Mit einem Großaufgebot sichert die Polizei den Tatort nach der Messerattacke in Frankfurt.
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Mit einem Großaufgebot sichert die Polizei den Tatort nach der Messerattacke in Frankfurt.

Mordversuch

Anklage nach Messerangriff in Frankfurter Krankenhaus – Angreifer schweigt

  • vonSabine Schramek
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Ein Mann hat im Heilig-Geist-Krankenhaus in Frankfurt zwei Menschen mit einem Messer angegriffen. Die Staatsanwaltschaft spricht von zweifachem Mordversuch.

  • Ein Mann attackiert zwei Menschen im Heilig-Geist-Krankenhaus in Frankfurt mit einem Messer.
  • Bei den Opfern handelt es sich um die vom mutmaßlichen Täter getrennt lebende Ehefrau und einen Pförtner.
  • Die Staatsanwaltschaft erhebt nun Anklage gegen den 51-jährigen Angreifer.

Update von Freitag, 26.03.2021, 16.57 Uhr: Wegen zweifachen Mordversuchs in der Cafeteria des Heilig-Geist-Krankenhauses in Frankfurt hat die Staatsanwaltschaft einen 51 Jahre alten Mann angeklagt. Er soll im September 2020 seine getrennt von ihm lebende Ehefrau mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt haben. Die 45-Jährige war als Servicekraft in der Klinik beschäftigt. Oberstaatsanwältin Nadja Niesen geht am Freitag (26.03.2021) von Eifersucht als Hintergrund für die Tat aus, berichtet die dpa.

Als der Pförtner des Krankenhauses in der Lange Straße in Frankfurt dem Opfer zu Hilfe eilte, soll der deutsche Staatsangehörige ihm ebenfalls mehrere Messerstiche in Oberkörper und Gesicht versetzt haben. Auch der 42-Jährige wurde schwer verletzt.

Messerattacke im Krankenhaus: Staatsanwaltschaft Frankfurt geht von Heimtücke aus

Den Ermittlungen zufolge war es nach mehreren Jahrzehnten Ehe zur Trennung gekommen, teilt die dpa mit. Der 51-Jährige hat vermutlich geglaubt, dass seine Frau einen neuen Partner hat. Am Nachmittag des Tattags sei der Mann an der Arbeitsstelle der Frau erschienen - das Messer hatte er zu diesem Zeitpunkt laut Anklage bereits dabei. Nach einer kurzen Unterredung in der Cafeteria sei es zu der Messerattacke gekommen. Beide Opfer mussten im Krankenhaus notversorgt werden. Die Staatsanwaltschaft geht von Heimtücke aus – einem Merkmal für Mord.

Nachdem sich der Angeschuldigte kurz nach dem Angriff bei der Polizei zu der Tat bekannt hatte, äußerte er sich später laut Niesen nicht mehr. Termine für den Prozess vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts stehen noch nicht fest.

Entsetzen in Frankfurt: Verletzte nach Messerangriff im Hospital zum heiligen Geist

Update von Dienstag, 15.09.2020, 10.49 Uhr: Nach einem Messer-Angriff in einem Krankenhaus in Frankfurt, der gestern für einen Großeinsatz der Polizei sorgte, hat ein Polizeisprecher jetzt weitere Informationen veröffentlicht.

So hatte ein 51 Jahre alter Mann einen Streit mit seiner Frau in der Cafeteria des Heilig-Geist-Krankenhauses angefangen. Die 45-Jährige arbeitet in dem Krankenhaus in Frankfurt. Als ein 23-jähriger Pförtner den Streit schlichten will, greift der Mann ihn sofort mit einem Messer an und verletzt ihn leicht. Dann ging er mit dem Messer auf seine Frau los und verletzte sie schwer, so die Polizei. Die Frau befände sich allerdings nicht in Lebensgefahr.

Frankfurt: Messer-Angriff im Krankenhaus – Polizei nennt mögliches Tatmotiv

Es war ein Großaufgebot der Polizei am Krankenhaus in Frankfurt vor Ort, da man bei der Erstmeldung des Messer-Angriffs von einer ernsten Bedrohungslage ausging, so die Polizei. Mehrere Wagen und ein Spezialteam der Polizei rückten beim Heilig-Geist-Krankenhaus in Frankfurt an. Die Fahrten der Straßenbahn-Linien vor dem Krankenhaus wurden unterbrochen, die Lange Straße für mehrere Stunden gesperrt.

