Fatima Oturak-Pieknik (r.) überreichte die Zertifikate an das Lehrerkollegium, hier an Vitali Eisner (v. l.), Schulleiterin Kerstin Döring ud Steffen Schwinn. Foto: Leonhard Hamerski
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Fatima Oturak-Pieknik (r.) überreichte die Zertifikate an das Lehrerkollegium, hier an Vitali Eisner (v. l.), Schulleiterin Kerstin Döring ud Steffen Schwinn. Foto: Leonhard Hamerski

Bildung

Frankfurt: Wo Wissen wächst und Tomaten gedeihen

  • vonAlexandra Flieth
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Die Kasinoschule ist auf dem Weg zur "Gesundheitsfördernden Schule" und ist stolz auf die Zertifikate des Landes Hessen

Gleich drei Teilzertifikate, wichtige Bausteine auf dem Weg zur zertifizierten "Gesundheitsfördernden Schule", die vom hessischen Kultusministerium vergeben werden, überreichte Fatima Oturak-Pieknik in ihrer Funktion als Fachberaterin für die Themen "Schule & Gesundheit" gestern an das Lehrerkollegium der Kasinoschule. Hinter der Zertifizierung "Gesundheitsfördernde Schule" steckt der Gedanke, mit verschiedenen Instrumenten die Gesundheit sowohl der Kinder als auch der Lehrer zu fördern. Insgesamt fünf Teilgebiete sind auf dem Weg zur Gesamtzertifizierung relevant, vier davon sind Voraussetzung für den Abschluss des Prozesses: Das sind "Bewegung & Wahrnehmung", "Ernährung & Konsum", "Sucht & Gewaltprävention", "Verkehr & Mobilität" sowie "Lehrergesundheit".

Die Kasinoschule ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen. In den vergangenen Jahren hat das Lehrerkollegium konkrete Angebote erarbeitet, die dazu beitragen, die Gesundheit von Schülern und Lehrern zu stärken und zu fördern. "Dass wir die Teilzertifikate heute überreicht bekommen, ist gerade in den aktuellen Zeiten ein Lichtblick. Damit wird ein langer, arbeitsreicher Prozess gewürdigt", freut sich Schulleiterin Kerstin Döring. In den Prozess habe jeder Ideen mit eingebracht, lobt sie ihre Kollegen. Ausgezeichnet wurden sie für "Bewegung & Wahrnehmung", "Lehrergesundheit" sowie für "Ernährung & Konsum".Welche konkreten Maßnahmen zu diesen Gebieten an der Kasinoschule im einzelnen umgesetzt werden, führt Fatima Oturak-Pieknik aus: Beispielhaft nennt sie die Etablierung eines Lehrer-Rats, der Austausch ermöglicht, die Einrichtung eines Ruhe- und Rückzugsraums für Lehrkräfte oder einen Leitfaden für neue Lehrkräfte; außerdem die Möglichkeit, dass sowohl Kinder als auch Lehrer gesunde Snacks am Schulkiosk bekommen können.

Besonders hob sie das tägliche gesunde Frühstück in den Klassen hervor, die Kooperation mit Sponsoren, die Obst und Gemüse an die Schule lieferten, die Qualifizierung von Lehrkräften zum Thema "Ernährung & Konsum" und die Einbeziehung der gesamten Schulgemeinde, auch der Eltern, in das Thema. Auch, dass die Schule gut im Stadtteil verankert sei, ist ein zentraler Punkt bei der Beurteilung der vom Kollegium geleisteten Arbeit. Oturak-Pieknik weist zusätzlich noch auf den Schulgarten hin, in dem bereits die ersten Tomaten und Zucchini geerntet werden können; außerdem auf eine große Fläche aus Sand, die ebenfalls auf dem Gelände der Kasinoschule entstanden ist. Damit, so erklärt Kerstin Döring, können die Schüler mit Angeboten in ihrer Bewegung gefördert werden.

"Mit den Themen haben wir uns schon sehr lange beschäftigt, seit 2019 ganz intensiv", erzählt die Schulleiterin weiter. Es seien aus dem Kollegium heraus Gruppen gebildet worden, die zu den einzelnen Arbeitsfeldern gearbeitet hätten. "Uns war gar nicht bewusst, dass wir schon sehr viele Puzzleteile für die verschiedenen Teilzertifikate zusammenhaben", sagt sie und fügt hinzu: "Wir sind stolz, was wir zusammen auf die Beine gestellt haben." Zwar benötige die Kasinoschule nur noch ein Teilzertifikat, um als "Gesundheitsfördernde Schule" zertifiziert zu werden. "Das Interesse ist da, doch im Moment gibt es andere Prioritäten", sagt Kerstin Döring. Auch für die beiden noch nicht zertifizierten Arbeitsfelder gebe es bereits einzelne Puzzleteile. Alexandra Flieth

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