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Trotz aller Krisen: Wohnungspreise in Frankfurt klettern weiter

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Von: Christoph Manus

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Wohnimmobilien in Frankfurt bleiben begehrt. Käuferinnen und Käufer sind trotz deutlich gestiegener Zinsen bereit, sehr hohe Preise zu zahlen.
Wohnimmobilien in Frankfurt bleiben begehrt. Käuferinnen und Käufer sind trotz deutlich gestiegener Zinsen bereit, sehr hohe Preise zu zahlen. © Monika Müller

Trotz aller Krisen werden Eigentumswohnungen in Frankfurt immer teuer. Im ersten Halbjahr wechselten sie im Mittelwert für mehr als 7000 Euro pro Quadratmeter den Eigentümer.

Die Kaufpreise für Wohneigentum in Frankfurt sind im ersten Halbjahr 2022 trotz stark gestiegener Bauzinsen und großer Unsicherheiten seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine weiter gestiegen. Im Mittelwert wurden Eigentumswohnungen nach Zahlen des Frankfurter Gutachterausschusses für Immobilienwerte, wie die Frankfurter Rundschau auf Anfrage erfuhr, für 7020 Euro pro Quadratmeter veräußert. Das ist ein Plus von fast acht Prozent im Vergleich zur Zahl für das vergangene Gesamtjahr. Für dieses nannte der Ausschuss im Februar einen Wert von 6510 Euro pro Quadratmeter.

Die Zahl der Wohnungsverkäufe ging nach Angaben des Gutachterausschuss, der alle Kaufverträge für Immobilien im Stadtgebiet auswertet, im ersten Halbjahr deutlich zurück. Die Nachfrage sei weiter hoch, das Angebot aber geringer. Die Unsicherheit der wirtschaftlichen Entwicklung führe zu einer sinkenden Verkaufsbereitschaft. Gleichzeitig akzeptiere der Markt aber nicht mehr alle Kaufpreis- und Mietangebote. „Die Vermarktungszeiten erhöhen sich, und das Risiko in der Projektentwicklung steigt“, heißt es im Halbjahresbericht des Gutachterausschusses.

Eine neue Eigentumswohnung in Frankfurt kostet 8420 Euro pro Quadratmeter im Mittelwert

Die Preise für neue Eigentumswohnungen steigen nach Angaben des Ausschusses nicht mehr so stark wie zuletzt und legten lediglich um drei Prozent zu. Sie haben aber mit im Mittel 8420 Euro pro Quadratmeter ein noch vor Jahren undenkbares Niveau erreicht. Selbst in den im Vergleich immer noch günstigen Stadtteilen Griesheim und Nied wurden im Schnitt 7850 Euro pro Quadratmeter für neue Wohnungen bezahlt.

Stark verteuert haben sich Wohnungen der Baujahre ab 1991 (ohne Neubau) auf nun 7740 Euro pro Quadratmeter. Große Anstiege gab es zudem bei den Baujahren 1919 bis 1949, etwas kleinere bei Wohnungen der Jahre 1950 bis 1977. Für Altbauten der Jahre bis 1918 wurde minimal weniger, für Wohnungen der Jahre 1978 bis 1990 deutlich weniger bezahlt als zuletzt.

Die Entwicklungen in den einzelnen Baualtersklassen haben angesichts der zum Teil sehr geringen Transaktionszahl allerdings beschränkten Aussagewert. So wechselten im gesamten ersten Halbjahr stadtweit nur 27 Wohnungen der Baujahre 1919 bis 1949 den Eigentümer. (Christoph Manus)

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