr in der App beispielsweise darauf hingewiesen, nicht betrunken zu fahren. Tier verweist aber auch auf Rückmeldungen von Versicherern. Demnach sei die Zahl der Unfälle in Relation zu den tatsächlich gefahrenen Kilometern rückläufig. Grundsätzlich sehe man E-Scooter als sicheres Verkehrsmittel an, teilte Tier mit.

E-Scooter als Stolperfalle auf den Gehwegen Frankfurts und Wiesbadens

Bislang durften die Elektroroller dort stehengelassen werden, wo es den Nutzerinnen und Nutzern passt - sehr zum Unmut vieler Passanten. Achtlos abgestellte E-Scooter werden auf Gehwegen und Fahrradstreifen immer mehr zur Stolperfalle. Dagegen gehen Kommunen vor - mit strengen Regeln fürs Abstellen, festen Parkzonen in der Innenstadt und einem Limit für die Zahl der Elektroroller. Auch die Stadt Frankfurt will striktere Beschränkungen für E-Scooter: Die erste Abstellzone für die elektrischen Roller wurde am Hauptbahnhof Frankfurt bereits zur Verfügung gestellt. Weitere sollen folgen.

Frankfurts Mobilitätsdezernent Stefan Majer (Grüne) erklärte, aktuell kümmere sich die Städtische Verkehrspolizei insbesondere um falsch abgestellte E-Scooter. Sie platzieren diese um, um die Gefahr gerade für seh- und gehbehinderten Personen zu verringern. (dpa)

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