Doch als die Polizei die Lage sondiert hatte und der Mann bei dem Krankenhaus in Frankfurt festgenommen worden war, wurde der Großeinsatz entsprechend angepasst. Die Polizei sieht Ehestreitigkeiten oder eine Beziehungstat als mögliches Motiv des Messer-Angriffs im Heilig-Geist-Krankenhaus in Frankfurt.

Messerangriff in Frankfurt – Polizei rückt mit Spezialeinheit an

Erstmeldung von Montag, 14.09.2020, 18.09 Uhr: Frankfurt – Am Montag (15.09.2020) um 15 Uhr rasen zwei Mannschaftswagen der Polizei mit Blaulicht und Martinshorn vom 1. Polizeirevier aus über die Zeil in Frankfurt auf die Lange Straße. Aus allen Richtungen folgen Einsatzwagen des Überfallkommandos, der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE), Polizei-Motorräder und Zivilwagen mit Blaulicht, gefolgt von acht Rettungswagen.

Messerangriff in Frankfurt: „Uns wurde eine Bedrohungslage gemeldet“

Mit Gewehren in der Hand und Sturmhauben sichern Beamte die Eingänge des Hospitals zum Heiligen Geist in der Lange Straße in Frankfurt. Andere sperren die Straße für den Durchgangsverkehr zunächst stadteinwärts, dann auch stadtauswärts und leiten den Verkehr um.

„Uns wurde eine Bedrohungslage gemeldet“, sagt ein Beamter in Frankfurt. „Eine männliche Person war mit einem Messer in der Hand beobachtet worden. Er hat zwei Personen bedroht und verletzt. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um eine Beziehungstat, da auch die Ehefrau des Mannes beteiligt war. Der Täter konnte schnell festgenommen werden.“

Frankfurt: Polizei sperrt nach dem Messerangriff die Straße vor dem Krankenhaus

Ausgangspunkt der Auseinandersetzung sei die Intensivstation gewesen. Vor dem Seiteneingang kauert eine junge Frau mit einem Baby in einer weißen Kuscheldecke an der Wand und schaukelt verschreckt vom Polizeiaufgebot ihr Kind. Einsatzkräfte kontrollieren Ausweise und sprechen ruhig und besonnen mit allen umstehenden Personen.

Eine Sprecherin der Polizei Frankfurt bestätigt den Einsatz. Ein 51 Jahre alter Mann sei als Täter am Ausgang des Krankenhauses sofort festgenommen worden. „In der Caféteria ging er auf seine 45 Jahre alte Frau zu, die im Krankenhaus arbeitet, bedrohte sie und die beiden gerieten in lauten Streit.“ Daraufhin sei der 23 Jahre alte Pförtner gekommen, um den Streit zu schlichten. „Der 51-Jährige griff den Pförtner sofort an und verletzte ihn mit seinem Messer. Danach ging er auf seine Frau los und verletzte auch sie mit der Stichwaffe“, so die Sprecherin.

Messerangriff in Frankfurt: Polizei stundenlang mit Beweissicherung beschäftigt

Über die Schwere der Verletzungen der beiden Klinikmitarbeiter kann noch nichts gesagt werden. Auch über die Ursache des Streits ist nichts bekannt. Noch Stunden später ist die Polizei mit der Beweissicherung beschäftigt.

Die junge Mutter hat nach viel Zuspruch von den Beamten ihren Schrecken überwunden, geht aber erst weiter, als ein Großteil der Einsatzwagen den Tatort in Frankfurt verlassen hat. (Von Sabine Schramek)

Messerangriff in Kelsterbach bei Frankfurt: Ein Mann stach zu und verletzte sein Opfer schwer. Kripo und Staatsanwaltschaft ermitteln nach der Tat.

Transparenzhinweis: In einer früheren Version dieses Artikels stand geschrieben, dass auch die Zeil in Frankfurt gesperrt wurde. Dies war jedoch nicht der Fall. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

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