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Leihräder

Frankfurt will Fahrräder von o-bike aus dem Verkehr ziehen

Die Stadt Frankfurt will in den nächsten Tagen beginnen, die Fahrräder des Radverleihers o-bike einzusammeln.

Die Stadt will die Fahrräder des Radverleihers o-bike aus dem Verkehr ziehen. Das teilt die Stadt am Donnerstagnachmittag mit. Grund für die Maßnahme sei, dass o-bike seit Längerem gegen die städtischen Regeln für Leihfahrradanbieter verstoße.

„Wir haben o-bike mehrfach mit Fristsetzung aufgefordert, sich gegenüber der Stadt zu äußern“, so Verkehrsdezernent Klaus Oesterling. „o-bike hat alle Fristen verstreichen lassen, ohne eine Reaktion zu zeigen.“ Es gebe derzeit keinerlei Lebenszeichen von dem Unternehmen - und keinerlei Ansprechpartner. Das ist aber laut städtischen Regeln eine der Voraussetzungen für die Zulassung eines Radverleihs.

Die Muttergesellschaft von o-bike in Singapur hatte vor Kurzem Konkurs angemeldet. Welche Auswirkungen das auf die Aktivitäten des Unternehmens in Deutschland haben wird, ist aber noch unklar.

Das Ordnungsamt wird nun damit beauftragt, die Räder einzusammeln. Die Mitarbeiter des Amtes werden die Räder zunächst mit einer gelben Banderole versehen, die den Eigentümer auffordert, das Rad innerhalb von sieben Tagen abzuholen. geschieht das nicht, wird das Rad eingesammelt und zwischengelagert.

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling geht davon aus, dass in der Innenstadt nur wenige Räder von o-bike stehen. Anders ist es in den Außenbezirken - dort könnten zahlreiche Räder stehen, gerade in Seitenstraße und Grünanlagen.

Die Stadt will die Kosten der Aktion im Anschluss o-bike in Rechnung stellen - sofern sie einen Adressaten findet. Sollte sich kein Ansprechpartner bei o-bike finden, sollen die Fahrräder entweder versteigert oder an karitative Organisationen verschenkt werden.

red

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