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Im Zoo Frankfurt lebt ein neuer Affe: Der schwarze Mohio und die blonde Elliott sollen künftig dazu beitragen, die bedrohte Art der Weißwangen-Schopfgibbons zu erhalten.

Bedrohte Art erhalten

Süßer Neuzugang im Frankfurter Zoo macht Hoffnung auf Nachwuchs

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Der Zoo Frankfurt hat einen süßen Neuzugang. Affe Mohio weckt Hoffnung auf Nachwuchs bei den Gibbons.

Frankfurt - Im Zoo Frankfurt ist ein neues Gibbon-Männchen eingezogen. Der sieben Jahre alte Affe Mohio ist direkt aus dem Zoo im schwedischen Eskilstuna nach Frankfurt gekommen. Zusammen mit der zwölf Jahre alten Elliott soll er dazu beitragen, die bedrohte Art der Weißwangen-Schopfgibbons zu erhalten.

Das teilt die Stadt Frankfurt mit. Zuvor war das Gibbon-Haus am Großen Weiher im Zoo einige Wochen lang verwaist gewesen. Nun ist dort wieder ein Paar der bedrohten Weißwangen-Schopfgibbons zu beobachten. 

Zoo Frankfurt: Süßer Neuzugang bei den Affen

Hinter den Kulissen konnte Neuzugang Mohio zuvor „in aller Ruhe seine neue Partnerin Elliott kennenlernen“, heißt es von der Stadt Frankfurt. Gemeinsam sind die beiden Affen jetzt in die Gibbon-Anlage umgezogen. Zu dem Gelände gehören auch zwei Inseln mit Bäumen im großen Weiher.

Elliott ist etwas älter als ihr neuer Partner: Sie wurde im Mai 2007 im Zoo von Twycross in Großbritannien geboren. Elliott lebt bereits seit 2016 im Zoo Frankfurt. Nach dem Tod ihres Partners war sie zunächst einige Monate allein. 

Im Sommer kam dann das sieben Jahre alte Männchen Mohio aus Schweden nach Frankfurt. Nach seiner Quarantäne blieb er erst einmal in einem Bereich des Zoos, der für Besucher nicht zugänglich ist. Dorthin zog auch Elliott um. „Ganz in Ruhe konnten sich die beiden dort, sozusagen auf neutralem Gebiet, aneinander gewöhnen. Die beiden verstehen sich sehr gut, was die Hoffnung auf Nachwuchs nährt“, sagt Zoodirektor Miguel Casares.

Frankfurt: Zoo hat Hoffnung auf Nachwuchs bei den Affen

„Es ist faszinierend, die Tiere ganz nah, nur durch eine Scheibe getrennt, im Gibbon-Haus oder auf einer der beiden Inseln zu beobachten“, sagt die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig über die Affen. „Vor allem die melodiösen Gesänge, mit denen die Tiere ihre Gebietsansprüche geltend machen, werden im Zoo Dschungel-Atmosphäre verbreiten.“

Weißwangen-Schopfgibbons gehören Informationen des Frankfurter Zoos zufolge zu den am meisten bedrohten Affenarten überhaupt. Nördliche Weißwangen-Schopfgibbons (Nomascus leucogenys) leben eigentlich in vereinzelten Regionen im Nordosten Vietnams und dem nördlichen Laos. 

„Vor allen Dingen die Jagd, der illegale Handel sowie der dramatische Verlust ihrer Lebensräume setzt die Populationen aller freilebenden Gibbon-Arten unter massiven Druck“, heißt es in der Mitteilung der Stadt Frankfurt. In Zoos werden die Affen bis zu 45 Jahre alt.

Bedrohte Affen im Zoo Frankfurt

Die männlichen Affen zeigen den auffälligen weißen Backenbart im sonst schwarzen Fell. Daher kommt auch der Name der Weißwangen-Schopfgibbons. Weibchen und Jungtiere bis zu einem Jahr haben ein leuchtend blondes Fell. Mit ihren extrem langen Armen schwingen sich die reinen Baumbewohner von Ast zu Ast. Mit dem sogenannten Schwinghangeln nehmen sie genug Schwung auf, um Abstände zwischen den Bäumen von bis zu zwölf Metern zu überbrücken.

Erst kürzlich hatte der Zoo Frankfurt für Schlagzeilen gesorgt: Dort werden Ziegen an Tiger und Löwen verfüttert. Tierschützer von Peta lehnen das Schlachten gesunder Tiere in Zoos ab. Doch das kommt gar nicht so selten vor.

kke

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