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Nicht nur Wohnungen in neuen Hochhäusern in Frankfurt, wie hier im Grand Tower, werden immer teurer.

Wohnen in Frankfurt

Wohnungspreise in Frankfurt erneut gestiegen

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Eine neue Wohnung in Frankfurt kostet im Schnitt fast 5100 Euro pro Quadratmeter. Auch Altbauten werden immer teurer. Ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht.

Frankfurt - Die Preise für Eigentumswohnungen in Frankfurt steigen trotz der in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Bautätigkeit weiter deutlich an. Nach Zahlen des Frankfurter Gutachterausschusses für Immobilienwerte, der alle Kaufverträge vorgelegt bekommt, zahlten Käufer im ersten Halbjahr im Schnitt rund 5090 Euro pro Quadratmeter für eine Wohnung. Das ist ein Anstieg um vier Prozent im Vergleich zum Durchschnittspreis im Jahr 2018.

Frankfurt: Preise für neue Wohnungen gestiegen

Besonders stark verteuert haben sich neue Wohnungen sowie Wohnungen in Altbauten. Der Durchschnittspreis für Neubauten – zu denen alle Gebäude, die in den vergangenen drei Jahren errichtet wurden, zählen – lag im ersten Halbjahr bei 6900 Euro pro Quadratmeter. Das ist ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 und von 30 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017. Die höchsten Preise wurden in den Bereichen Altstadt-Innenstadt-Bahnhofsviertel, Nordend-Ostend und in Sachsenhausen gezahlt.

Besonders teuer sind Wohnungen in den neuen Wohntürmen mit im Schnitt rund 8700 Euro pro Quadratmeter. Einzelne Objekte wurden nach Zahlen des Gutachterausschusses sogar für mehr als 20.000 Euro pro Quadratmeter gehandelt. Selbst wenn man Wohnungen in Wohntürmen herausrechnete, läge der mittlere Kaufpreis für neue Eigentumswohnungen noch bei rund 6500 Euro pro Quadratmeter.

Frankfurt: Wohnungen in Altbauten immer teurer

Und ein Ende des seit Jahren anhaltenden Preisanstiegs ist nach Ansicht des Gutachterausschusses nicht in Sicht. Schließlich rechnet er damit, dass das Angebot an neuen Eigentumswohnungen in den kommenden Jahren stagniert oder wegen des knapper werdenden Baulands sogar zurückgeht.

Noch stärker als Neubauten haben sich dem Bericht nach Wohnungen in Häusern der Baujahre vor 1950 verteuert. Durchschnittlich zahlten Käufer für diese im ersten Halbjahr rund 6230 Euro pro Quadratmeter. Das ist ein Plus von rund 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die höchsten Preise wurden dabei mit im Mittel fast 11.000 Euro pro Quadratmeter im Westend bezahlt. Teuer sind auch Sachsenhausen und Nordend-Ostend, wo jeweils mehr als 6300 Euro pro Quadratmeter flossen.

Frankfurt: Wohnung kaufen wird teurer

Auch die Preise für Wohnungen der Baujahre 1919 bis 1949, 1950 bis 1977 und ab 1990 (ohne Neubau) stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an.

Eigenheime werden in Frankfurt nur in sehr geringem Umfang gehandelt. Gerade einmal 221 Objekte wechselten im ersten Halbjahr den Eigentümer. Das sind etwa so viele wie vor einem Jahr. Die Kaufpreise stiegen auch in diesem Segment weiter an. So wurden etwa für neuere Reihenmittelhäuser im Schnitt 655.000 Euro gezahlt.

Von Christoph Manus

Tausende suchen in Frankfurt eine bezahlbare Wohnung. Doch das neue Hochhaus „One Forty West“ auf dem alten Universitätsgelände bietet teure Quadratmeterpreise und ein Luxushotel.

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